dena-Plattform Systemdienstleistungen

Erneuerbare Energien, Speicher und andere alternative Erbringer von Systemdienstleistungen können und müssen zukünftig mehr zur Sicherheit und Stabilität des Stromsystems beitragen. Um die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür effizient und rechtzeitig zu schaffen, bündelt die dena-Plattform Systemdienstleistungen Ergebnisse der verschiedenen Einzelaktivitäten im Themenfeld zukünftiger Systembetriebe, benennt offene Handlungsfelder und befördert den Austausch zwischen Experten sowie die Kommunikation an die interessierte Fachöffentlichkeit.

Zielstellung der dena-Plattform Systemdienstleistung

Die dena-Plattform Systemdienstleistungen versteht sich als zentrales Bindeglied zwischen Marktakteuren (Netzbetreiber, Anlagenbetreiber, Hersteller etc.), Behörden, Politik und Fachöffentlichkeit. Im Themenfeld Systemdienstleistungen werden Herausforderungen und Lösungsansätze vor deren technischem Hintergrund fundiert analysiert und hinsichtlich ihrer ökonomischen und gesellschaftlichen Konsequenzen bewertet. Die stakeholderübergreifenden Diskussionen haben das Ziel, eine Brücke von technischen Themen zu politischen Themen zu schlagen.

Im Hinblick auf das Ziel der Bundesregierung einen Anteil erneuerbarer Energien von 80 Prozent am Bruttostromverbrauch im Jahr 2050 zu erreichen, unterstützt die dena-Plattform Systemdienstleistung diesen grundlegenden Transformationsprozess aktiv und liefert dabei folgenden Beitrag:

  • Erarbeitung eines Zielsystems für die langfriste Ausgestaltung von Systemdienstleistungen und der Zusammenarbeit der hierfür erforderlichen Akteure
  • Identifikation kurzfristigen Handlungsbedarfs bei der Weiterentwicklung von Systemdienstleistungsprodukten
  • Erhöhung der Transparenz im Themenfeld durch Konsolidierung von Studien- und Untersuchungsergebnissen
  • Quantitatives, Kennzahlen-gestütztes Monitoring der Systemtransformation
  • Analyse und Diskussion  von im (europäischen) Ausland gewählten Lösungsansätzen zum Betrieb von Stromnetzen mit einem hohen Anteil dezentraler, volatiler Erzeugungsanlagen
  • Kommunikation von Ergebnissen und Handlungsempfehlungen in Richtung Politik und interessierte Fachöffentlichkeit.

Zur Erreichung dieser Ziele bündeln wir die Arbeiten in den folgenden drei Arbeitspaketen:

Das aktuelle Stromsystem befindet sich gerade im Umbruch hin zu einem dezentraleren, intelligenteren aber auch wesentlich komplexeren System. Es ist wichtig, Lösungen für diesen Umbruch zu entwickeln, die vom Ziel her gedacht sind. Dazu sollen die Anforderungen und Bedürfnisse von Netznutzern identifiziert und analysiert werden, um auf dieser Basis eine geeignete Entwicklung von Systemdienstleistungsprodukten und Schnittstellen zwischen den Akteuren zu erarbeiten. Im Rahmen von Arbeitspaket 1 sollen Ausprägungsoptionen eines solchen Ziel-Stromsystems „3.0“ untersucht werden.

Die Entwicklung im Themenfeld Systemdienstleistungen verläuft mit einer hohen Dynamik. Eine Vielzahl von Studien erscheinen mit teils ergänzenden, teils widersprüchlichen Aussagen im In- und Ausland. Oft fehlt die Zeit diese Erkenntnisse zu konsolidieren und richtig einzuordnen. Um aber bei kurzfristigem Handlungsbedarf die richtige Entscheidung treffen zu können, ist diese Einordnung notwendig. Das Arbeitspaket 2 soll mit Veranstaltungsformaten und Impulspapieren den Raum schaffen, in dem neue (und ggf. widersprüchliche) Ergebnisse diskutiert werden können.

Schon im Rahmen der dena-Studie Systemdienstleistungen 2030 wurde gezeigt, dass bereits heute für alle Arten von Systemdienstleistungsprodukten technische Lösungsmöglichkeiten existieren, um auch künftig eine sichere und zuverlässige Stromversorgung gewährleisten zu können. Ziel des Arbeitspakets 3 ist die quantitative Dokumentation, ob und wie eben genannte Lösungsmöglichkeiten eingesetzt werden.

Systemdienstleistungen gewährleisten eine sichere und stabile Stromversorgung. Wissenswertes hierzu finden Sie auf unserer Themenseite.

Veranstaltungen

Unsere Publikationen

Unsere Experten

Mehr zum Thema

Systemdienstleistungen

Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung wird allgemein erwartet. Was der Endverbraucher normalerweise nicht bemerkt: Dazu sind kontinuierlich... Mehr lesen

dena-Studie

Systemdienstleistungen 2030

Systemdienstleistungen werden für eine sichere und stabile Stromversorgung benötigt. Die Studie analysiert und bewertet technologische Alternativen... Mehr lesen

Interview mit dena-Experte Stefan Mischinger zu Bestandsnetzen

Wie können wir das Stromnetz besser auslasten?

Die dena und das Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) haben kürzlich ein Ergebnispapier zur höheren Auslastung des Stromnetzes... Mehr lesen

Netzflexstudie

Die dena untersucht in der „Netzflexstudie“, wie sich Speicher für die Flexibilisierung des Stromnetzes nutzen lassen. Ziel ist es, Betriebsmodelle... Mehr lesen

Systemdienstleistungen

Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung wird allgemein erwartet. Was der Endverbraucher normalerweise nicht bemerkt: Dazu sind kontinuierlich Korrekturen im Betrieb erforderlich – in dem Fall spricht man von Systemdienstleistungen.

dena-Studie

Systemdienstleistungen 2030

Systemdienstleistungen werden für eine sichere und stabile Stromversorgung benötigt. Die Studie analysiert und bewertet technologische Alternativen für die Bereitstellung von Systemdienstleistungen in einem Energiesystem mit hohem Anteil erneuerbare Energien.

Artikel

Warum sich Netzbetreiber und Energieerzeuger „blind“ verstehen – und was die dena damit zu tun hat

Die Netzbetreiber stellen mithilfe von Blindleistung und anderen Systemdienstleistungen sicher, dass Spannung und Frequenz im Stromnetz stabil bleiben. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien werden diese Leistungen immer wichtiger. Wie sollen sie künftig gestaltet sein? Wer erbringt sie? Unter welchen Bedingungen? Um Fragen wie diese zu klären, hat die dena die Plattform Systemdienstleistungen initiiert.