Herkunftsnachweise als Wertkomponente
Szenarien und Entwicklungsperspektiven für den deutschen Markt
Herkunftsnachweise als strategischer Hebel für die marktbasierte Energiewende
Die Analyse der Marktoffensive Erneuerbare Energien zeigt, wie Herkunftsnachweise (HKN) unter passenden Rahmenbedingungen vom Bilanzierungsinstrument zum strategischen Hebel für die marktbasierte Energiewende werden können. Neu sind vier Szenarien zur Preisentwicklung bis 2030 sowie eine Bewertung ihrer Rolle für Power Purchase Agreements (PPAs), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Strompreiskompensation (SPK).
Marktstärkung durch Herkunftsnachweise (HKN)
Über 75 % der entwerteten Herkunftsnachweise stammen aus Importen. Nur ein geringer Teil des 300-Mio.€-Marktes fließt an heimische Projekte für erneuerbare Energien. Gezielte Förderung inländischer HKN und marktliche Anreize könnten zusätzliche Erlöse für deutsche Projekte generieren.
Zentrale Rolle für Nachhaltigkeitsberichterstattung
Unternehmen nutzen Herkunftsnachweise (HKN), um die CO₂-Intensität ihres Strombezugs marktbasiert zu bilanzieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Eine klare regulatorische Einordnung erhöht die Nachfrage nach hochwertigen HKN.
Marktbasierter Wert von Herkunftsnachweisen (HKN)
Preise von HKN variieren nach Technologie, Alter der Anlage, Herkunft und Marktsituation. Hochwertige Herkunftsnachweise (HKN) erzielen höhere Preise als unspezifische Nachweise.
Mehrerlöse für deutsche EE-Projekte
Die begrenzte Verfügbarkeit inländischer Herkunftsnachweise (HKN) und die Nachfrage nach deutscher Herkunft erzeugt zusätzliche Erlöse für Projektierer.
Regulierung und Standardisierung sowie Digitalisierung als Schlüssel
Die Wertentwicklung von Herkunftsnachweisen hängt von klaren politischen Rahmenbedingungen ab, insbesondere bei Lieferfähigkeitsanforderungen, Importregeln, Quoten, der Reform des Doppelvermarktungsverbots und der Einführung granularer, digitaler Nachweise.