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08.09.26 Energieeffizienz Industrie Wirtschaft transformieren

Das 500. Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk ist gestartet

Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) erreicht mit der Anmeldung ihres 500. Netzwerks einen wichtigen Meilenstein. Deutschlandweit profitieren mehr als 4.000 Unternehmen von den Vorteilen der Netzwerkarbeit.

Angesichts hoher Energiepreise und angespannter Wirtschaftslage nimmt die Bedeutung von Energieeffizienzsteigerungen für Unternehmen weiter zu. Damit gewinnt auch das Engagement von Unternehmen in der IEEKN an Relevanz, einer von der Bundesregierung und zentralen Wirtschaftsverbänden und –organisationen getragenen Initiative. Bereits 500 Netzwerke stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit über die Nutzung von Energieeffizienz-Potenzialen, die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und den offenen Austausch zu diesen Lösungsansätzen. Die Wirksamkeit und der Mehrwert für die teilnehmenden Unternehmen werden jährlich erfasst. Nach den aktuellen Erhebungen der Initiative spart ein teilnehmendes Unternehmen durchschnittlich 3,36 GWh Endenergie und 1.020 Tonnen (t) CO₂-Äquivalente pro Jahr ein. 

Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, zieht Bilanz nach über zehn Jahren der Netzwerkinitiative: „Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke ist ein erprobtes Instrument der Energiewende. In mittlerweile zwei Programmphasen haben sich bereits über 4.000 Unternehmen in 500 Netzwerken zusammengeschlossen und profitieren von dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Die dort angestoßenen Energieeffizienz-Maßnahmen senken nicht nur die Energiekosten in den Betrieben, sondern stärken zugleich die wirtschaftliche Widerstandskraft unseres Landes.“

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Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, betont: „Ressourcenschutz und Wirtschaftswachstum sind zwei Seiten derselben Medaille. Das zeigen die Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke immer wieder sehr eindrucksvoll. Unternehmen, die auf effiziente, klimafreundliche Technologien setzen, werden auch in Zukunft erfolgreich sein. Mit dem 500. Netzwerk wird klar, dass diese Wirtschaftsweise ein echter Trend geworden ist. Jedes einzelne Netzwerkunternehmen leistet mit freiwilligem Engagement und Innovationskraft seinen Beitrag für mehr Klimaneutralität in der deutschen Wirtschaft und damit für unser aller Lebensqualität.”

Holger Lösch, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie, lobt: „Die Netzwerke verbinden Peer-Groups von Gleichgesinnten, in denen die Unternehmen die Akteure sind. Sie entscheiden selbst über ihre Ziele und ihr Engagement und tun dies im Austausch mit anderen Unternehmen. Das motiviert, steigert das Know-how bei den Beteiligten und führt zu beeindruckenden Innovationen, Investitionen und einer deutlichen Senkung der Energiekosten. Die Wirtschaft begrüßt, dass die Bundesregierung das Energieeffizienzgesetz überarbeitet und die ordnungsrechtliche Bürokratie dort deutlich abbauen will.“

Im 500. Netzwerk „Klimabündnis Ebersberg-München” haben sich 29 kleine und mittelständische Unternehmen aus mehr als acht Branchen zusammengefunden – eine beachtliche Zahl an heterogenen Unternehmen, die von der Energieagentur Ebersberg-München moderiert und beraten werden. Gemeinsam will das Netzwerk zunächst 5,1 GWh Endenergie und 1.500 Tonnen (t) CO₂-Äquivalente pro Jahr einsparen. Dazu sind Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, Umrüstung auf LED-Beleuchtung und die Installation von Wärmepumpen vorgesehen. Branchenübergreifendes Lernen ist Teil des Konzepts, ebenso die regionale Verankerung und Sichtbarkeit im jeweiligen Landkreis: „Jede Branche, jedes Mitgliedsunternehmen lässt den Pool an praxiserprobten Maßnahmen wachsen. Der breite Erfahrungsaustausch maximiert den Energieeinspareffekt und die Hebelwirkung bei der regionalen Energiewende“, erklärt Dr. Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München.

Gemeinsames Ziel von Bundesregierung und Trägerverbänden ist, dass die deutsche Wirtschaft ihre Energieeffizienz- und Klimaschutz-Potenziale ohne Unterbrechung auch weiterhin unter dem Dach der Initiative heben kann. Im Juli 2026 hat der IEEKN-Steuerungskreis einstimmig ein klares Signal gesetzt: Die Vereinbarung für die Fortführung der Initiative bis zum Jahr 2030 soll baldmöglichst unterzeichnet werden.

Das ist ein Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk 

In einem Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk arbeiten mehrere Unternehmen zusammen, um ihre Energieeffizienz zu steigern und Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. Zentrale Elemente sind ein moderierter Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden sowie gemeinsame Einsparziele und Maßnahmenumsetzungen. So können Unternehmen ihr Know-how schneller ausbauen, um ihren Energieverbrauch zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie Netzwerkarbeit in der Praxis gelingt, zeigt die aktuelle Ausgabe der Erfolgsgeschichtenbroschüre.

Über die Initiave Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke 

Die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke hilft Unternehmen aller Branchen und Größen dabei, sich branchenübergreifend, branchenintern oder unternehmensintern in Netzwerken auszutauschen und Maßnahmen zugunsten von Energieeffizienz und Klimaschutz umzusetzen. Die Initiative startete 2014 als Initiative für Energieeffizienz-Netzwerke. Mit Start der zweiten Phase in 2021 wurde sie um die Themen Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit erweitert. Aktuell wird die IEEKN von 20 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft gemeinsam mit der Bundesregierung getragen und von zahlreichen weiteren Projektpartnern unterstützt. In der jüngsten Sitzung des Steuerungskreises, dem zentralen Entscheidungsgremium der Initiative, haben Trägerverbände und die Bundesregierung ihre Absicht erklärt, die Initiative in einer dritten Phase fortzuführen. Der formale Beschluss dieser steht noch aus.

Der abschließende Monitoring-Bericht für die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN) zeigt die Gesamtwirkungen aller Netzwerke, die in der 1. Phase der Initiative zwischen Dezember 2014 und Ende 2020 gestartet sind: Die Netzwerke haben jährliche Einsparungen von 7.283 GWh Endenergie und 2.620.000 Tonnen CO2-Äquivalenten erzielt. Laut dem aktuellen Monitoring-Bericht der IEEKN sparen die bis Ende 2025 abgeschlossenen Netzwerke der 2. Phase jährlich 2.772 GWh Endenergie und 842.000 t CO2-Äquivalente ein. Der Trend deutet darauf hin, dass Unternehmen weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Steigerung der Energieeffizienz unter dem Dach der Initiative leisten. 

Weitere Informationen unter: www.effizienznetzwerke.org