Begleitende Studie SET Pilot 4: Flexibilisierung in Nichtwohngebäuden
Potenziale und Hemmnisse von Energiemanagement mit Smart Meter
Studie untersucht Flexibilitätspotenziale bei Nichtwohngebäuden
Die begleitende Studie zu SET Pilot 4 untersucht die Flexibilisierungspotenziale verschiedener Nichtwohngebäudetypen unter Einbindung von Energiemanagementsystemen (EMS) mit iMSys(+). Vor dem Hintergrund des gesetzlich vorgesehenen Smart-Meter-Rollouts nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) wurden eine Literaturrecherche, Expertinnen- und Experteninterviews sowie eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Sektor für Nichtwohngebäude grundsätzlich über relevante Flexibilitätspotenziale verfügt. Unter Einbezug von iMSys(+) und EMS können die Kosten gesenkt und neue Erkenntnisse zu Lastprofilen gewonnen werden.
Was sind Potenziale und Hemmnisse für Flexibilitäten in Nichtwohngebäuden?
Die Studie identifiziert sowohl Potenziale als auch Hemmnisse bei der Nutzung von Flexibilitäten in Nichtwohngebäuden.
Hemmnisse:
- Viele Akteurinnen und Akteure schätzen Aufwand und Komplexität höher ein als die erwarteten Kosteneinsparungen.
- Flexibilisierungspotenziale und deren Mehrwerte sind bislang wenig bekannt.
- Technisch fehlt häufig ein umfassendes EMS mit iMSys(+), obwohl Gebäudeleittechnik teilweise vorhanden ist.
Potenziale:
- Besonders hohe Potenziale zeigen sich bei Bürogebäuden, Schulen, Handelsgebäuden, Hotels und Hallenbädern.
Was fördert die Flexibilisierung in Nichtwohngebäuden?
- Die Studie empfiehlt, Informationsangebote und transparente Business Cases zu Flexibilitätsmaßnahmen auszubauen.
- Ein Energiemanagementsystem mit iMSys(+) sollte frühzeitig bei Neubauten und Sanierungen Berücksichtigung finden.
- Dezentrale Anlagen wie Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Speicher können Flexibilitäten erschließen, sofern Komfortgrenzen eingehalten werden.
- Für eine erfolgreiche Umsetzung ist stets eine gebäudespezifische Analyse der technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen erforderlich.