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Speaker

Thomas Losse-Müller

Direktor, Stiftung Denkfabrik Klimaneutralität

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Solidarisch statt fragmentiert: Daseinsvorsorge in der Wärmewende

Warme Haushalte sollten überall und für alle erschwinglich sein. Mit dem Abschluss vieler kommunaler Wärmepläne ist klar, wo Wärmenetze und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen angedacht sind. Doch die Realität zeigt: Versorger investieren lieber in wirtschaftlich attraktive Gebiete, während in anderen Gebieten die Verantwortung der Wärmwende beim individuellen Hauseigentümer liegt. Ein Grundversorger-Modell kann ein neuer Ansatz sein: Wirtschaftlich starke und schwache Versorgungsgebiete werden gemeinsam gedacht, finanziert und organisiert – solidarisch statt fragmentiert. In der Paneldiskussion liegt der Fokus auf:

  • Wer trägt die Verantwortung für eine flächendeckende, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung — Markt, Kommunen oder Bund?

  • Wie lässt sich die Umsetzung im Wärmemarkt wirtschaftlich abbilden — und ist ein Grundversorger-Modell in bestehenden Marktstrukturen umsetzbar?

  • Wie können Kommunen und Stadtwerke die Koordinationsrolle übernehmen, ohne an Kapazitäts- und Finanzierungsgrenzen zu stoßen?

09.11.2026 | 14:00 - 15:00 Kuppelsaal Wachstum

Biographie Thomas Losse-Müller

Thomas Losse-Müller ist Experte für Klimapolitik und strategische Steuerungsfragen im öffentlichen Sektor. Er verfügt über langjährige internationale und nationale Erfahrung im öffentlichen und privaten Sektor.    

Nach Stationen bei der Deutschen Bank in London (2000-2004), der Weltbank in Washington (2004-2008, 2010-2012) und der GIZ (2008-2010) war er Finanzstaatssekretär (2012-2014) und Chef der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein (2014-2017). Für vier Jahre war er Partner in der Beratung für den öffentlichen Sektor bei EY (2017-2021) und kehrte dann als Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein (2022-2024) in die Politik zurück.    

Seit April 2024 ist er einer der Direktoren der Stiftung Klimaneutralität. Thomas Losse-Müller studierte Volkswirtschaft an der Universität Köln sowie an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London.