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Ardagh Glass Packaging

NextGen Furnace

Im niedersächsischen Obernkirchen betreibt die britische Firma Ardagh Glass Packaging (AGP) ihren NextGen Furnace zur Glasschmelze um Glasverpackungen zu produzieren. Die offizielle Inbetriebnahme des NextGen Furnace erfolgte am 9. November 2023. Die Schmelzwanne produziert zunächst braune Bierflaschen mit Volumina von 250 ml bis 500 ml.

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Projektbeschreibung

Bisherige Schmelzöfen nutzen einen Energie-Mix aus 90 Prozent Erdgas und 10 Prozent Elektrizität. Im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse einer typischen 330-ml-Glasflasche wurde ermittelt, dass die konventionelle Herstellung 140,1 g CO2 erzeugt. Der NextGen-Ofen benötigt heute einen Energie-Mix von 60 Prozent Elektrizität und 40 Prozent Gas. Das Unternehmen Ardagh möchte den Elektrizitätsanteil in Zukunft auf 80 Prozent erhöhen. Der Ofen schmilzt Glas in kommerziellem Maßstab von bis zu 350 Tonnen pro Tag bei einem Recyclingglas Anteil von bis zu 70 Prozent. Ein Power Purchase Agreement mit der Sunnic Lighthouse GmbH sichert für den NextGen-Ofen die längerfristige Lieferung von Solarenergie. AGP-Europe verfolgt das Ziel, bis 2030 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzusteigen. Die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens sieht vor, die Scope-1- und Scope-2-CO2-Emissionen bis 2030 um 42 Prozent im Vergleich zu 2020 zu reduzieren.

Mit dem NextGen Furnace und mit einem Anteil von 80 Prozent erneuerbarem Strom lassen sich die THG-Emissionen auf 43g CO2 senken, was einer prozentualen Einsparung der Scope-1-, 2- und 3-Emissionen von 69 Prozent entspricht. Die Technologie wurde von SORG bereitgestellt und steht für alle Glashersteller zur Verfügung. Für die Zukunft ist eine Verbrennung von Wasserstoff geplant, um die verbleibenden 20 Prozent der Erdgasfeuerung zu ersetzen.

Angaben zum Unternehmen 
UnternehmensnameArdagh Glass Packaging
Land/BundeslandDeutschland / Niedersachsen
BrancheGlasverpackungen
Bewertungskriterien zum Projekt
EnergieeffizienzSenkung des Energieverbrauchs

mehrere 10.000 MWh / Jahr

Prozentuale Energieeinsparung

> 20 %

KlimaschutzCO2-Einsparung

18.071 Tonnen CO2e / Jahr

WirtschaftlichkeitInvestitionen

n / a

Amortisationszeit

> 8 Jahre

FörderprogrammeBMWK-Zuschuss aus dem Programm „Dekarbonisierung der Industrie“.
ÜbertragbarkeitJa.