Datennutzung und Innovation in der Energiewirtschaft
Ohne Datenaustausch keine Energiewende
Factsheet zeigt Handlungsbedarfe beim Datenaustausch
Im Rahmen des dena-Projekts „Dateninstitut – Use Case Energie“ führte das Future Energy Lab der dena 40 telefonische Interviews mit Beraterinnen und Beratern der Energiewirtschaft durch. Diese wurden befragt zu den Themen:
- Datenaustausch,
- Datenräume und
- Innovationsbereitschaft.
Die Auswertung zeigt: Datenaustausch ist zentral für die Energiewende, die Innovationsbereitschaft bleibt jedoch begrenzt. Ausgehend davon werden Handlungsbedarfe zu klaren Nutzenlogiken, Standardisierung, Governance und regulatorischer Orientierung abgeleitet. Das Factsheet wurde in Zusammenarbeit mit marketmind erstellt.
Datenaustausch entscheidend für Energiewende
Die Interviews zeigen einen klaren Spannungsbogen:
- Datenaustausch wird nahezu durchgehend als entscheidend für die Energiewende bewertet.
- Gleichzeitig zeigt sich die Branche eher zurückhaltend bei neuen digitalen Lösungen.
Besonders relevante Themen sind Dateninfrastruktur, Smart Metering, Automatisierung, Datenmanagement und Datenräume. Vorreiter betonen den Bedarf an regulatorischer Klarheit, Marktanreizen, Standardisierung und Governance.
Marktkommunikation als Grundlage für Datenökosysteme
Besonders deutlich wird, dass bestehende Strukturen wie die Marktkommunikation eine wichtige Grundlage für zukünftige Datenökosysteme bilden können. Dafür müssen sie aber weiterentwickelt werden. In diesem Kontext werden transparente Zugangsregeln, einheitliche Datenstrukturen, interoperable Plattformen und die Einbindung neuer Marktrollen genannt. Beratungsunternehmen können dabei als Übersetzer zwischen regulatorischen Anforderungen, technischen Lösungen und konkreten Geschäftsprozessen wirken.