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24.02.26 Bericht Energieeffizienz Gebäude Wirtschaft transformieren

Kreislauffähigkeit des deutschen Gebäudesektors

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Zirkuläres Bauen für mehr Klimaschutz

Welche Bedeutung hat der Gebäudesektor für Rohstoffverbrauch, Abfallaufkommen und Treibhausgasemissionen in Deutschland? Der Bericht „Kreislauffähigkeit des deutschen Gebäudesektors“ zeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Bauwesen Emissionen senken und neue Wertschöpfung ermöglichen kann. Es wird deutlich, dass der Gebäudesektor große Potenziale für Ressourcenschonung und Klimaschutz birgt.

Herausforderungen, Potenziale und Lösungen zur Kreislauffähigkeit im Gebäudebereich

Auf Basis aktueller Daten und Studien werden zentrale Herausforderungen und Potenziale der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen dargestellt. Im Bericht werden zudem Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese Empfehlungen beziehen sich auf:

  • Planung,
  • Rückbau,
  • Materialmanagement und
  • politische Rahmenbedingungen.

Der Bericht zur Kreislauffähigkeit im Gebäudesektor wurde vom Gebäudeforum klimaneutral in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erarbeitet.

Chancen der Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor

Die Analyse zeigt, dass Bau, Nutzung und Rückbau von Gebäuden für einen erheblichen Teil des Rohstoffverbrauchs und des Abfallaufkommens verantwortlich sind. Gleichzeitig sind im Gebäudebestand große Mengen an Baustoffen gebunden, die als urbanes Rohstofflager genutzt werden können. Besonders im Gebäudebestand liegen große Potenziale: Sanierungen können graue Emissionen deutlich reduzieren und Materialien länger im Nutzungskreislauf halten. Digitale Materialpässe und Lebenszyklusbetrachtungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wesentliche Hebel für eine bessere Kreislauffähigkeit bei Gebäuden

Um die Kreislauffähigkeit im Gebäudesektor zu stärken, sind mehrere Handlungsfelder entscheidend. Dazu gehören:

  • eine rückbauorientierte Planung,
  • transparente Materialinformationen und
  • geeignete Marktanreize.

Auch der Aufbau einer Infrastruktur für selektiven Rückbau und Wiederverwendung gewinnt an Bedeutung. Zu nennen sind beispielsweise Bauteilbörsen oder Re-Use-Zentren. 

Welche weiteren Aspekte können zusätzlich dazu beitragen, zirkuläres Bauen langfristig zu etablieren? Dazu zählen:

  • öffentliche Beschaffung,
  • Mindestquoten für Rezyklate und
  • CO2-basierte Steuerungsinstrumente