Förderprogramm

Evaluation des Förderprogramms „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“

Die Evaluation des Förderprogramms „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“ diente primär der Überprüfung der Zielerreichung, der Wirkung und der Wirtschaftlichkeit des Förderprogramms.

Partner

Die Bundesregierung hat sich in ihren Beschlüssen vom 28. September 2010 und 6. Juni 2011 ambitionierte Ziele zur Erhöhung der Energieeffizienz gesetzt. Mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) am 3. Dezember 2014 wurden diese Ziele bekräftigt. Da auch Industrie und Gewerbe hohe Potenziale für Energieeffizienzmaßnahmen bieten, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in den letzten Jahren mehrere Förderprogramme für Unternehmen aufgesetzt. Ein Ziel dieser Förderprogramme ist, die Markteinführung hocheffizienter Querschnittstechnologien voranzutreiben. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten durch die Förderung Anreize, verstärkt in solche Technologien zu investieren.

Evaluation des Förderprogramms „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“

Angelegt als Investitionskostenzuschuss für KMU soll das 2012 gestartete Förderprogramm Unternehmen aus Industrie, Gewerbe und dem Dienstleistungssektor dazu anreizen, wirtschaftliche Energieeffizienzpotenziale bei Querschnittstechnologien selbständig zu erschließen. Gefördert werden investive Maßnahmen, die die Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien erhöhen. Hierzu zählen Ersatzinvestitionen in Einzelmaßnahmen sowie in die Optimierung energieverbrauchender Systeme oder Teilsysteme, um den Energieverbrauch zu senken.

Um den Erfolg des Förderprogramms zu überprüfen, hat das BMWi dessen Evaluierung im Sommer 2015 ausgeschrieben, worauf die dena den Zuschlag erhalten hat. Das primäre Ziel der Evaluierung war, die Zielerreichung, Wirkung und Wirtschaftlichkeit des Förderprogramms zu bewerten. Dafür und für künftige Folgeevaluierungen hat die dena ein passgenaues methodisches und prozessuales Evaluierungsmodell entwickelt und angewendet. Darüber hinaus hat sie aus den Ergebnissen Empfehlungen abgeleitet, um das Förderprogramm weiterzuentwickeln, effizient abzuwickeln und zu vermarkten.

Für die Evaluation hat die dena den vorhandenen Datenbestand zum Förderprogramm, insbesondere die Fördermitteldatenbank, ausgewertet. Weitere Erkenntnisse wurden aus einer zusätzlichen Datenerhebung gewonnen. Diese umfasste eine Befragung geförderter Unternehmen und einer Kontrollgruppe sowie Interviews mit Experten und Programmbeteiligten.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erfolgte eine thematische Analyse anhand von Indikatoren. Es wurde ein Wirkungsmodell erstellt, das Antworten zur Zielerreichung, der Wirkung sowie der Wirtschaftlichkeit des Förderprogramms gab. Darauf aufbauend wurden Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Förderprogramms und zur zukünftigen Erfolgskontrolle entwickelt.

Ergebnisse und Empfehlungen der dena-Evaluation

Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum (10/2012 bis 11/2015) knapp 35.500 Förderanträge gestellt und rund 12.500 Unternehmen mit einer Gesamtsumme von 73 Mio. Euro gefördert. Dadurch konnten über 360 GWh/a elektrische und 45 GWh/a thermische Energie eingespart werden. Daraus ergibt sich eine jährliche CO2-Einsparung von mehr als 220.000 Tonnen. Unter Annahme gleichbleibender Rahmenbedingungen geht die dena davon aus, dass das Förderprogramm bis 2020 eine CO2-Einsparung in Höhe von rund 0,79 Mio. Tonnen erreichen kann.

Obwohl die dena das Förderprogramm insgesamt als erfolgreich bewertet und die geförderten Unternehmen mehrheitlich zufrieden oder sehr zufrieden mit dessen Ausgestaltung und Fördergegenstände sind, wurden auch einige Defizite identifiziert: Neben der Qualität der geprüften Energieeinsparkonzepte − die meisten erhielten die Bewertung „ausreichend“ − besteht Nachholbedarf an der Kommunikation des Förderprogramms. Zentrale Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Förderprogramms sind daher eine stärkere Qualitätssicherung der Energieeinsparkonzepte und eine passgenauere Kommunikation zum Förderprogramm, beispielsweise durch eine stärkere Einbeziehung von Kammern, Verbänden, Fachmedien, Lieferanten und Herstellern in kommunikative Aktivitäten.

Weitere Handlungsempfehlungen sind beispielsweise, die Fördergegenstände um den Bereich Abwärme zu ergänzen − dies ist in der neuen Förderrichtlinie vom Mai 2016 bereits enthalten − und die maximal förderfähigen Investitionskosten im Modul Einzelmaßnahmen zu erhöhen. Die dena hat davon abgeraten, die Fördersätze zu reduzieren – auch dies wurde in der Förderrichtlinie vom Mai 2016 berücksichtigt.

Das Projekt hatte eine Laufzeit vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. November 2016.

Aktuelle Meldungen

Wo Sie uns treffen

Berlin

Energieeffizienz-Netzwerke - vielfältig, erprobt und auf gutem Wege

Zur Vorschau

Berlin

dena-Symposium "Must-Run und Gesicherte Leistung"

Zur Vorschau

Brüssel

Powerfuels in the European energy transition: The need for effective regulation

Zur Vorschau

XV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz

Zur Vorschau

dena Energiewende-Kongress

dena Energiewende-Kongress

Zur Vorschau
Energiesysteme

Umbau mit Blick fürs Ganze

Das Energiesystem von morgen muss viele unterschiedliche Herausforderungen meistern. Um eine konstante Versorgung mit erneuerbaren Energien zu gewährleisten, bedarf es einer intelligenten Verknüpfung von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch.

Social Media

Abonnieren Sie unseren Newsletter