dena-Gebäudereport 2026
Zahlen, Daten, Fakten zum Klimaschutz im Gebäudebestand
dena-Gebäudereport: Wesentliche Daten zum Gebäudebestand
Der dena-Gebäudereport liefert aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zum Klimaschutz im Gebäudebestand (Stand: Januar 2026) zu den folgenden Themen:
- Gebäudebestand und Bautätigkeit
- Baustoffe
- Gebäudetechnik
- Energie
- Bauwirtschaft und Förderungen
- Dekarbonisierung
Gebäudesektor verfehlt Klimaziele
Der Gebäudesektor verfehlt weiterhin die Klimaziele. Bis 2030 ist eine Reduktion auf 65 Mio. Tonnen CO₂ möglich. Die Zielerreichung bleibt jedoch herausfordernd.
Bauüberhang reduziert
2024 blieb die Neubautätigkeit deutlich rückläufig. Erste strukturelle Veränderungen zeigen sich jedoch beim Bauüberhang. Der Bauüberhang entspricht der Anzahl der genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen. Dieser ging 2024 auf 738.000 Wohneinheiten zurück.
Energieberatungen zeigen Sanierungspotenzial
163.872 geförderte Energieberatungen im Jahr 2024 zeigen das weiterhin hohe Marktpotenzial von Sanierungen. Diese können zu einem wichtigen Konjunkturimpuls werden.
Die Gebäudewende bietet die Chance, Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum zu verbinden. Deutschland kann die Klimaziele im Gebäudesektor mit marktbasierten Instrumenten erreichen: Durch Vereinfachung und Bürokratieabbau, stabile Rahmenbedingungen und kontinuierliche Förderung. Die Bauwirtschaft sowie die Heizungs- und Gebäudeenergiebranche sind dabei ein volkswirtschaftlicher Motor. Das ist gerade in Zeiten schwacher Konjunktur enorm wichtig, besonders auch für die regionale Wertschöpfung im Handwerk.
Dach-PV verliert Tempo, Solarstromspeicher boomen
Der Zubau von Dach-Photovoltaik ließ 2025 nach. Mit 6,2 Gigawatt neu installierter Leistung bis September ist der Zubau zwar weiter hoch, bleibt aber hinter den Rekordjahren 2023 und 2024 zurück. Gleichzeitig zeigt der Speichermarkt eine ungebrochene Dynamik. Bis September stieg die gesamte Speicherleistung auf etwa 15,6 Gigawatt.
Wärmepumpe im Bestand holt auf
Die Zahlen des Gebäudereports zur Verbreitung von Wärmepumpen im Gebäudebestand zeigen: Seit 2019 hat sich ihr Anteil im Bestand nahezu verdoppelt. Im Jahr 2024 gab es Wärmepumpen in 4,3 Prozent der bestehenden Gebäude. Im Neubau sind Wärmepumpen bereits weitgehend etabliert. Die zentrale Herausforderung liegt im deutlich größeren Gebäudebestand. Obwohl der Anteil im Bestand noch gering ist, zeigt die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre: Kein anderes Heizungssystem ist prozentual so stark gewachsen wie die Wärmepumpe.
Quellen des dena-Gebäudereports 2026
Insgesamt 71 unterschiedliche Datenquellen wurden für die Erstellung des Gebäudereports 2026 verwendet. Dabei wurden die Daten von 30 unterschiedlichen Institutionen abgerufen. Unter anderem wurden amtliche Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis), des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und des Umweltbundesamtes (UBA) genutzt. Es wurden auch Statistiken von Verbänden wie dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), dem Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) oder dem Verband Fenster + Fassade (VFF) verwendet. Zudem wurden von der dena erhobene Daten des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) genutzt sowie Daten, etwa aus dem Zensus, von der dena mit anderen Daten verschnitten.