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13.08.26 Digitalisierung Geschäftsmodelle Innovation Digitalisierung & Innovation vorantreiben

Start-ups der Energiewende in Zahlen

Daten zu den 100 Klima-Start-ups aus dem SET Award der dena

Die SET100 ist eine jährlich kuratierte Liste der hundert vielversprechendsten Start-ups aus dem internationalen Start Up Energy Transition Award (SET Award). Auf dieser Seite finden sich die zentralen Kennzahlen der SET100 2026 im Überblick: Woher kommen die Start-ups? In welchen Technologiefeldern arbeiten sie? Wie sind ihre Produkte entwickelt? Wie bringen die Start-ups die Energiewende voran?

Über die SET100 Liste und den SET Award

Der SET Award ist ein internationaler Wettbewerb für junge Start-ups, die ihre Geschäftsmodelle im Bereich der globalen Energiewende einbringen. Hinter der Initiative steht die dena – Deutsche Energie-Agentur gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Seit der Gründung des SET100 haben sich über 4.500 junge Unternehmen aus über 100 Ländern beworben. Aus den Bewerbungen wählt eine internationale Jury in einem mehrstufigen Verfahren die hundert Start-ups aus, die in fünf Kategorien die größten Hebel für eine klimaneutrale Zukunft versprechen. Diese Kategorien sind: saubere Energie und Speicher, Mobilität und Verkehr, Industrie, Gebäude und Bauwesen sowie der weltweite Zugang zu sauberer Energie (das siebte Sustainable Development Goal; SDG 7).

Karte: "Länder der SET100 Liste 2026" – Herkunftsländer der Start-ups: USA, Kanada, Brasilien, Ruanda, Südafrika, Schweden, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Indien, China.

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Tabelle: "SET100 Liste 2026" – Unternehmen Powernaut BV, GridBrid, Pix Force, Cyclic Materials, Litus Inc. mit Sektor, Website und Land.

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SET100 Start-ups vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien zu finden

Mit 39 Unternehmen bildet Erneuerbare Energie und Speicher den größten Bereich in der diesjährigen SET100-Liste. Die Bandbreite der hier vertretenen Start-ups ist groß und spiegelt wider, wie vielschichtig die Energiewende inzwischen gedacht wird. Dabei zeigt sich ein Fokus auf zwei Themen: 

  1. Speicher: Ein zentrales Thema ist die Speicherung erneuerbarer Energie, von klassischen Batterietechnologien über innovative Ansätze wie thermische Sandspeicher bis hin zum Recycling von Lithium aus Altbatterien.
  2. Digitale Plattformen: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Plattformen für Flexibilität und virtuelle Kraftwerke. Diese vernetzen die dezentralen Anlagen wie Batterien, Wärmepumpen und Ladepunkte. Damit machen sie diese für Netzbetreiber und Energiemärkte nutzbar. Die digitalen Plattformen werden ergänzt durch KI-gestützte Prognose- und Optimierungslösungen. Zudem widmen sich Anbieter der Modernisierung und Kapazitätssteigerung von Netzinfrastruktur.

Auch Cybersicherheit für Energiesysteme, Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie Wartung und Betrieb von Solaranlagen sind vertreten. Dabei verteilen sich die Unternehmen geografisch über Europa, Nordamerika, Asien, den Nahen Osten sowie Afrika und Lateinamerika. Dies unterstreicht die globale Dynamik des Sektors.

Industriesektor bildet zweitgrößten Bereich der SET100-Liste 2026

Die restlichen 61 % der SET100-Unternehmen verteilen sich auf vier weitere Sektoren. 

Mit 20 % ist die Industrie der zweitgrößte Bereich. Dieser umfasst Start-ups, die industrielle Prozesse dekarbonisieren, etwa durch KI-gestütztes Energiemanagement, CO₂-Entnahme und -speicherung oder das Recycling kritischer Rohstoffe. 

Im Sektor Mobilität und Verkehr (14 %) geht es vor allem um die Elektrifizierung des Verkehrs, von Ladeinfrastruktur und Flottenumrüstung bis zu E-Bikes und elektrischen Lastenrädern. Gebäude und Bauwesen (13 %) bündelt Lösungen für energieeffizientes und emissionsarmes Bauen, beispielsweise neuartige Dämmstoffe, Baumaterialien mit geringerem CO₂-Fußabdruck sowie Technologien zur Erfassung von Wärmeverlusten. Schließlich vereint der Sektor zum 7. Sustainable Development Goal (SDG 7) Unternehmen, die den Zugang zu erneuerbaren Energien in bislang unterversorgten Regionen verbessern, beispielsweise in Subsahara-Afrika und Südasien. Dazu gehören etwa dezentrale Solarlösungen, sauberes Kochen oder den Aufbau von Fachkräften für die Energiewende.

Diagramm: SET100 2026 Start-ups nach Sektoren. Anteil der ausgewählten Unternehmen nach Kategorie in %. Erneuerbare Energie & Speicher 39 %, Industrie 20 %, Mobilität & Verkehr 14 %, Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie (SDG-7) 14 %, Gebäude & Bauwesen 13 %. Quelle: dena 2026.

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Hardware prägt Bau und Mobilität, Software den Stromsektor

Zudem lassen sich die SET100-Unternehmen in Hardware- und Softwarelösungen bzw. hybride Lösungen unterteilen. Hardwareprodukte dominieren vor allem im Bauwesen und Mobilitätssektor. In beiden Sektoren hängt das Wertversprechen häufig an einem physischen Produkt, etwa an Dämmstoffen, Baumaterialien, Fahrzeugen oder Ladeinfrastruktur. Software ergänzt diese Angebote oft, steht aber seltener allein im Mittelpunkt des Geschäftsmodells. Softwarelösungen stehen hingegen im Bereich Erneuerbare Energien und Speicher in der Hälfte der Fälle im Mittelpunkt. Die zentrale Aufgabe ist hier weniger ein einzelnes Produkt als das Zusammenspiel vieler dezentraler Anlagen. Plattformen bündeln Solaranlagen, Speicher und Ladepunkte zu virtuellen Kraftwerken. Sie prognostizieren Erzeugung und Verbrauch und vermarkten die Flexibilität an den Strommärkten. Reine Hardware wie Batteriezellen oder thermische Speicher bleibt mit gut einem Viertel dennoch relevant. Ein gemischteres Bild ergibt sich in der Industrie und beim Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie, wo kein Produkttyp klar dominiert.

Diagramm: "Produkttyp nach Sektor" – Anteile Produkttypen der SET100 2026 Start-ups nach Sektoren in %: Hardware, Software, Hybrid oder andere.

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SET100 Start-ups schon weit entwickelt und überwiegend marktreif

In der SET100-Liste werden die Unternehmen nach Technologiereifegrad (TRL) bewertet. Beim TRL handelt es sich um eine Skala, die 1974 ursprünglich von der NASA für Weltraumforschungstechnologie entwickelt wurde. Heute gibt der TRL auf einer Skala von eins bis neun an, wie weit entwickelt die entsprechende Technologie ist.  Bei der SET100-Kohorte 2026 befanden sich rund vier von fünf der entwickelten Technologien bereits in einer marktreifen Phase. Das heißt, dass mindestens ein Prototyp unter realen Einsatzbedingungen erprobt wurde und einzelne Lösungen bereits vollständig im operativen Betrieb bestehen.

Im Schnitt wurden die aufgeführten Unternehmen vor rund fünf Jahren gegründet. Dies verdeutlicht die schnelle Entwicklung neuer Technologien. Nur 4 % der Start-up-Unternehmen befanden sich noch in der Forschungsphase. Der Reifegrad sagt allerdings nur etwas über den technischen Entwicklungsstand aus, nicht über die wirtschaftlichen Aussichten. Ob ein marktreifes Produkt sich am Ende durchsetzt, hängt ebenso von Finanzierung, Marktbedingungen und der Fähigkeit zur Skalierung ab. Der SET Award berücksichtigt diese Faktoren bereits in der Auswahl. Er bewertet neben der technischen Reife auch Wachstum, Wirkung und Skalierbarkeit der Geschäftsmodelle. Die hohe Reife ist ein gutes Signal: Ein Großteil der Technologien ist grundsätzlich einsatzbereit und kann mit den richtigen Rahmenbedingungen schnell zur Energiewende beitragen.

**Diagramm:** Balkendiagramm zum Technologiereifegrad der SET100 2026 Innovationen. 79 % Marktreife Phase (TRL 7–9), 17 % Erprobungsphase (TRL 4–6), 4 % Forschungsphase (TRL 1–3). Quelle: dena 2026.

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Gewinner des SET100 2026

Aus den zahlreichen Bewerbungen wählt eine internationale Fachjury gemeinsam mit einem datenbasierten Bewertungsmodell die besten Start-ups aus. Aus den drei Finalisten je Kategorie kürt sie schließlich beim SET Tech Festival in Berlin fünf Gewinner, die jeweils mit 10.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet werden. Die diesjährigen Gewinner sind:

Foto: Tabelle "SET100 2026 Gewinner" mit fünf Gewinnern pro Sektor, Unternehmen, Land und Website.

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Durchführung der SET100-Liste

Der SET Award wird seit 2016 von der dena – Deutsche Energie-Agentur (dena) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgerichtet. Er richtet sich an junge Unternehmen weltweit, die die Energiewende voranbringen. Für den Jahrgang 2026 bewarben sich 475 Start-ups aus 79 Ländern in fünf Kategorien. Teilnehmen kann nur, wer vor höchstens zehn Jahren gegründet wurde, einen funktionsfähigen Prototyp vorweist und Kunden oder Partner nachweist. Die Auswahl erfolgt anschließend in mehreren Stufen. Zunächst prüft das SET-Team alle Bewerbungen auf diese Mindestkriterien. Danach bewertet das datenbasierte ScaleX-Modell Aspekte wie Wachstum, Wirkung, Skalierbarkeit und Innovationsgrad.  Diese vorsortierte Auswahl geht an eine internationale Fachjury aus Investoren, Unternehmen und Politik, die jede Bewerbung auf einer Zehn-Punkte-Skala beurteilt. Aus der Zusammenführung beider Bewertungen entsteht die finale SET100-Liste. Innerhalb der fünf Kategorien werden schließlich je drei Finalisten benannt. Diese werden nach Berlin eingeladen, um dort ihre Geschäftsmodelle an einem dena Jury Day live vorzustellen. Anschließend präsentieren sie im Rahmen des SET Tech Festivals ihre Geschäftsmodelle auf der großen Bühne. Auf Basis der Jury-Bewertungen und der Präsentationen gehen die Gewinner hervor.

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