Urbane Energiewende: Auf die Städte kommt es an

Das Wachstum der Welt spielt sich vor allem in den urbanen Zentren ab: Schon heute leben mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten, bis zum Jahr 2050 sollen es schon sieben von zehn sein. In vielen Ländern ist die ökologische Stadterneuerung deshalb ein drängendes Thema.

Doch die Herausforderungen auf den verschiedenen Kontinenten sind zum Teil sehr unterschiedlich. Wir stellen Ihnen einige Perspektiven vor und zeigen, was die dena damit zu tun hat.

dena-Studie urbane Energiewende



14 Thesen zur urbanen Energiewende


Urbane Energiewende in Deutschland und China

In Deutschland leben bereits drei Viertel der Bevölkerung in Städten. 70 Prozent der energiebezogenen Treibhausgasemissionen gehen hier auf Städte zurück. Doch im Vergleich steht China mit seinen 66 Millionenstädten vor Herausforderungen im großen Maßstab. Werden hierzulande energetisch bestehende Quartiere saniert, entstehen im Land der Mitte ganze Städte auf dem Reißbrett.

Wir haben bei Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Deutschland und China nachgefragt, wie die urbane Energiewende vor Ort gelingen kann.

Eco-City 2017 Mayors Study Tour

Im November 2017 organisierte die dena in Zusammenarbeit mit der Chinese Society for Urban Studies die „Eco-City 2017 Mayors Study Tour“. Bürgermeister und Experten aus Tianjin, Xiangyang und Chuzhou besichtigten Referenzprojekte in Deutschland und der Schweiz, um nachhaltige Stadtentwicklung kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und deutsches Know-how auf chinesische Städte zu übertragen. Bei der 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) in Bonn nahm die zwölfköpfige Delegation am „Climate Summit of Local and Regional Leaders” teil. Weitere Stationen waren Zürich, Freiburg, Frankfurt und Essen. In Mannheim sprachen sie mit Bürgermeisterin Felicitas Kubala.

Gegenübergestellt: Klimaschutz in Magdeburg und Jingzhou

Klimaschutz in Magdeburg

„Wir zünden jetzt die zweite Stufe“

Wie können deutsche Kommunen ihre Klimaschutzziele erreichen? Über Erfolge und Herausforderungen berichtet Rolf Warschun, Umweltamtsleiter der Stadt Magdeburg, die 2013 von der dena als Energieeffizienz-Kommune zertifiziert wurde. Mehr lesen

Klimaschutz in Jingzhou/China

„Das Denken verändern“

Wie gestaltet sich die urbane Energiewende in China? Nicole Pillen, stellvertretende Bereichsleiterin Energieeffiziente Gebäude bei der dena, berichtet über die Fortschritte in der chinesischen Stadt Jingzhou. Um systematisch Energie und CO2-Emissionen einzusparen, hat Jingzhou das Energie- und Klimaschutzmanagement der dena eingeführt. Mehr lesen


Die urbane Energiewende gestalten

Für diese Herausforderungen müssen wir im Sinne der integrierten Energiewende Antworten finden – eine davon ist die vernetzte Stadt. Ein Kommentar von Andreas Kuhlmann in der e|m|w.


Urbane Energiewende: Grund zum Handeln

Ob Lebensmitteldiscounter, die Wohnungen bauen, Versandhändler, die Läden eröffnen oder Lebensmittel, die bis an die Haustür gebracht werden – das Leben in der Stadt verändert unser Konsumverhalten und so verändert der Handel unsere Städte. Doch wie tragen Handelsunternehmen zur Energiewende im urbanen Raum bei?

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Smart City oder Urbane Energiewende?

„Smart City“ beschreibt die intelligente, digital vernetzte Stadt: von der Verwaltung, über Wirtschaft und Mobilität bis hin zu Haushalten und weiteren Lebenswelten der Bevölkerung. Ist auch die Energieinfrastruktur digital vernetzt, wird die urbane Energiewende zum Teil der Smart City.

Das europäische Projekt GrowSmarter zeigt smarte Lösungen in realen Anwendungsfällen in den  Leuchtturmstädten Stockholm, Barcelona und Köln. Stockholm steht zum Beispiel vor zwei Herausforderungen: Den Charakter der Stadt zu bewahren und sie gleichzeitig weiterzuentwickeln. Emden dient als intelligente Energiestadt anderen als Vorbild.

Smart City

Stockholm

Bis 2040 soll Stockholm ohne fossile Energie auskommen. Ein weiteres wichtiges Ziel: Bürgermeistern Karin Wanngård will ihre Stadt zur "smartesten" Stadt der Welt machen. Digitalisierung und neue Technologien vereinfachen und verbessern für sie nicht nur unser Leben, sondern helfen auch bei einem "Green Change". In Ihrer Videobotschaft erklärt Karin Wanngård, wie das gelingen kann.

Smart City

Emden

Wichtiger Baustein im Konzept für die Smart City Emden im Jahr 2030 ist das Zusammenspiel von Windenergie, Elektromobilität und Speichertechnologien in einem intelligenten Stromnetz. Geplant sind Projekte, welche die Lebensqualität in der Region erhöhen, vom Breitbandinternet bis zur Emden App mit Serviceangeboten für Bürgerinnen und Bürger.

Smart City

Köln

Köln rüstet sich für die Zukunft und setzt mit dem Projekt SmartCity Cologne auf Nachhaltigkeit. Themenschwerpunkte sind dabei die Förderung und der Einsatz erneuerbarer Energien, smarte Technologien wie Smart Meter und Elektromobilität, verschiedene Konzepte zur CO2-Reduzierung sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz. Mit dem Projekt GrowSmarter soll der Stadtteil Köln-Mülheim als Blaupause für nachhaltige Stadtentwicklung entwickelt und etabliert werden.

Und was hat die dena damit zu tun?

Die dena ist seit Jahren im Kontext von Smart Cities und Urbaner Energiewende aktiv, zum Beispiel bei der energieeffizienten Straßenbeleuchtung, Energie- und Klimaschutzmanagementsystemen und den Digitalisierungsprojekten DIGI4E und Digitale Energiewelt. 

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Bildquellen:
Bild von Frankfurt (Seitenanfang): Shutterstock / travelview
Bild von Köln (Teaser): Shutterstock / S.Borisov


Bild von Emden (Teaser): iStockphoto / vora
Label Deutschland und China: Shutterstock / Koshevnyk