Wärmepumpen
Angebot Nachfrage Marktanteil Kosten
Wärmepumpen nutzen die in der Umwelt gespeicherte Wärme – etwa aus Luft, Wasser oder Erdreich – und heben sie mit Hilfe von elektrischer Energie auf Temperaturen, die für Heizung und Warmwasserbereitung erforderlich sind. Auf diese Weise können sie je nach Wärmequelle die drei- bis fünffache Menge der eingesetzten elektrischen Energie als nutzbare Wärme bereitstellen. Wärmepumpen, die das Erdreich oder das Grundwasser als Wärmequelle nutzen sind dabei effizienter als Wärmepumpen die der Außenluft Wärme entziehen. Wird die benötigte elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen wie Photovoltaik bereitgestellt, erfolgt die Wärmeerzeugung CO₂-neutral und komplett ohne fossile Brennstoffe. Wärmepumpen haben sich im Neubau bereits als Standardheizsystem etabliert, lassen sich aber auch in Bestandsgebäuden einsetzen, um ältere Heizungen zu ersetzen.
Angebot
Steigendes Angebot trifft auf begrenzte Umsetzungskapazitäten
In den letzten Jahren hat sich das Angebot an Wärmepumpen in Deutschland deutlich ausgeweitet. Die Branche beschäftigt inzwischen rund 70.000 Personen und viele Hersteller haben ihre Produktionskapazitäten in den vergangenen Jahren erhöht (bwp, 2025). Trotz der gestiegenen Kapazitäten bleibt die Umsetzung vor Ort ein Engpass. Aufgrund der hohen Auslastung im Handwerk kommt es teils zu Verzögerungen bei der Installation. Um das vorhandene Angebot besser zu nutzen und den Markthochlauf zu beschleunigen, sollten Prozesse im Handwerk durch Qualifizierungsmaßnahmen und den verstärkten Einsatz digitaler Werkzeuge gezielt optimiert werden.
Nachfrage
Nachfrage nach Wärmepumpen erholt sich stark
Nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2024 hat sich die Nachfrage nach Wärmepumpen in Deutschland 2025 spürbar erholt. Im ersten Halbjahr 2025 lag der Absatz rund 55 % über dem Vorjahresniveau (bwp, 2025). Trotz dieses Aufschwungs bleibt die Nachfrage weiterhin unter dem Ziel der Bundesregierung, die den flächendeckenden Einsatz klimafreundlicher Heiztechnik fördern möchte. Um die Nachfrage weiter zu stärken, braucht es stabile und verlässliche Rahmenbedingungen bei der Förderung. Bestehende Programme sollten langfristig angelegt werden, um Planungssicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher zu schaffen. Gleichzeitig sind gezielte Informationsangebote notwendig, um die Vorteile von Wärmepumpen verständlich zu vermitteln und Vertrauen in die Technologie zu fördern.
Marktanteil
Wärmepumpen erstmalig meistinstallierte Heiztechnologie
Der Marktanteil von Wärmepumpen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, mit Ausnahme des Jahres 2024. Seit 2023 liegt ihr Anteil am gesamten Heizungsmarkt konstant über 25 %. Im Jahr 2025 waren Wärmepumpen erstmals die meistinstallierte Heiztechnologie, auch wenn der Gesamtabsatz von Heizungen im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt rückläufig war. Im Neubau hat sich die Wärmepumpe längst als dominante Technologie etabliert, und auch im Gebäudebestand gewinnt sie zunehmend an Bedeutung, da ihre Nutzung bei Sanierungen stetig zunimmt. Diese Entwicklung unterstreicht die strukturelle Verschiebung hin zu klimafreundlichen Heizsystemen. Ein klares politisches Bekenntnis kann diesen Prozess weiter voranbringen.
Kosten
Materialkosten treiben Wärmepumpenpreise
Seit 2021 sind die Kosten für Wärmepumpen in Deutschland um 70 bis 80 % gestiegen, was die Investitionshürde für viele Haushalte deutlich erhöht (Quelle, XXXX). Ursachen dafür liegen unter anderem in steigenden Material- und Energiepreisen sowie in Kapazitätsengpässen bei der Installation. Um die Kosten langfristig zu senken, können Standardisierung und Vereinfachung der Technik eine wichtige Rolle spielen. Einheitliche Komponenten und modulare Systeme erleichtern sowohl Produktion als auch Installation. Gleichzeitig kann eine Beschleunigung der handwerklichen Prozesse dazu beitragen, Zeit- und Personalkosten zu reduzieren.