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20.03.26 Innovation Internationale Partnerschaft Digitalisierung & Innovation vorantreiben

Neue Ideen für die globale Energiewende auf dem SET Tech Festival

Innovative Geschäftsmodelle von 17 Start-ups der Energiepartnerschaften

Die bilateralen Partnerschaften fördern neue Technologien und Ansätze für die Energiewende. Sie haben die Festivalteilnahmen von Start-ups aus acht Ländern ermöglicht. Diese konnten sich in Berlin präsentieren und vernetzen.

4 Minuten für den Pitch. 3 Minuten für Fragen aus dem Publikum. Danach folgt schon das nächste Start-up. Es geht schnell bei den sogenannten Silent Pitches. Auf einer Zwischenebene über dem großen Veranstaltungssaal im Filmtheater Colosseum ist das Stimmengewirr des SET Tech Festival so laut, dass die rund 30 Zuschauenden nur über Kopfhörer den Vortragenden folgen können. Interessierte kommen vorbei, schnappen sich einen Kopfhörer und hören interessiert zu, mit welchen innovativen Ansätzen, neuen Technologien und digitalen Lösungen die Gründerinnen, CEOs und Ingenieure Emissionen senken und die Energiewende weltweit voranbringen wollen.

17 Start-ups aus Südafrika, Mexiko, Brasilien, Japan, Israel, Georgien, den USA und aus der Türkei haben sich auf diese Weise auf dem SET Tech Festival präsentiert, dem globalen Treffpunkt für Energie- und Climate-Tech-Innovationen. Sie wurden im Rahmen der sogenannten Energiepartnerschaften ausgewählt.

Fünf Personen stehen vor einer farbigen Wand mit dem Schriftzug 'SET TECH FESTIVAL' und Logos von 'Start Up Energy Transition' und 'dena'
SET Tech Festival in Berlin am 17.03.26
Ein Mann im Sakko hält einen Vortrag vor mehreren sitzenden Personen, während auf einem großen Bildschirm Präsentationsfolien mit dem Titel 'Further information' angezeigt werden.
Internationale Start-ups in Berlin am 18.03.26
Gruppe von Menschen steht auf einem begrünten Dach mit Stadtpanorama und einem großen, runden Industriedenkmal im Hintergrund.
Internationale Start-ups in Berlin am 18.03.26
Mehrere Personen sitzen und stehen in einem modernen Konferenzraum, einige mit Notizblöcken und Getränken.
Internationale Start-ups in Berlin am 18.03.26
Gruppe von Menschen mit Ausweisen steht vor Messestand mit Bannern der Deutsch-Schwedischen Handelskammer und der Swedish Energy Agency auf gelbem Boden
SET Tech Festival in Berlin am 17.03.26
Drei Personen im Gespräch halten gedruckte Informationsblätter in einem hellen Innenraum mit Treppe im Hintergrund
SET Tech Festival in Berlin am 17.03.26
Menschen mit Namensschildern stehen in einer Halle und geben sich die Hand
SET Tech Festival in Berlin am 17.03.26
Mann mit Mikrofon und Frau mit Kopfhörern stehen vor Bildschirm mit Text '$50 000 Raised' und Logos, Publikum mit Kopfhörern im Vordergrund
Mehrere Personen mit Kopfhörern sitzen und stehen vor einem Bildschirm auf der Silent Pitch Stage.
Mehrere Personen mit Kopfhörern sitzen und stehen vor einem großen Bildschirm mit Veranstaltungstitel.
Mehrere Personen mit Kopfhörern sitzen und hören einer Person mit Mikrofon vor einem großen Bildschirm mit der Aufschrift 'Reverse Pitch' zu.

Energiepartnerschaften: Zusammenarbeit mit 34 Ländern weltweit

Mit 34 Ländern weltweit unterhält die Bundesrepublik Energiepartnerschaften. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) betreut die dena fünf davon organisatorisch sowie inhaltlich. Die dena unterstützt weitere elf mit fachlicher Expertise.

Die Energiepartnerschaften gelten als eines der wichtigsten Instrumente für Deutschlands globale Energiepolitik. Denn in diesen Partnerschaften teilen die Länder wichtige Erfahrungen, die sie im Zuge der Energiewende gesammelt haben. Sie lernen voneinander und diskutieren innovative Ansätze. Die Unterstützung beim Aufbau eines Start-up-Ökosystems und die Förderung von Start-ups sind dabei zentrale Bestandteile.
 

Bei den Pitches zeigte sich eine große Bandbreite: Von Gründerinnen und Gründern, die mit einer Handvoll Mitarbeitenden neue Ansätze entwickeln, über Start-ups mit vielversprechenden Pilotanlagen, in den neue Technologien in der Praxis erprobt werden. Bis hin zu Deep-Tech-Unternehmen mit einem bereits etablierten Geschäftsmodell und Umsätzen in Millionenhöhe. Dabei sind sie in den unterschiedlichen Bereichen der Energiewende wie erneuerbare Energien, E-Mobilität, energieeffizientes Bauen oder Klimaschutz aktiv. 

Bei der Auswahl der Start-ups waren neben der dena auch Adelphi, Guidehouse und die GIZ beteiligt, die ebenfalls Energiepartnerschaften betreuen.

CO₂-Membranen, e-Trolley, KI-Plattformen: vielfältige Lösungen

Beispielsweise arbeitet OOYOO aus Japan an einer neuartigen Membran, die die Abtrennung von Kohlendioxid aus Industrieabgasen deutlich verbilligen soll. Hergele Teknoloji aus der Türkei bietet e-Trolleys inklusive digitalem Flottenmanagement an. Diese e-Trolleys sollen, die Tätigkeiten in Warenhäusern, Krankenhäusern oder Wäschereien erleichtern. So sollen sie helfen, Energie und Emissionen einzusparen. Eine digitale Plattform entwickelt Vinity aus Georgien. Mittels Datenanalyse und KI soll sie den Betrieb von Wasserkraftwerken, Solarparks und Windrädern effizienter und profitabler machen.

Teilnehmende Unternehmen

Für die Start-ups bot das SET Tech Festival eine großartige Möglichkeit, sich zu vernetzen. Über die Matchmaking-Plattform oder auch ganz ungezwungen beim Kaffee kamen sie mit anderen Start-ups, potenziellen Geschäftspartner und Investoren ins Gespräch.

Workshop mit GTAI: Geschäftsmöglichkeiten, Marktzugang und Finanzierung

Über den Zugang zum deutschen und europäischen Markt diskutierten die Start-ups einen Tag später in einem Workshop. Diesen organisierte die dena zusammen mit Germany Trade & Invest (GTAI), der Wirtschaftsförderungsagentur der Bundesrepublik Deutschland. Die Start-ups erhielten einen Überblick über die deutsche Energiewende und Markttrends in den Bereichen 

  • erneuerbare Energien,
  • Speicherung,
  • Wasserstoff und
  • Heizung sowie
  • der sich daraus ergebenden Geschäftsmöglichkeiten. 

Der Workshop bot zudem praktische Tipps zu Unternehmensgründung sowie Visums- und Aufenthaltsbestimmungen. Auch Finanzierungsmöglichkeiten wurden thematisiert wie Zuschüsse, Risikokapital und öffentliche Förderprogramme auf nationaler und EU-Ebene.

In Zukunft könnten diese innovativen Lösungen ihren Weg nach Europa finden und auch hier die Energiewende voranbringen.

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