Strom-Wärme-Hub
Wir bringen Strom- und Wärmewirtschaft zusammen!
Die Energiewelt ist im Umbruch. Auf politischer Ebene werden regulatorische Anpassungen diskutiert, aber auch marktseitig kommt es zu Verschiebungen. Eine aktuell geringere Stromnachfrage sowie Netzrestriktionen und die damit verbundenen aktuellen und künftigen Regelungen zum Redispatch setzen die erneuerbare Direktvermarktung unter Druck. Auf der anderen Seite steht ein Wärmemarkt, der aufgrund der verstärkten Elektrifizierung große Mengen an Strom benötigt. Der dafür erforderliche Umbau kommt aber nicht in der notwendigen Geschwindigkeit voran. Es stellt sich die Frage, wie die Integration erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmemarkt gestärkt werden kann. Mit dem Strom-Wärme-Hub bringt die Marktoffensive Erneuerbare Energien die Strom- und Wärmewirtschaft zusammen, um Chancen und Hemmnisse zu diskutieren, Finanzierungs- und Betreibermodelle praxisnah zu bewerten und ein gemeinsames Zukunftsbild für die Elektrifizierung der Wärme zu entwickeln.
Ergebnisse der Auftaktveranstaltung Strom-Wärme-Hub
Die Auftaktveranstaltung des Strom-Wärme Hubs der Marktoffensive Erneuerbare Energien hat gezeigt: Die Elektrifizierung der Wärme kann aus der Nische treten und die bisher separaten Geschäftsmodelle Strom und Wärme verbinden. Die Marktteilnehmer sind dazu bereit!
Die bunte Mischung an Akteuren im Publikum und auf dem Podium, darunter Stadtwerke, Übertragungsnetzbetreiber, Industrie und Energiegenossenschaft zeigte, wie wichtig der direkte Austausch zu den Bedürfnissen, Erfahrungen und Ansätzen ist.
Rückblick auf die Inhalte und die Erkenntnisse der Podiumsdiskussion
Der Vormittag hat gezeigt, wie wichtig es ist, Strom- und Wärmemarkt künftig stärker zusammenzudenken. Während erneuerbarer Strom zunehmend mit Netzrestriktionen, Redispatch und volatilen Marktbedingungen konfrontiert ist, besteht im Wärmemarkt ein erheblicher Elektrifizierungsbedarf. Daraus ergeben sich neue Chancen für Flexibilität, Stromvermarktung und die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung.
In den Keynotes und Fachimpulsen wurden zentrale Herausforderungen benannt: regulatorische Rahmenbedingungen, Netzanschlüsse, Wirtschaftlichkeit, Finanzierung sowie die stärkere Verzahnung von Infrastrukturplanung, Strommarkt und Wärmewende. Gleichzeitig wurde deutlich, dass flexible Wärmeanwendungen, Power-to-Heat, Fernwärme, Contracting-Modelle und langfristige Beschaffungsansätze große Chancen bieten und wichtige Bausteine für die Umsetzung sein können.
Die Podiumsdiskussion zeigte, dass die Technologien vorhanden sind, ihre Skalierung jedoch häufig an wirtschaftlichen, regulatorischen und infrastrukturellen Voraussetzungen hängt. Entscheidend wird sein, Geschäftsmodelle, Netzplanung und politische Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass Flexibilität, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung gemeinsam adressiert werden.
Aktiv werden: Themen aus den Workshops – wie knüpfen wir an?
In den Workshops am Nachmittag wurden die Themen im direkten Austausch vertieft: Welche Chancen, welche Herausforderungen umgeben die Elektrifizierung der Wärme und wie können sie adressiert werden? Zentrale Herausforderungen sind mangelnde Planungssicherheit und fehlende Wirtschaftlichkeit – Investitions- und Stromkosten sind im Vergleich zu fossilen Lösungen oft noch zu hoch. Gleichzeitig sehen Stromerzeuger große Chancen in der Wärme als Stromabnehmer lokal vor Ort oder flexibel im Gesamtsystem. Durch Netzwerke, den Austausch und die Skalierung von Lösungen gäbe es großes Potenzial zur Senkung der Betriebs- und Systemkosten. Genau hier setzt der Strom-Wärme Hub an: Wir wollen Pilotprojekte sichtbar machen, Finanzierungs- und Geschäftsmodelle aufbereiten, Hemmnisse im Markt adressieren und das Netzwerk zwischen Strom- und Wärmewirtschaft stärken.
Den Foliensatz zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen: t3://file?uid=11731
Sie sind noch kein Mitglied der Marktoffensive Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie uns und werden Sie Teil des Vorhabens!