Pressemitteilung, Berlin

Statement: Stellungnahme der Deutschen Energie-Agentur zu der Kritik von LobbyControl an der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“

LobbyControl hat die dena für die finanzielle Beteiligung von Unternehmen an der dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität kritisiert und mangelnde Transparenz beklagt. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, nimmt hierzu für die dena Stellung.

„Die von LobbyControl angebrachte Kritik, die Beteiligung von Unternehmen an der dena-Leitstudie führe zu mangelnder wissenschaftlicher Neutralität, teilen wir nicht. Für die dena zählen Transparenz sowie ein möglichst großer und breit gestreuter Partnerkreis zu den zentralen Kernpunkten bei der Studienerstellung und in ihrer Arbeit generell. Dafür steht die dena und dafür steht auch die enge Begleitung durch wissenschaftliche Gutachter und Institutionen. Insbesondere durch die Verortung der dena an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik sieht sie es als ihre Kernaufgaben, den aktiven und breiten Austausch mit unterschiedlichen Stakeholdern zu suchen. So werden vielfältige Erfahrungen und Lösungen in die Studienarbeit einbezogen und einseitige Einflussnahme ausgeschlossen. Pluralität und Praxisorientierung sind dabei wichtige Grundprinzipien.

Die generelle Frage, wie der Ansatz einer Studie aussehen kann, um gleichermaßen objektive wie aussagefähige Ergebnisse zu erzielen, ist natürlich berechtigt. Es gibt unterschiedliche Ansätze für solche Studienprojekte. Eine Möglichkeit ist, die Szenarienbildung rein akademisch anzugehen und Werte zu extrapolieren. Die dena-Leitstudie verfolgt einen integrierten Multi-Stakeholder-Ansatz. Ziel ist es, diese fundamentale Transformationsaufgabe – Klimaneutralität im Jahr 2050 – in der Auseinandersetzung mit zahlreichen Akteuren zu gestalten, die alle beschriebenen Lösungen tatsächlich in der Praxis umsetzen müssen und dies immer im Blick haben. Breite wissenschaftliche Expertise wird so mit dem Experten-Know-how aus der Praxis von Energiewende und Klimaschutz verbunden. Ebenso wichtig für den Diskurs sind die Erfahrungen zivilgesellschaftlicher Gruppen, Umwelt- und Naturschutzverbänden.

Die dena verbindet mit der Leitstudie diese verschiedenen Diskurse und verfolgt mit dem integrierten Ansatz ein all-in-one. Die Einbindung der Partner ist transparent und in einer eigenen Governance-Struktur klar geregelt. Alle mitwirkenden Unternehmen und weiteren Akteure werden veröffentlicht. Transparente Arbeitsprozesse inklusive der Rückkopplung über die verschiedenen Gremien verhindern eine einseitige Beeinflussung. So will die dena einen fundierten Beitrag auf der Suche nach Lösungen für ein klimaneutrales Leben und Wirtschaften leisten.“

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