Projekt

Deutsch-Russischer Dialog Energieeffizienz und Erneuerbare Energien

Die dena entwickelt und realisiert seit 2010 Projekte für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Russland. Ziele ist es, die Marktbedingungen für Effizienztechnologien zu verbessern, Know-how zu vermitteln und breitenmarktfähige Konzepte für Energieeffizienz in Russland zu etablieren.

Aktuelle Schwerpunkte des Deutsch-Russischen Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft liegen darin, die Energieeffizienz in Gebäuden und Kommunen zu steigern sowie die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien zur dezentralen Energieversorgung entlegener russischer Regionen zu etablieren.

Zentraler Kooperationspartner auf russischer Seite ist dabei das russische Energieministerium (Minenergo). Weitere wichtige Partner sind:

  • Russisches Bauministerium (Minstroy)
  • Russische Energie-Agentur (REA)
  • Nationales Zentrum für öffentliche Kontrolle im Bereich Wohnungs- und Kommunalwirtschaft (ZKH-Kontrol)
  • Fonds zur Unterstützung der Modernisierung der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft (Fonds ZKH)
  • Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK)
  • Verband russischer Städte
  • Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Das ist die Herausforderung

Russland verfügt als flächenmäßig größtes Land der Erde über ein riesiges Potenzial für erneuerbare Energien. In den letzten Jahren hat die russische Regierung damit begonnen, den Ausbau von Produktionskapazitäten im Bereich regenerativer Energietechnologien zu fördern, um die Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien auszubauen. Mit Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens zur Reduzierung von Treibhausgasen im Dezember 2015 rückte in Russland zudem das Thema Energieeffizienz verstärkt auf die politische Agenda und hat mittlerweile auch die Öffentlichkeit erreicht. In Russland sind durch die riesige Ausdehnung des Landes mehrere Klimazonen vorzufinden, was zur Folge hat, dass Effizienztechnologien im Gebäudebereich den regionalen Gegebenheiten angepasst werden müssen, um ihre Einsparpotenziale zu entfalten. Russland steht daher vor enormen Herausforderungen.

Das tun wir

Im Rahmen des Deutsch-Russischen Dialogs zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien initiiert und gestaltet die dena Delegationsreisen, deutsch-russische Energieforen sowie fachspezifische Workshops in enger Zusammenarbeit mit dem Energieministerium der Russischen Föderation und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Zur Förderung von Technologie- und Know-how-Transfer entwickelt die dena ein deutsch-russisches Netzwerk in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit breiter Beteiligung der Stakeholder beider Länder. Ein Schwerpunkt der Deutsch-Russischen Zusammenarbeit liegt darin, die Energieeffizienz in Gebäuden und Kommunen zu steigern. Die dena berät die russischen Partner bei der Erstellung von Standards und Normen im Bereich energieeffizientes Bauen, Qualitätssicherung in Gebäuden, Effizienztechnologien im Neubau und in der Sanierung sowie bei der Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagementsystems für Kommunen. Die dena hat zudem Fortbildungen und Qualifizierungsangebote für russische Fach- und Führungskräfte konzipiert und durchgeführt.

Das bringt das Ganze

Die dena geht die Energiewende als eine internationale Herausforderung an und zielt darauf ab, langfristig tragende Strukturen und Mechanismen in Russland zu etablieren. Mit ihrer technologieübergreifenden Systemkompetenz, einem ausgeprägten Verständnis für das Zusammenspiel von Markt und Ordnungsrecht sowie ihren Kontakten zu Wirtschaft und Politik in Russland werden Erfahrungen der Energiewende in Deutschland auf die russischen Gegebenheiten übertragen.

Chronik der Projektaktivitäten in den Kooperationsbereichen

(Auswahl)

November 2018: Energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern

Am 21. November 2018 gestaltete die dena in Moskau den Workshop „ Energetische Sanierung von seriellen Wohngebäuden – Strategie und technische Lösungen“– unterstützt vom BMWi und dem russischen Ministerium für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft.

Im Mittelpunkt des Workshops stand die energetische Modernisierung  sogenannter Plattenbauten – Mehrfamilienhäusern gebaut zwischen 1960 und 1995.

Eingeladen waren regionale Wohnungsverwaltungsunternehmen. 22 davon nahmen persönlich teil, weitere hatten die Möglichkeit über Videokonferenz die Veranstaltung ebenfalls zu verfolgen.

Präsentationen:

2018: Anpassung und Harmonisierung der Baunormen

2017: Erstellung einer Vergleichsanalyse „Energieeffizientes Bauen in Deutschland und Russland“und Vorstellung der Ergebnisse der Studie im Rahmen der Russischen Energie-Woche im Oktober 2017 in Moskau. Ebenso aktive Teilnahme an der  Sitzung des Fonds für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft (Fond ZKH) sowie am Internationalen  Bürgermeister-Summit.

2016: Veranstaltungsreihe Gebäudeenergieeffizienz „made in Germany“ in Südrussland

2016:  Empfehlungen für die russische „Roadmap“ zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden mit Zielen und Maßnahmen.

November 2016 bis November 2015: Deutsch-Russisches Energieforum in Zusammenarbeit mit dem Energieministerium der Russischen Föderation und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Internationalen Ausstellung und Konferenz „Energieeffizienz und Energieeinsparung“ (ENES) in Moskau.

(Auswahl)

Februar 2018: Panel bei der Deutsch-Russischen Kommunalkonferenz in Moskau zur „Modernisierung der Kommunal- und Wohninfrastruktur: Erfahrungen aus Deutschland und Russland.“

2017/2018: Information und Erfahrungsaustausch zu dem von der dena entwickelten und in deutschen Städten erfolgreich angewandten Energie- und Klimaschutzmanagementsystem (EKM). Für 2018 geplant ist ein Workshop mit Fokus auf das EKM-System der dena für Vertreter interessierter russischer Kommunen.

Juni 2017: Panel zu  Erfahrungen und Herausforderungen der kommunalen Energiewende bei der Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz im südrussischen Krasnodar.

Februar 2017: Empfang einer Delegation russischer Städte- und Kommunalvertreter, darunter Moskau. Deutschlandtour mit Vorträgen, Expertengesprächen und Besichtigungen.

(Auswahl)

2018/2019: Geplant ist eine Analyse zur Erhebung und Auswertung von Informationen zu dezentraler Energieversorgung unter Einbeziehung erneuerbarer Energien in ausgewählten russischen Regionen. Ziel ist die Identifikation von Regionen mit einem hohen Geschäftspotenzial für deutsche Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Photovoltaik und (Klein-)Windkraft.

November 2017: dena-Workshop „Erneuerbare Energien in Russland: Potenzial für deutsche Unternehmen in russischen Regionen“ in Zusammenarbeit mit dem russischen Ministerium für Energie (Minenergo) und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

(Auswahl)

Oktober 2013: Fortbildungsprogramm für technische Direktoren der MRSK Ural und ihrer Filialen Tscheljabenergo, Swerdlowenergo und Permenergo.

August 2012: Fachspezifisches Fortbildungsprogramm zum Thema „Netzmodernisierung – Regulierung, Organisation und Systemsicherheit“ für die russische überregionale Verteilnetzgesellschaft MRSK Ural.

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