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Bottom-up-Studie 

“Gebäude & Quartiere”

Wie gelingt Klimaneutralität bis 2045 vor Ort? Die Bottom-up-Studie „Gebäude & Quartiere“ der dena untersucht den Gebäudebestand in Deutschland vom Einzelgebäude bis zum Quartier. Innerhalb eines zweijährigen Studien- und Dialogprozesses analysiert sie unterschiedliche Ausgangsbedingungen, Entwicklungspfade und Auswirkungen auf lokale Infrastrukturen.

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Christian Stolte (Bereichsleiter Klimaneutrale Gebäude) und Nicole Pillen (Bereichsleiterin Urbane Energiewende) zum Thema: Fragen und Antworten zu regionalen Herausforderungen, lokalen Lösungen und zum besonderen Ansatz der Bottom-up-Studie “Gebäude & Quartiere”

Warum braucht es die Studie?

Luftaufnahme eines Wohngebiets mit Einfamilienhäusern, Straßen und Gärten

Die Gebäude- und Wärmesektoren stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen trotz sehr unterschiedlicher lokaler Ausgangsbedingungen bis 2045 klimaneutral werden. Zahlreiche Studien zeigen zwar auf übergeordneter Ebene, wie die Gebäudewende gelingen kann, liefern jedoch häufig nur begrenzt Orientierung für die konkrete Umsetzung am Einzelgebäude oder im Quartier.

Im Rahmen eines zweijährigen Studien- und Dialogprozesses untersucht die dena, welche Herausforderungen und Lösungsansätze sich unter unterschiedlichen lokalen Rahmenbedingungen ergeben. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Entwicklungen auf Gebäude- und Quartiersebene notwendig sind, um Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

Der Analyseansatz: Vom Einzelgebäude zum Quartier

Außenwand eines Backsteinhauses mit einer an der Wand montierten Klimaanlage und einem Blumentopf mit grünem Strauch davor

Die Studie analysiert anhand eines “Bottom-up-Ansatzen” den Gebäudebestand in Deutschland schrittweise vom Einzelgebäude bis zum Quartier. Grundlage ist ein Typisierungsansatz, der unterschiedliche Gebäude- und Quartierstypen anhand von Merkmalen wie Gebäudetypologie, energetischem Zustand, Bau- und Siedlungsstruktur sowie sozioökonomischen Rahmenbedingungen betrachtet. 

So können unterschiedliche lokale Ausgangsbedingungen sichtbar gemacht und deren Auswirkungen auf Infrastruktur, Kosten, Investitionen und Klimaneutralität analysiert werden.

Betrachtungsdimension des Bottom-up-Ansatzes

Was ist ein Bottom-up-Ansatz?

Ein Bottom-up-Ansatz (von unten nach oben) in einer Studie bedeutet, dass die Analyse auf der kleinsten, detailliertesten Ebene beginnt. Anstatt von globalen Trends auszugehen, werden kleine Einzeldaten gesammelt und Stück für Stück zu einem großen Gesamtbild zusammengefügt. Dabei werden anhand von Daten schrittweise Kategorien und Muster definiert, um Modelle und Szenarien aufzubauen. 

Die drei Bausteine des Projekts

  1. Studie: Zentrale wissenschaftliche Analyse von Gebäuden, Quartieren und lokalen Infrastrukturen 

  2. Exkurse: Vertiefende Analysen zu ausgewählten Themen wie Finanzierung, Infrastruktur oder Quartiersansätzen

  3. Debattenpapiere: Externe Perspektiven und Einordnungen zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen

Ergänzend zu den Exkursen können Projektpartner oder externe Akteure Debattenpapiere erstellen. Diese machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar, geben die Position der jeweiligen Verfassenden wieder und werden auf der Projektseite der dena verlinkt.

Zeitplan der Bottom-up-Studie

Studienphase 1 (ab November 2026): Entwicklung eines Basisszenarios sowie erste Erkenntnisse

  • Konzeption der Bottom-up-Studie
  • Datenerhebung Gebäude- und Quartiersbestand
  • Modellentwicklung lokale Wärmewende
  • Basisszenario Klimaneutralität 2045
  • Kernergebnisse der Bottom-up-Studie

Studienphase 2 (ab November 2027): Vertiefende Analysen und finale Studie

  • Szenarien Klimaneutralität 2045
  • Sensitivitätsanalyse: Alternative Transformationspfade 
  • Vertiefende Analyse auf Grundlage des Modells
     

Über das Projekt und den Beirat

Die Bottom-up-Studie wird durch einen zweijährigen fachlichen Dialogprozess begleitet, in den Akteure aus Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Verbänden ihre Perspektiven einbringen.

Ergänzend richtet die dena einen Beirat mit rund 40 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wohnen, Bauen, Energie und Gesellschaft ein. Dieser begleitet die Studie und unterstützt dabei, zentrale Fragestellungen und Ergebnisse praxisnah und anschlussfähig zu gestalten.