Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) kommt auch in der Energiewirtschaft immer stärker zum Einsatz – beispielsweise bei der Steuerung von Stromnetzen und dem Zusammenwachsen der Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr.

KI hat großes Potenzial, die Datenströme der Digitalisierung effektiv zu nutzen und so der zunehmenden Komplexität des Energiesystems zu begegnen. Gleichzeitig ist Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie, um die Energieeffizienz in der Industrie zu erhöhen.

dena startet Projekt zu künstlicher Intelligenz in der Energiewirtschaft

21. Mai 2019, Pressemitteilung, Berlin

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) verstärkt mit ihrem neuen Projekt „EnerKI“ den Wissensaufbau zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Energiewirtschaft. Ziel ist es, die Potenziale von KI für die Energiewende auszuloten, einen breiten Dialog anzustoßen und Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen. Dafür wird die dena Stakeholder aus Deutschland, Europa und der Welt einbinden. Bis Mitte 2020 sind mehrere Dialogveranstaltungen und Expertenworkshops, zwei Analyseberichte und eine Metastudie geplant. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

EnerKI – Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung des Energiesystems

Projektsteckbrief

Unter dem Begriff der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) wird die Anwendung von speziellen Algorithmen für die Lösung definierter Probleme verstanden. Sowohl die öffentliche als auch die Fachdiskussion über eine mögliche Anwendung von KI im Energiesystem sind bisher von Unsicherheit und fehlender Sachkenntnis geprägt. Dies behindert die Nutzung dieser wichtigen Technologien für die Energiewende. Ziel des Projekts „EnerKI“ ist es, die Diskussion aufzunehmen und gezielt Wissen für Wirtschaft, Fachöffentlichkeit und Politik aufzubauen.

Unser Experte

Philipp Richard

Teamleiter Energiesysteme und Digitalisierung

T: +49 (0)30 66 777 - 664
F: +49 (0)30 66 777 - 699
richard@dena.de

Themenschwerpunkt

Blockchain

Blockchain ist ein dezentraler Ansatz, um Daten sicher und direkt auszutauschen, zu verschlüsseln und zu speichern. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für den Energiemarkt, zum Beispiel für einen direkteren Austausch zwischen dezentralen Energieerzeugern und -verbrauchern.

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dena-Projekte im Themenfeld Digitalisierung

China: Energietrends der Zukunft

Die dena identifiziert neue Trends sowie Veränderungen des Marktumfelds und der politischen Rahmenbedingungen in den Bereichen Klimaschutz und Energiewende in China. Das Projekt „China: Energietrends der Zukunft“ leistet Pionierarbeit für die zukünftige bilaterale Zusammenarbeit des BMWi mit China.

Überblick

  • Projektbeginn: November 2018
  • Projektziele: Monitoring für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in den Bereichen Klimaschutz und Energiewende in China, Konkretisierung von Entwicklungs- und Umsetzungspotenzialen deutsch-chinesischer Projekte.
  • Projektpartner: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), National Development and Reform Commission (NDRC), National Energy Conversation Center (NECC), National Energy Agency (NEA)

Digitale Energiewelt

Die Digitalisierung wird in der zweiten Phase der Energiewende zunehmend ein systemisches Agieren außerhalb gesetzter Strukturen und bedarfsorientierte Lösungen von allen Beteiligten einfordern. Dazu braucht es Akteure, die sektorübergreifend denken und handeln. So können neue Geschäftsideen und marktfähige Produkte entwickelt werden.

Überblick

  • Projektstart: Januar 2016
  • Der Partnerkreis besteht derzeit aus 29 Unternehmen und Verbänden der Energiewirtschaft, Gebäudewirtschaft, IT und des Messwesens sowie aus Technologieherstellern und Beratern.
  • Ziele der Plattform: die Akteure branchenübergreifend zusammenführen und vernetzen; die Digitalisierung der Energiewelt fachlich begleiten; die Rahmenbedingungen der Digitalisierung maßgeblich mitgestalten; Bewusstsein und Akzeptanz in der Öffentlichkeit schaffen.

Digitalisierung in der Energiewirtschaft – DIGI4E

Analysen und Dialogprozesse zur Unterstützung der Digitalisierung im Bereich Energie, Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Überblick

  • Projektlaufzeit: 07/2016  –  02/2018
  • Zuwendungsgeber: BMWi
  • Über 100 Plattformen und Initiativen zur Digitalisierung des Energiesektors identifiziert.
  • Mehr als 150 Geschäftsmodelle im Kontext „Energieeffizienz“  analysiert.
  • Dialogveranstaltung und Expertenworkshops

EnerKI – Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung des Energiesystems

Ziel des Projekts „EnerKI - Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung des Energiesystems“ ist es, gezielt Wissen über die Nutzung Künstlicher Intelligenz im Energiesystem aufzubauen und für Wirtschaft, Fachöffentlichkeit und Politik bereitzustellen.

Überblick

  • Projektstart: Januar 2019
  • Projektlaufzeit: 18 Monate
  • Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Modellvorhaben Bewusst heizen, Kosten sparen

Im Modellvorhaben hat die dena die Einsparmöglichkeiten für Wärmeenergie durch die zeitnahe Visualisierung von Verbrauch und Kosten mithilfe eines Energiedatenmanagements in Mietwohnungen überprüft.

Überblick

  • Projektbeginn: 2013
  • Ergebnisse nach 2 Heizperioden: durchschnittlich 12 Prozent Energieeinsparung (Heizung) gegenüber nicht informierten Mietern
  • Energieverbräuche (Wärme) von fast 10.000 Haushalten ausgewertet
  • Fast 1.000 Mieter zu ihrem Heizverhalten und ihren Projekterfahrungen befragt
  • Rund 100 Heizkostenberatungen durchgeführt
  • Partner /gefördert durch: ista, Deutscher Mieterbund, BMUB

Smart-Meter-Studie

Die dena hat unter Einbindung von Verteilnetzbetreibern in Deutschland eine Studie durchgeführt, deren Gegenstand die Ermittlung der ökonomischen Kosten des flächendeckenden Rollouts von Smart-Meter-Technologie, deren unmittelbare Nutzeneffekte (Netzdienlichkeit) und der Anforderungen an den regulatorischen Rahmen ist.

Überblick

  • Projektlaufzeit: Juli 2014
  • Partner der Studie: 11 Unternehmen (Schwerpunkt Netzbetrieb und Energieversorgung)
  • Forschungspartner: Ludwig Einhellig (Deloitte & Touche GmbH), Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund/ef. Ruhr), Prof. Dr. Gert Brunekreeft (Jacobs University Bremen)

Start Up Energy Transition

Mit Start Up Energy Transition etabliert die dena eine globale Plattform für Innovationen und Start-ups der Energiewende.

Überblick

  • Die Initiative „Start Up Energy Transition“ wurde 2016 von der dena gelauncht
  • Sie besteht aus den drei Pfeilern Award, Netzwerk und Tech Festival
  • Im ersten Jahr bewarben sich 550 Startups aus 66 Ländern
  • Nach dem Launch der neuen Runde des Awards auf der COP23 im November 2017 können sich Startups bis zum 31. Januar bewerben
  • Die Preisverleihung findet auf einer gemeinsamer Abendveranstaltung mit dem BETD im April 2018 statt