Global vernetzen
Wir gestalten die internationale Energiewende - auf allen Ebenen
Unser Energiesystem überschreitet Ländergrenzen. Die sichere Versorgung mit Energieträgern und Rohstoffen, der europäische Energiebinnenmarkt oder Wissens- und Technologietransfer sind im internationalen Austausch besonders wichtig.
- Wie gelingt die Vernetzung von erneuerbaren Energien im internationalen Kontext?
- Wie hängen Energieversorgung und nationale Sicherheit zusammen?
- Welche Maßnahmen helfen Start-ups und Kommunen bei der Umsetzung vor Ort?
Die dena unterstützt die Bundesregierung bei zahlreichen Projekten im In- und Ausland, um Antworten auf diese Fragen zu finden.
Impulse für effiziente Integration
Grundlage eines klimaneutralen Energiesystems ist Strom aus erneuerbaren Energien. Internationale Kooperationen liefern Impulse für einen verstärkten Ausbau der Erneuerbaren und deren effiziente Einbindung in die zugehörigen Infrastrukturen. Da wo Elektrifizierung technisch nicht möglich oder ökonomisch nicht sinnvoll ist, können grüner Wasserstoff und seine Derivate eine Lösung sein.
Dabei stärkt die Umstellung auf erneuerbare Energien nicht nur den Klimaschutz, sondern trägt auch entscheidend zur Rohstoff- und Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas bei.
Europäische Zusammenarbeit
Deutschland profitiert stark vom europäischen Energiebinnenmarkt und einer gemeinsamen Klimaschutz- und Energiepolitik der Europäischen Union. Da macht Austausch und Abstimmung mit den EU-Staaten, den EU-Institutionen sowie anderen europäischen Länder so bedeutsam. Die dena unterstützte die Bundesregierung zum Beispiel bei der Konzeption, Planung und Umsetzung des Nordseegipfels 2026, bei dem sich Anrainerstaaten für die verstärkte Nutzung von Offshore-Windenergie eingesetzt haben.
Rohstoffe sichern
Deutschland ist - wie viele andere Länder - bei den fossilen Energieträgern Öl und Erdgas auf Importe angewiesen. Diese Importabhängigkeit hat sich als Sicherheits- und Kostenrisiko erwiesen. Auch ein klimaneutrales Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien braucht Importe. Kritische Rohstoffe wie Aluminium, Lithium, seltene Erden oder grüner Wasserstoff kommen aus anderen Ländern. Diversifizierung entlang der Wertschöpfungsketten verringert die Abhängigkeit von Einzelstaaten und erhöht Versorgungs- und Preissicherheit. Ein wichtige Rolle spielen strategische Partnerschaften mit Staaten in und außerhalb Europas. Sie stärken die Energie- und Ressourcenresilienz Deuschlands und damit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Aufbau und Ausbau von Kreislaufwirtschaft sind dabei ein zentraler Lösungspfad. Denn viele wichtige Rohstoffe lassen sich durch Recycling zurückgewinnen.
Capacity Building vor Ort
Verlässliche internationale Partnerschaften entstehen durch gegenseitiges Vertrauen, aus dem direkten Austausch und konkreter Zusammenarbeit vor Ort. Ob bei Veranstaltungen wie dem internationalen SET Tech Festival, bei dem internationale Start-ups zusammenkommen, bei internationalen Cybersicherheitsübungen oder der Beratung von Kommunen in China - stets spielt das respektvolle “Voneinander-Lernen” eine besonders wichtige Rolle.
Klimafreundliches Bauen und Sanieren vor Ort
Ein hoher Anteil der weltweiten CO2-Emissionen entfällt auf den Gebäudesektor. Auf dem Weg zur Klimaneutralität müssen Gebäude daher möglichst klimafreundlich neu errichtet oder im Bestand energetisch saniert werden. Die dena bringt ihre umfangreiche Expertise zu nachhaltigem Bauen und energetischer Sanierung in viele internationalen Projekten mit ein und fördert Capacity Building vor Ort.
Die Einbindung von Kommunen und lokalen Akteuren ist weltweit ein zentraler Hebel für eine erfolgreiche Energiewende. Unter Berücksichtigung der konkreten Anforderungen und Bedürfnisse vor Ort werden regionale Stakeholder, Kommunen und private Investoren einbezogen, um bei der Realierung konkreter Bauvorhaben klimaneutrale Gebäudestandards einzuführen.
Internationale Kooperation und Innovation
Weltweit entwickeln Start-ups innovative Lösungen und treiben die Transformation voran. Damit sich Innovationen durchsetzen, sind passende regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, ein unterstützendes Ökosystem sowie langfristige Perspektiven nötig. Daher unterstützen wir unsere Partnerländer bei der Entwicklung eines Start-up-Ökosystems und internationale Start-ups durch Beratung, Mentoring und Vernetzung. Ein wichtiges Thema in der internationalen Zusammenarbeit für ein zukunftsfähiges Energiesystem ist Cybersicherheit.
Cybersicherheit
Neben physischen Angriffen nehmen Cyberattacken auf die kritische Energie-Infrastruktur in Deutschland und weltweit zu. Sie sind zu einer Bedrohung für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung geworden. Durch gemeinsame Übungen werden die Kompetenzen nationaler und internationaler Cybersicherheitsexpertinnen und -experten gestärkt.