Osteuropa & Zentralasien

In den osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern entwickelt sich das Bewusstsein für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zunehmend. Das Pariser Klimaabkommen strahlt auch in diese Länder aus und setzt Impulse. Zudem haben die meisten Regierungen inzwischen erkannt, welche Bedeutung die Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien für die Entwicklung ihrer Volkswirtschaften hat.

Dabei bestimmen die unterschiedlichen landesspezifischen Voraussetzungen hinsichtlich der vorhandenen Energieressourcen oftmals die Ausrichtung der Maßnahmen und die Intensität der Aktivitäten. In einigen Ländern sind die Ressourcen an Energieträgern so hoch, dass es bis vor wenigen Jahren nur wenig Interesse gab, tätig zu werden. Andere Länder sind auf Energieimporte angewiesen und bemüht, den Energieverbrauch zu senken und verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen.

Obwohl mehr Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien schon Teil der politischen Agenden sind, gibt es bei der praktischen Umsetzung nach wie vor viele Herausforderungen: So zum Beispiel im Wohngebäudebereich mit oftmals schwierigen Eigentümer- beziehungsweise Managementstrukturen und zum Teil subventionierten Energiekosten. Oder auch die Regelung zur Einspeisung erneuerbarer Energien in bestehende Netze reicht nicht aus.

Rahmenbedingungen, die Energieeffizienz und erneuerbare Energien fördern, wie etwa Standards und Finanzierungsmöglichkeiten für Effizienzmaßnahmen, müssen erst noch geschaffen beziehungsweise ausgebaut werden – ein wichtiger Ansatzpunkt für die Arbeit der dena in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens.


Unsere Länderschwerpunkte

Länderschwerpunkt

Länderschwerpunkt Kasachstan

Um die Energieeffizienzziele zu erreichen, sollen in Kasachstan in den nächsten Jahren systematisch Energieaudits durchgeführt, Effizienztechnologien und Energiemanagementsysteme begünstigt sowie gesetzliche Rahmenbedingungen und Marktinstrumente entwickelt werden.

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Länderschwerpunkt Russland

Russland gehört zu den energieintensivsten Wirtschaftsnationen der Welt. Die russische Regierung verfolgt entsprechend ambitionierte Ziele: Bis zum Jahr 2020 soll der Energieverbrauch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt um mindestens 40 Prozent gegenüber 2007 gesenkt werden.

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Länderschwerpunkt Ukraine

Um sich langfristig von Energieimporten unabhängiger zu machen, hat sich die Ukraine ehrgeizige Ziele hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energiequellen gesetzt. Bis zum Jahr 2020 sollen elf Prozent des Energiebedarfs des Landes durch alternative Energien gedeckt werden, bis 2030 20 Prozent.

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Länderschwerpunkt Belarus

Belarus verfolgt ehrgeizige energiepolitische Ziele. Vor allem die Energieeffizienz spielt eine Schlüsselrolle. Unter anderem soll bis 2020 der Heizenergiebedarf um 30 Prozent reduziert werden. Die dena unterstützt Belarus bei der Erarbeitung zeitgemäßer Effizienzstandards und bei deren praktischer Umsetzung.

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Wärmeversorgung in den Städten Osteuropas und Zentralasiens

Die Wärmeinfrastruktur in den Städten Belarus’, Kasachstans, Russlands und der Ukraine ist veraltet, der Modernisierungsbedarf groß. Mit der länderübergreifenden Dialogplattform „Urbane Energieinfrastruktur in Osteuropa und Zentralasien“ vernetzt die dena lokale Akteure und deutsche Unternehmen.

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