Finanzielle Hebel für alternative Antriebe im Straßengüterverkehr
Herausforderungen und Lösungsansätze beim Finanzieren von schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben
Batterieelektrische Lkw im Alltag
Der Hochlauf alternativer Antriebe ist entscheidend für das Reduzieren des Energieverbrauchs und die Dekarbonisierung im Verkehrssektor. Für Logistikunternehmen bedeutet diese Transformation oft erhebliche Mehrinvestitionen bei dem Beschaffen von Fahrzeugen – etwa das Doppelte bei E-Lkw im Vergleich zu Dieselfahrzeugen. Niedrigschwellige Finanzierungsinstrumente, die diese Investitionen unterstützen, sind daher ein Schlüsselfaktor für einen nachhaltigen Schwerlastverkehr. Die Plattform Nachhaltiger Schwerlastverkehr benennt aktuelle Herausforderungen und leitet Lösungsempfehlungen aus Stakeholder-Interviews ab. Das Factsheet richtet sich dabei an Anwenderinnen und Anwender, Finanzierende und Hersteller.
Drei Instrumente, mit denen die Finanzierungskonditionen für Lkw mit alternativen Antrieben verbessert werden können
- Restwertabsicherung: Der Staat übernimmt Teilkosten der Restwertgarantie, da der Zweitmarkt für E-Lkw und H₂-Lkw weitestgehend fehlt und Wertverlust hoch ist.
- Öffentliche Ausfallbürgschaft: Der Staat übernimmt einen Teil des Kreditausfallrisikos, um Leasing- und Kreditkonditionen zu verbessern.
- Vergünstigte KfW-Zinssätze: Zugangshürden für Leasinggesellschaften werden gesenkt, um kleinen und mittleren Unternehmen die Finanzierung zu erleichtern.
Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht über große Kreditrahmen verfügen, sind verbesserte Finanzierungskonditionen zentral. Die vorgeschlagenen Instrumente wirken sich unterschiedlich stark auf den Markthochlauf alternativer Antriebe sowie auf den Bundeshaushalt aus.