Moderation
Energieresilienz in Zeiten hybrider Bedrohungen
Unternehmen im Energiesektor sehen sich aktuell mit immer komplexeren, hybriden Bedrohungsszenarien konfrontiert: Cyberangriffe und physische Sabotagen beispielsweise greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Multiple Bedrohungen haben kaskadierende Effekte. Unterschiedliche Störereignisse treten gleichzeitig ein.
Schutzmechanismen hingegen sind organisatorisch oft getrennt. Klassisches Risikomanagement und technisch ausgelegte Redundanzen sind zwar wirksam, stoßen aber angesichts der erhöhten Bedrohungslage an ihre Grenzen. Gleichzeitig binden NIS2-Umsetzungsgesetz und KRITIS-Dachgesetz personelle sowie budgetäre Ressourcen – sowohl in Unternehmen als auch bei Behörden.
In diesem Panel diskutieren wir, wie Unternehmen des Energiesektors diese schwierigen Zeiten navigieren können. Insbesondere wollen wir folgende Fragen beantworten:
Welche Bedrohungen bestehen für Unternehmen im Energiesektor und wie gut sind sie darauf vorbereitet?
Wie bringen wir Cyberschutz und physisch-organisatorische Resilienz effektiv zusammen?
Zeigen NIS2-Umsetzungsgesetz und KRITIS-Dachgesetz den Weg für effektive Resilienz-Strategien?
Biographie Marius Dechand
Marius Dechand ist Seniorexperte für Dateninfrastruktur und Cybersicherheit bei der dena – Deutschen Energie-Agentur. Er koordiniert und verantwortet das Thema Cybersicherheit im Arbeitsgebiet Digitale Technologien und leitet dort unter anderem Cybersicherheitsübungen für den Energiesektor. Zuvor lag sein Schwerpunkt auf der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Wärmenetzen. Er studierte Sustainable Energy System Management und VWL in Groningen und Nürnberg.