EnTrans

China hat angekündigt, bis 2060 CO2-Neutralität erreichen zu wollen. Ab 2030 sollen die CO2-Emissionen in der Volksrepublik nicht mehr steigen. Das sind wichtige Schritte im Kampf gegen den Klimawandel und für den Erfolg der globalen Energiewende. Mit dem Projekt EnTrans (Sino-German Energy Transition Project) unterstützen die GIZ, die dena und Agora Energiewende chinesische Entscheidungsträger und Think Tanks bei der Umsetzung der Energiewende und bei der Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem.

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Das ist die Herausforderung:

CO2-Neutralität bis 2060 ist ein ambitioniertes Ziel für die größte Volkswirtschaft der Welt. Die Energieversorgung in China hängt nach wie vor stark von Kohle ab, Wind- und Solarenergie tragen aktuell nur etwa zehn Prozent zur Stromerzeugung bei. Allerdings macht der Ausbau der erneuerbaren Energien große Fortschritte: Allein 2020 hat China 72 GW Erzeugungsleistung in Form von Windenergieanlagen und 48 GW Solaranlagen zugebaut. Im Lauf der nächsten Jahre wird das Land sein Energiesystem umgestalten und große Mengen fluktuierender erneuerbarer Energien integrieren müssen, um diesem Trend Rechnung zu tragen.

Das tun wir:

Die effiziente Integration fluktuierender erneuerbarer Energien in das Energiesystem erfordert ein intelligentes Stromnetz, Flexibilität, ein Marktdesign zur Koordinierung der vielen relativ kleinen Erzeugungseinheiten, Spielräume für dezentrale Lösungen und eine stärkere Kopplung der Sektoren. Deutschland hat Erfahrung bei der sicheren und effizienten Integration erneuerbarer Energien und entwickelt innovative Lösungen, um ein klimaneutrales Energiesystem zu erreichen.

Mit dem Projekt EnTrans fördern die GIZ, die dena und Agora Energiewende den Wissensaustausch zwischen Deutschland und China. Die dena beteiligt sich an fünf Arbeitsgruppen zu folgenden Themen:

  • Flexibilität und Netzplanung
  • Wasserstoff
  • dezentrale Energiewende
  • Energiemärkte
  • Energieeffizienz in der Industrie.

Mit Studien, Workshops und direkten Gesprächen soll der Wissensaustausch zwischen deutschen und chinesischen Expertinnen und Experten gefördert werden, um gemeinsam zielgerichtete Empfehlungen zur erfolgreichen Weiterentwicklung des chinesischen Energiesystems zu erarbeiten.

Das Projekt EnTrans ist Teil der Deutsch-Chinesischen Energiepartnerschaft (EP) und unterstützt vor allem den Austausch zwischen deutschen und chinesischen Think Tanks. Die Energiepartnerschaft ist die zentrale Plattform des Dialogs zu Energiethemen zwischen beiden Ländern und soll die Verbindung zwischen China und Deutschland stärken. EnTrans baut auf einem Projekt zur Transformation des Energiesystems in China auf, das die dena gemeinsam mit der GIZ und dem chinesischen Thinktank CNREC (China National Renewable Energy Center) und anderen Partnern zwischen 2016 und 2019 umsetzte.

Das bringt das Ganze:

Das Projekt soll zur erfolgreichen Integration erneuerbarer Energien in das chinesische Energiesystem beitragen und damit das Ziel der Kohlenstoffneutralität bis 2060 unterstützen. Dies wäre ein großer Erfolg bei der gemeinsamen Anstrengung, weltweit CO2-Emissionen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in der EnTrans-Projektbroschüre der Deutsch-Chinesischen Energiepartnerschaft. (Auf Englisch)

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