Deutsch-Polnisches Energiewendeforum 2025
3. Deutsch-Polnisches Energiewendeforum
Gemeinsam mit der Deutschen Botschaft in Warschau und der AHK Polen haben KAPE und dena am 3. Dezember 2025 zum 3. Deutsch-Polnischen Energiewendeforum nach Warschau eingeladen.
Über 100 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Think Tanks und Wissenschaft folgten auch in diesem Jahr der Einladung zum Jahrestreffen der Deutsch-Polnischen Energieplattform im Auftrag des Auswärtigen Amtes. Unter dem Motto „Eine starke Partnerschaft für Europas Energiesicherheit“ diskutierten sie aktuelle energiepolitische Herausforderungen in beiden Ländern und in Europa. Ein besonderer Fokus lag auf der der Chancen für eine wettbewerbsfähige Industrie durch Dekarbonisierung, einer stärkeren Vernetzung mittels Interkonnektoren und dem Schutz von Energieinfrastruktur.
Am Vorabend fand auf Einladung des deutschen Botschafters in Warschau, Miguel Berger, ein feierlicher Empfang für die Teilnehmenden des Forums in der Deutschen Botschaft in Warschau statt. Wie im Vorjahr wurde das Rahmenprogramm durch einen Austausch zwischen Think Tanks beider Länder ergänzt, der in Kooperation mit Germanwatch stattfand und sich sozialen Aspekten der Energiewende widmete. An dem Dialog beteiligten sich zudem Vertreterinnen und Vertreter des polnischen Klima- und Umweltministeriums sowie des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE).
Bilaterale Zusammenarbeit als Schlüssel zu Energiesicherheit in Europa
Eröffnet wurde das Forum von Krzysztof Bolesta, Staatssekretär im polnischen Ministerium für Klima und Umwelt sowie Marcus Hicken, Beauftragter für Energieaußenpolitik, Klima und Sicherheit im Auswärtigen Amt. Beide hoben die Wichtigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland für die Energiesicherheit in Europa hervor, die auch zwei Tage zuvor bei den Deutsch-Polnischen Regierungskonsultationen in Berlin ein zentrales Thema war.
Auch in den anschließenden Podiumsdiskussionen wurde wiederholt deutlich, dass die grenzüberschreitende Kooperation zwischen beiden Ländern eine Schlüsselrolle für eine sichere und resiliente Energieversorgung Europas spielt. Eine Vertiefung der bilateralen Kooperationen – insbesondere beim Ausbau der Stromnetze, bei der Dekarbonisierung der Industrie sowie beim physischen Schutz kritischer Infrastruktur – ist daher essenziell, um das europäische Energiesystem widerstandsfähiger gegenüber äußeren Bedrohungen zu machen und zugleich unabhängiger von fossilen Importen zu werden.
Deutschland und Polen stehen dabei vor ähnlichen Herausforderungen, haben jedoch unterschiedliche Wege gewählt, um ihre Energiesysteme zu transformieren und die europäischen Klimaziele zu erreichen. Das Deutsch-Polnische Energiewendeforum bietet einen wichtigen Rahmen, um jeweilige Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu identifizieren.
So wurde neben dem bereits bekannten grenzüberschreitenden Fernwärmeprojekt „UNITED HEAT“ in Görlitz und Zgorzelec mit „TWIN HEAT“ eine weitere Kooperation zwischen den Grenzstädten Frankfurt/Oder und Słubice vorgestellt. Mit dem Projekt, das von der Deutsch-Polnischen Energieplattform unterstützt wird, wollen beide Städte ihr Fernwärmenetze miteinander verbinden, effizient gemeinsam nutzen und schrittweise dekarbonisieren.
4. Deutsch-Polnisches Energiewendeforum findet in Berlin im Sommer 2026 statt
Beim kommenden 4. Deutsch-Polnischen Energiewendeforum im Sommer 2026 wird dieser wichtige Dialog in Berlin fortgeführt. Informationen hierzu werden in den kommenden Wochen hier und auf unserem LinkedIn-Kanal bekannt gegeben. Bei Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf d-p-plattform(at)dena.de.