Projekte im Rahmen der Blockchain-Strategie der Bundesregierung

Future Energy Lab

Um innovative digitale Technologien für den Einsatz im Energiesektor zu erproben, benötigt es einen geeigneten Rahmen, in dem sich Unternehmen möglichst unkompliziert und effektiv vernetzen können. Diesen Rahmen soll das „Future Energy Lab“ bilden. Das Pilotierungs- und Vernetzungslabor ermöglicht es den Teilnehmern, sich über eine virtuelle Plattform miteinander auszutauschen.

Dabei sollen auf Basis digitaler Technologien wie Blockchain, künstliche Intelligenz oder Big Data konkrete Anwen-dungen für den Energiesektor unter realen Bedingungen erprobt werden. Durch die Vernetzung verschiedener Akteure der Energie- und Digitalwirtschaft fördert das „Future Energy Lab“ zudem strategische und operative Kooperationen.

Projekte im Rahmen des Future Energy Lab

Blockchain-basierte Datenbank für Geräte-Identitäten

In einem digitalen Energiesystem, das immer dezentraler, interaktiver und sektorenübergreifender wird, nimmt die automatisierte, digitale Authentifizierung von einzelnen stromerzeugenden und stromverbrauchenden Geräten sowie Energiespeichern eine Schlüsselrolle ein. Eine Blockchain-basierte Verknüpfung verspricht eine konsequente Integration von Millionen dieser Geräte und Anlagen als Marktakteure und bildet damit die Grundlage für ein digitales Energiesystem der Zukunft. Die dena wird im Rahmen des Future Energy Labs die Pilotierung eines solchen Blockchain-basierten Geräte-ID-Ledgers durchführen, gemeinsam mit einem Konsortium aus namhaften Unternehmen der Energie- und Digitalwirtschaft.

Datenbereitstellung anhand eines CO2-Mappings

Zahlreiche deutsche Städte haben den Klimanotstand ausgerufen. Um dem damit einhergehenden Thema CO2-Emissionen mittels einer konkreten Umsetzung und auf transparente Art mehr Sichtbarkeit zu verleihen, wird das in der Blockchain-Strategie erwähnte Thema der Datenbereitstellung anhand eines CO2-Mappings visualisiert. Durch das Sichtbarmachen von CO2-Emmissionen auf kommunaler Ebene wird das Verständnis der Bevölkerung im Kontext CO2 gestärkt, während im Hintergrund eine Energie-Datenplattform erprobt wird, um das Spannungsfeld aus Geheimhaltungs- und Informationsinteresse unterschiedlicher Marktakteure auszuloten.

Smart-Contract-Register für die Energiewirtschaft

Energiewirtschaftliche Prozesse werden von vertraglichen Sachverhalten organisiert, deren Anzahl und Komplexität im Zuge der Digitalisierung und Dezentralisierung weiter steigt. In Zukunft dürften Smart Contracts (digitale, automatisch ausführbare Verträge) auch in der Energiewirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Die Sammlung existierender (analoger) Vertragsbestandteile der Energiewirtschaft und die anschließende Analyse, welche dieser Verträge sich sinnvoll digital aufbereiten und in Smart Contracts „übersetzen“ lassen, könnten durch ein zentrales Smart Contract Register für die Energiewirtschaft erleichtert werden. Die dena wird im Dialog mit einem Expertengremium aus Programmierern, Rechtsanwälten, Normungsgremien und Energiewirtschaftsexperten ein Konzept für ein solches Register entwerfen, um den Übergang hin zu einem digitalen, sich selbst ausführenden Vertragswesen in der Energiewirtschaft zu ebnen.

Themenschwerpunkt

Blockchain

Blockchain ist ein dezentraler Ansatz, um Daten sicher und direkt auszutauschen, zu verschlüsseln und zu speichern. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für den Energiemarkt, zum Beispiel für einen direkteren Austausch zwischen dezentralen Energieerzeugern und -verbrauchern.

Mehr zum Thema

Themenschwerpunkt

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) kommt auch in der Energiewirtschaft immer stärker zum Einsatz – beispielsweise bei der Steuerung von Stromnetzen und dem Zusammenwachsen der Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr. Gleichzeitig ist KI eine Schlüsseltechnologie, um die Energieeffizienz in der Industrie zu erhöhen. KI hat großes Potenzial die Datenströme der Digitalisierung effektiv zu nutzen und so der zunehmenden Komplexität des Energiesystems zu begegnen.

Mehr zum Thema

 Andreas Kuhlmann
Vorsitzender der Geschäftsführung

Andreas
Kuhlmann

Digitale Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz spielen eine entscheidende Rolle, damit das Energiesystem in Zukunft mit einem sehr hohen Anteil dezentraler erneuerbarer Energie reibungslos funktioniert. Aus diesem Grund ist eine schnelle Marktdurchdringung dieser Technologien wichtig für die Energiewende und den Klimaschutz. Im Future Energy Lab haben wir die Möglichkeit, gemeinsam mit Praktikern aus Unternehmen und mit einem direkten Kanal zur Politik, Neues auszuprobieren und innovative Lösungen für die integrierte Energiewende auf den Weg zu bringen.

Weitere Informationen zum Future Energy Lab folgen in Kürze.

Sie haben Fragen oder wollen sich am Future Energy Lab beteiligen? Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder wenden Sie sich direkt an unsere Ansprechpartner!

Unsere Experten

Aktuelles zum Thema

Quelle Headerbild: unsplash