Demand Side Management in Baden-Württemberg

Gemeinsam mit Unternehmen aus Baden-Württemberg werden wirtschaftliche Potenziale für Demand Side Management ermittelt und deren Vermarktung in der Praxis erprobt. Ansätze für eine bessere Erschließung des Marktes für flexible Lasten werden entwickelt.

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Power on: Demand-Side-Management

das war die Herausforderung:

Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland hat in 2015 die 30%-Marke überschritten und soll weiter steigen. Dadurch wird die Stromerzeugung zukünftig stärker von Schwankungen in der Stromerzeugung geprägt werden. Deswegen ist es wichtig, dass sogenannte Flexibilitätsoptionen erforscht und erprobt werden, damit die Versorgungssicherheit in Deutschland weiterhin hoch bleibt. Die flexible Steuerung einzelner strombrauchender Prozesse von Großverbrauchern ist eine Flexibilitätsoption mit großen Potenzialen. Diese Steuerungsmechanismen werden auch Demand Side Management (DSM) genannt. Es ist wichtig, dass ihre Nutzung basierend auf wettbewerblichen Preissignalen erschlossen wird, so dass direkt möglichst kosteneffiziente Märkte entstehen. Aktuell können Großverbraucher wie z.B. Industrieunternehmen ihre Flexibilität auf den Marktfeldern Regelleistung, Intradayhandel sowie im Zuge der Verordnung zu abschaltbaren Lasten anbieten. Es ist allerdings trotz verschiedener Studien zum Thema noch nicht klar, wie viel DSM-Flexibilität zu welchem Preis in den kommenden Jahren genutzt werden kann.

das haben wir getan:

Mit dem Pilotprojekt DSM Baden-Württemberg hat die dena einen wichtigen Anstoß gegeben, um die konkreten DSM-Potenziale in Unternehmen zu analysieren und zu erschließen. Denn oftmals kennen Unternehmen die Vermarktungsmöglichkeiten noch nicht oder können nicht fundiert abschätzen, ob sich die DSM-Vermarktung für sie lohnt. Nach einer sorgfältigen Analyse der Gegebenheiten in den Unternehmen haben die am Pilotprojekt beteiligten Vermarkter Angebote für die DSM-Vermarktung erstellt. Die Unternehmen konnten dann entscheiden, ob sie an einer Umsetzung der DSM-Vermarktung interessiert sind und diese auch umsetzen. Dabei wurden sie von der dena weiter begleitet.  So sollte die Marktentwicklung für DSM unterstützt werden und gleichzeitig direkt mit den betroffenen Marktakteuren analysiert werden, was aktuell Schwierigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten sind, um die DSM-Vermarktung zukünftig zu vereinfachen. Das wegweisende Pilotprojekt wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

das bringt das Ganze:

Der Erfolg im Kleinen ist der Schlüssel zu Veränderungen im Großen. Alle Beteiligten konnten ein besseres Verständnis für die spezifischen Herausforderungen bei der DSM-Vermarktung entwickeln. Dabei sind Erlöspotenziale zwar ein wichtiger Faktor, aber lange nicht der einzige. Auch die technische Eignung der Prozesse ist wichtig, besonders ausschlaggebend ist aber auch die Bereitschaft in den Unternehmen, sich mit dem komplexen Thema DSM auseinanderzusetzen. Wenn DSM als Innovationsmöglichkeit und als Bestandteil eines zukünftigen, stärker strategisch ausgerichteten Energiemanagements verstanden wird, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Vermarktung und die positive Aufnahme und Verwendung der Vermarktungserfahrungen am höchsten. Die Ausgangsbedingungen sind dabei pro Unternehmen verschieden, so dass für eine flächendeckende Nutzung von DSM in jedem Fall noch Zeit benötigt wird und eine kontinuierliche weitere Marktentwicklung nötig ist.

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