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Infrastruktur und Stadtentwicklung integriert planen

Das dena-Projekt “Plattform Integrierte Planung” unterstützt Kommunen dabei, Energie- und Wärmeinfrastruktur, Stadtentwicklung und weitere Fachplanungen integriert zu denken. Im Rahmen des Projekts sind diese vier Steckbriefe entstanden. Sie zeigen anhand der Kommunen Bielefeld, Chemnitz, Leipzig und Steyerberg, wie integrierte Planung in der Praxis funktionieren kann.

Die Steckbriefe sind folgendermaßen gegliedert: 

  • Projektbeschreibung
  • Instrumente, Planwerke und Förderkulissen
  • Maßnahmen
  • Herausforderungen
  • Meilensteine und Erfolgsfaktoren

Bielefeld: Erkenntnisse für die integrierte Planung

  • Fernwärmeausbau bietet ein begrenztes Zeitfenster für Synergien
  • Mehrstufige Koordination auf operative und politische Ebene ist eine Voraussetzung
  • Stadtplanung sollte möglichst früh eingebunden werden
  • Transparente Baustellenkommunikation fördert mehr Akzeptanz

Chemnitz: Erkenntnisse für die integrierte Planung

  • Verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit als Grundlage für integrierte Quartiersprojekte: Im Rahmen der Teilnahme am European Energy Award (EEA) wurde im Jahr 2010 ein verwaltungsübergreifendes Energieteam gegründet und anschließend verstetigt
  • Fortlaufender Austausch zwischen der Stadtverwaltung und dem Energieversorger über geplante Energieinfrastrukturmaßnahmen: Dadurch wird eine Prüfung ermöglicht, inwiefern vorgesehene Maßnahmen in städtebauliche Gesamtmaßnahmen integriert werden können und an welchen Stellen Verknüpfungen zu weiteren Maßnahmen, z. B. der Klimaanpassung, möglich sind. 
  • Wohnungswirtschaft als zentraler Akteur der integrierten Quartiersentwicklung und der Wärmewende: So wurde bislang in Chemnitz der Ansatz verfolgt, dass die in integrierte Quartierserneuerungen eingebundenen Wohnungsunternehmen den zu erbringenden kommunalen Eigenanteil an der Förderung der Quartierskonzepte über KfW 432 anteilig mittragen.

Leipzig: Erkenntnisse für die integrierte Planung

  • Ausbau der Fernwärme kann als Motor für eine integrierte Quartiersentwicklung fungieren: Die Wärmewende bietet Potenzial für eine Koordination mit anderen Maßnahmen im Tiefbau sowie weiteren Maßnahmen zur ganzheitlichen Entwicklung und Aufwertung von Quartieren.  
  • Relevanz der Erprobung neuartiger Ansätze im Rahmen von Modellprojekten: Möglichkeit, Skalierungs- und Übertragungsmöglichkeiten auf weitere Quartiere zu prüfen, langfristig Kosten zu senken, Fehler zu vermeiden und Planungsprozesse effizienter zu gestalten
  • Erarbeitung eines abgestimmten Masterplans mit grafischen und textlichen Zielsetzungen und Maßnahmen als gemeinsame Aufgabenstellung und Arbeitsgrundlage
  • Identifikation von Schnittstellen und Herstellung von Synergien zwischen unterirdischen und oberirdischen Maßnahmen kann eine Chance für die integrierte Stadtentwicklung darstellen.

Steyerberg: Erkenntnisse für die integrierte Planung

  • Energiegenossenschaften sind ein geeignetes Trägermodell, da sie insbesondere in kleineren Kommunen ohne eigene Stadtwerke die Lücke zwischen kommunaler Verwaltung und privatwirtschaftlichen Akteuren schließen.
  • Beim Ausbau von Fernwärmenetzen Synergien frühzeitig prüfen und koordinieren
  • Vorrausschauende Projektplanung hilft Verzögerungen bei beispielsweise Förderungsanträgen zu verhindern
  • Eine Kombination des Fernwärmenetzausbaus und der Ausweisung eines Sanierungsgebiets nach § 136 ff. BauGB ist ein wirksamer Anreiz für private Investitionen.
Mehrere Personen sitzen an einem langen Konferenztisch mit Gläsern und Unterlagen, unscharfer Hintergrund.

Plattform Integrierte Planung

Ziel: Kommunen befähigen, Energie- und Stadtentwicklungsprojekte integriert zu planen und umzusetzen

Themen: Infrastruktur, Kommunen, Quartier, Gebäude & Räume umbauen

Laufzeit: 1.1.2026 – 31.12.2026