Moderation
Solidarisch statt fragmentiert: Daseinsvorsorge in der Wärmewende
Warme Haushalte sollten überall und für alle erschwinglich sein. Mit dem Abschluss vieler kommunaler Wärmepläne ist klar, wo Wärmenetze und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen geplant sind. Doch die Realität zeigt: Versorger investieren lieber in wirtschaftlich attraktive Gebiete, während in anderen Gebieten die Verantwortung der Wärmwende beim individuellen Hauseigentümer liegt. Ein Grundversorger-Modell kann ein neuer Ansatz sein: Wirtschaftlich starke und schwache Versorgungsgebiete werden gemeinsam gedacht und finanziert – solidarisch statt fragmentiert. In der Paneldiskussion liegt der Fokus auf:
Wer trägt die Verantwortung für eine flächendeckende, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung — Markt, Kommunen oder Bund?
Wie lässt sich die Umsetzung im Wärmemarkt wirtschaftlich abbilden — und ist ein Grundversorger-Modell in bestehenden Marktstrukturen umsetzbar?
Wie können Kommunen und Stadtwerke die Koordinationsrolle übernehmen, ohne an Kapazitäts- und Finanzierungsgrenzen zu stoßen?
Biographie Nicole Pillen
Nicole Pillen ist Diplom-Ingenieurin für Gebäudetechnik und hat am Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin studiert. Von 1997-2003 war sie in der DS-Plan Ingenieursgesellschaft für ganzheitliche Bauberatung und -planung mbH (Drees & Sommer) in Berlin im Bereich Gebäudetechnik und Bauökologie, u.a. als technische Oberbauleitung beim DaimlerChrysler Projekt Potsdamer Platz sowie Planungsleistungen unter Berücksichtigung energieeffizienter Technologien in diversen Projekten (bundesweit), tätig. Ab dem Jahre 2003 war sie Beraterin bezüglich der Steigerung der Energieeffizienz der kommunalen Gebäude des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf. Seit Dezember 2003 ist Nicole Pillen in der Deutschen Energie-Agentur GmbH tätig, sammelte 15 Jahre Erfahrung in internationalen Aktivitäten im Bereich energieeffiziente Gebäude und ist seit 2022 Bereichsleiterin im Bereich der Urbanen Energiewende.