Der Monitoringbericht 1. Halbjahr 2025
Der Prüfprozess in den Förderprüfungen EEW ist etabliert
Die EEW-Förderprüfungen sind im Regelbetrieb angekommen. Der Monitoringbericht für das erste Halbjahr 2025 bestätigt: Der professionell aufgebaute Prüfprozess mit klaren Strukturen und verlässlichen Partnern hat sich nach der Pilotphase etabliert. Die Auswertung bestätigt überwiegend unauffällige Ergebnisse. Das Monitoring liefert zudem gezielte Erkenntnisse, um Unternehmen künftig noch besser bei einer korrekten Umsetzung ihrer Fördermaßnahmen zu unterstützen und die Programmintegrität weiter zu stärken.
EEW-Förderprüfung: Prüfprozess erfolgreich im Regelbetrieb und skalierbar
Im ersten Halbjahr 2025 wurden insgesamt 47 BAFA-Zuschussfälle ausgewertet. Der Prüfprozess für die Bundesförderung EEW ist professionell organisiert. Zwei Prüfpartner setzten die Förderprüfungen im Jahr 2025 um: TÜV Rheinland Industrie Service GmbH und DEKRA Assurance Services GmbH. Die klare Struktur, regionale Zuständigkeiten und eingespielte Abläufe sorgen für eine stabile und skalierbare Prüfarchitektur. Der Prozess ist damit belastbar und kann auch bei steigender Prüfzahl zuverlässig umgesetzt werden.
Mehrheit der Prüfungen ohne Beanstandung – aber nicht fehlerfrei
Die zentrale Erkenntnis des aktuellen Monitoringberichts: Die meisten geprüften Vorhaben verlaufen weiterhin ohne Beanstandung. Mehr als zwei Drittel der Prüfungen bestätigen eine regelkonforme Umsetzung der Fördermaßnahmen.
Wo Beanstandungen auftreten, handelt es sich überwiegend um leichte Beanstandungen, die oftmals eher formaler Natur sind. Beispiele sind nicht berücksichtigte Skontoabzüge oder eine falsche Zuordnung von Neben- und Hauptkosten. Schwerwiegende Beanstandungen sind die Ausnahme. Dies spricht für eine hohe Fördermittelintegrität. Systemische Mängel sind nicht erkennbar. Nichtsdestotrotz unterstreichen die Prüfergebnisse die Notwendigkeit und den Zweck der Prüfungen.
Das Monitoring zeigt konkret, wo Beanstandungen häufiger auftreten
Die Prüfungen im ersten Halbjahr 2025 ermöglichen einen differenzierten Blick auf Branchen, Unternehmensgrößen und Fördermodule. In den geprüften Fällen sind Unternehmen aller Größen vertreten. Auch die Branchenlandschaft ist breit gefächert – von Metallverarbeitung und Maschinenbau bis zu Transport, Großhandel oder Architektur- und Ingenieurbüros.
Die Prüfungen betreffen 2025 die Module 1 bis 4 sowie Modul 6 der Förderung. Ein Schwerpunkt liegt auf den Modulen 1 und 4. Der Anteil der Fälle mit Beanstandungen ist über die Module unterschiedlich verteilt: In Modul 1 treten vergleichsweise oft Beanstandungen auf. Sie stehen häufig im Zusammenhang mit technischen Förderfähigkeitskriterien, etwa bei Angaben zu Trocknern von Drucklufterzeugern und den darin eingesetzten (nicht zugelassenen) Kältemitteln. Modul 4 weist dagegen die geringsten Beanstandungen pro gefördertem Euro auf.
Der Anteil der Beanstandungen variiert stark – je nach Unternehmensgröße, Modul und Branche. Besonders große Unternehmen weisen in dieser Monitoring-Phase überproportional häufig Beanstandungen auf. Das Bild ist über die gesamten Prüfzeiträume hinweg jedoch weniger eindeutig: Hier zeigt sich, dass sich die Beanstandungen über alle Unternehmensgrößen hinweg recht ähnlich verteilen.
Es zeigt sich, dass zwei von drei Prüffällen in Modul 2 Beanstandungen aufzeigen - bei zugleich hoher geprüfter Fördersumme. Aufgrund der geringen Fallzahl von nur drei Prüfungen, ist die Aussage vorsichtig zu interpretieren. Ein Risikoindikator könnte hier die hohe Komplexität der Maßnahmen sein, die mit der hohen Komplexität der technischen Fördervoraussetzungen korrespondiert. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Beanstandungen je gefördertem Euro in Modul 4 am geringsten sind. Dies lässt sich unter anderem damit begründen, dass hier in der Regel ein zugelassener Energieeffizienz-Experte in die Antragsstellung eingebunden werden muss.
Monitoring stärkt Programmintegrität und Antragsstellung
Das Monitoring ermöglicht einen differenzierten Blick auf Beanstandungen und deren Ursachen. Dabei lassen sich sowohl leichte formale Abweichungen als auch schwerwiegendere Fälle erkennen. Solche Erkenntnisse helfen, typische Fehlerquellen zu identifizieren und ermöglichen präventive Maßnahmen. Hinweise zur Antragstellung und zu technischen Anforderungen können dadurch gezielter formuliert werden. Die Prüfungen sind damit nicht nur Kontrolle, sondern auch ein Steuerungsinstrument.
Wachsende Prüfbreite stärkt Aussagekraft
Mit 16,19 Mio. Euro geprüfter Fördersumme im ersten Halbjahr 2025 unterstreichen die Prüfungen ihre Bedeutung für die Programmintegrität.
Mit der zunehmenden Breite der Prüfungen steigt auch die Aussagekraft des Monitorings. Seit Mitte 2025 werden zusätzlich KfW-Fälle in die Förderprüfungen einbezogen. Ab 2026 kommt außerdem der Förderwettbewerb des VDI/VDE-IT hinzu. Dadurch erweitert sich die Datengrundlage für die Auswertung der EEW-Förderprüfungen und die Aussagekraft des Monitorings steigt weiter.