dena-Gebäudereport 2026 – Updatebericht April
Aktualisierte Daten zu Gebäudebestand, Wärmeerzeugern, Baustoffen und Baukosten
Wärmewende dank BEG-Förderung, Hausbesitzenden und Handwerk
Hausbesitzende und das Handwerk treiben die Wärmewende weiter voran. Sie setzen - auch dank der Förderung für BEG-Einzelmaßnahmen - immer stärker auf erneuerbare Wärme und machen sich unabhängiger von schwankenden Gas- und Ölpreisen. 48 Prozent der 2025 verkauften Heizungen waren Wärmepumpen. Gleichzeitig sank der Anteil von Gasheizungen: 2025 entfielen nur noch 44 Prozent der Verkäufe auf Gasgeräte. Auch die Förderzahlen der BEG-Einzelmaßnahmen deuten darauf hin, dass der Markthochlauf anhalten dürfte: Rund 85 Prozent der BEG-Maßnahmen für Wärmeerzeuger entfallen auf Wärmepumpen.
Serielles Sanieren stark nachgefragt
Der Updatebericht zeigt zudem eine weiterhin gute Nachfrage nach seriellen Sanierungen. Im Jahr 2025 lag die Zahl der bewilligten Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen erneut bei über 1.000. Weil serielles Sanieren bisher oft in Mehrfamilienhäusern angewandt wird, sind das mehr als 6.000 Wohneinheiten. Dies entspricht rund 24 Prozent aller Wohneinheiten, für die eine Förderung mit dem Effizienzstandard EH 40 und EH 55 bewilligt wurde.
Die neuen Zahlen verdeutlichen, wie Deutschland seine Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen bei Öl und Gas reduzieren kann. Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen und mit dem seriellen Sanieren steht der nächste Effizienzmarkt vor dem Durchbruch. Das ist notwendig, denn in den vergangenen Jahren ist der Wärme- und Endenergieverbrauch in Gebäuden zwar leicht gesunken, jedoch nicht schnell genug, um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen. Entscheidend sind jetzt ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft, um die Marktentwicklung von Wärmepumpen und Sanierungsmaßnahmen weiter zu unterstützen und Investitionssicherheit zu erhöhen. Gerade die schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist zentral.
Kommunale Wärmeplanung nimmt weiter Fahrt auf
Neue Daten des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende zeigen deutliche Fortschritte bei der Kommunalen Wärmeplanung.
- Große Kommunen: Zum Ende des ersten Quartals haben rund 56 Prozent der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnenden ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Weitere 44 Prozent befinden sich noch im Prozess.
- Mittlere Kommunen: Auch mittlere Kommunen sind vorangekommen. 84 Prozent der Städte und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnenden haben ihre Wärmeplanung bereits begonnen oder abgeschlossen.
- Kleine Gemeinden: Bei den zahlreichen kleinen Gemeinden sind bereits 49 Prozent im Wärmeplanungsprozess oder haben ihn abgeschlossen.