Projekt

Serielles Sanieren von Mehrfamilienhäusern

Mit seriellen Sanierungslösungen können Gebäude wesentlich schneller auf einen klimaneutralen NetZero-Standard saniert werden. Die Marktentwicklung für diese Komplettlösungen aus einer Hand ist Kern des dena-Projekts „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“.

Projekt-Website
BMWi

Serielle Vorfertigung und Systemgedanke senken Sanierungskosten

Das ist die Herausforderung:

Auch wenn Deutschland im Klimaschutz vielfach Vorreiter ist und viele Länder Deutschland zum Vorbild nehmen, ist der Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand noch weit, denn der Großteil ist noch nicht oder nur kaum energetisch saniert. Bestandsgebäude verbrauchen das Drei- bis Fünffache dessen, was technisch heute möglich ist. Zudem findet energetische Sanierung bisher mit einem sehr hohen Anteil manueller Arbeit auf der Baustelle statt. Durch die Komplexität des etablierten Bauprozesses ist selbst bei kleinen Gebäuden kaum eine Kostensicherheit zu Beginn der Maßnahmen gegeben. Der zunehmende Fachkräftemangel treibt Kosten und Umsetzungszeiten weiter in die Höhe. In Summe bedeuten diese Aspekte ein erhebliches Hindernis für die schnellere energetische Sanierung des Gebäudebestands.

Um diese Punkte aufzulösen, mit den relevanten Akteuren gemeinsam den Markt für hocheffiziente, innovative Komplettsanierungen zu bereiten und damit die Sanierung zum klimaneutralen Gebäudebestand weiter anzutreiben, startet die dena gemeinsam mit der Bauwirtschaft, der Bauindustrie, der Immobilienwirtschaft und weiteren Stakeholdern unter Einbindung des BMWi und der holländischen Initiative „Energiesprong“ das Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“.

Das werden wir tun:

Während der Projektlaufzeit sollen in engem Austausch mit Wohnungswirtschaft und Bauwirtschaft/ Bauindustire Markthemmnisse beseitigt und Vertrauen zwischen den Akteuren aufgebaut werden. Angestrebt ist eine schrittweise gemeinsame Marktentwicklung. Im ersten Schritt werden dazu gemeinsam Prototypen umgesetzt die zeigen, welche seriellen Sanierungslösungen sich in Deutschland umsetzen lassen.

Eine serielle Sanierung ist grundsätzlich für alle Gebäudetypen denkbar. Derzeit liegt der Fokus jedoch auf den Bestand von Wohnungsunternehmen (Mehrfamilienhäuser), da bei ihnen nur eine relativ kleine Zahl von Entscheidern über die Sanierung einer sehr großen Zahl von Gebäuden befinden kann. Eine große Zahl von Sanierungsobjekten ist Voraussetzung, um wirtschaftlich attraktive Produktionsbedingungen erreichen zu können.

Das bringt das Ganze:

Die in serieller Fertigungsweise sanierten Gebäude heben sich durch niedrigere Kosten, eine kurze Sanierungsdauer, ansprechendes Design und einem Funktions- und Einspar-Versprechen grundlegend von bisherigen Sanierungsangeboten ab.

Ziel des Projektes ist es, innovative Wohnungsgesellschaften mit smarten Bauunternehmen zu verbinden, Quartiere zu transformieren und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Die dena wird bei dem Projekt von der Non-Profit-Organisation Energiesprong unterstützt, die diesen Sanierungsansatz in den Niederlanden bereits erfolgreich entwickelt hat.

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Das Video zeigt, wie mit Hilfe von industriellen Sanierungslösungen in den Niederlanden eine wirtschaftliche Sanierungsmethode entwickelt wurde.

EU-Projekt Interreg Nordwesteuropa

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Gebäudesanierung in Europa hat sich die dena gemeinsam mit den Marktentwicklungsteams aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden erfolgreich mit dem Projektansatz „Mustbe0“ um die Aufnahme in das EU-Förderprogramm Interreg für die Region Nordwesteuropa beworben.
Im Mittelpunkt des Projekts steht der transnationale Austausch zwischen den Energiesprong-Marktentwicklungsteams, um serielle Null-Energie-Sanierungslösungen für Mehrfamilienhäuser in den vier Ländern zu entwickeln. Gemeinsam mit innovativen Wohnungsunternehmen sollen dazu mehrere Prototypen mit insgesamt 415 Wohneinheiten saniert werden. Mehrere Prototypen werden in Deutschland umgesetzt, wo Energiesprong von der dena koordiniert wird. Mit dabei sind die Arsago Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft, Baugenossenschaft Oberricklingen, VBW Bauen und Wohnen, Vonovia und die Wohnungsgenossenschaft am Vorgebirgspark. Der Energiesprong-Ansatz steht für klimaneutrale, moderne und komfortable Wohnungen, deren Sanierung durch verbesserte Prozesse und einen hohen Grad an Vorfertigung kostengünstiger und schneller umgesetzt werden kann.

Das EU-Projekt Interreg NWE „Mustbe0“ hat ein Gesamtbudget von 34 Mio. € und wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 11 Mio. € gefördert. Die Energiesprong-Initiative wird in Deutschland von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) koordiniert, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und unterstützt vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

 

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Komfortable, architektonisch ansprechende Häuser mit NetZero-Standard, die für jedermann erschwinglich und innerhalb weniger Wochen Bauzeit umsetzbar sind: Das Energiesprong-Prinzip revolutioniert den Sanierungsmarkt.

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