Intelligente Messsysteme

Mit Smart Meter Richtung Zukunft

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde im Juli 2016 verabschiedet. Damit ist der Rollout von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen beschlossen. Ausgestattet mit moderner Messeinrichtung

und Smart Meter Gateway schaffen diese Systeme Voraussetzungen, unter denen schwankend verfügbare erneuerbare Energien ins Stromnetz integriert werden können. 

Zahlen & Fakten

fast 16 Mio
intelligente Messsysteme
sollen schon 2032 im Einsatz sein
ca. 35
Mio. moderne Messeinrichtungen
sollen bis 2032 installiert werden
80 %
der EU-Haushalte
sollen bis 2020 mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein
40
Mio. Privathaushalte in Deutschland
erhalten neue, intelligente Stromzähler
Intelligente Messsysteme

Smart Meter

Anfang 2017 geht es richtig los: Dann tritt das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft und führt dazu, dass der Austausch von mechanischen gegen intelligente Stromzähler Fahrt aufnimmt. Insgesamt halten die modernen Messeinrichtungen, auch Smart Meter genannt, Einzug in rund 40 Millionen deutsche Haushalte.

Um den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix kontinuierlich zu erhöhen, braucht es ein intelligentes Energiesystem. Denn die schwankende Einspeisung etwa von Solar- und Windkraft erfordert eine zeitnahe und genaue Regelung von Stromerzeugung und Stromverbrauch. Nur so lassen sich Netzspannung und Frequenz stabil halten. Intelligente Stromzähler spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Sie informieren Energieverbraucher über ihren tatsächlichen Bedarf und ermöglichen es, Erzeugung und Verbrauch optimal aufeinander abzustimmen. Somit sind Smart Meter auch ein wichtiger Baustein bei der überall im Alltag Einzug haltenden Digitalisierung der Gesellschaft.

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das am 8. Juli 2016 im Bundesrat verabschiedet wurde und zum 1. Januar 2017 in Kraft tritt, stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Rollout von intelligenten Messsystemen fest. Das Gesetz regelt unter anderem die Sicherheit, Speicherung und Nutzung der anfallenden Daten, sodass Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sind.

Zuerst werden die Messsysteme in Haushalten ausgetauscht, die eine eigene Energieerzeugungsanlage besitzen – zum Beispiel Photovoltaikanlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke. Smart Meter unterstützen solche „Prosumer“, indem sie messen, wie viel selbst erzeugten Strom sie in das Stromnetz einzuspeisen beziehungsweise wie viel Strom sie bei Bedarf aus dem Stromnetz beziehen. Auch Verbrauchseinrichtungen mit besonders hohem Stromverbrauch werden bereits in der ersten Phase des Rollouts mit Smart Metern ausgestattet.

Anschließend werden ab 2020 nach und nach alle Zähler in Deutschland getauscht. Dies soll bis 2032 abgeschlossen sein.

Die dena begleitet die Einführung von Smart Metern

Die dena begleitet die Erprobung und Einführung intelligenter Messsysteme. Dabei hat sie sowohl die technischen und ökonomischen Herausforderungen beim breiten Einsatz von Smart Metern im Blick und bringt sich mit Positionspapieren bei der Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ein. Die operative Gestaltung des Rollouts und Kosten-Nutzen-Analysen sind Gegenstand der dena-Smart-Meter-Studie. Dabei bietet sie für Betreiber von Verteilnetzen und Messstellen konkrete Handlungsempfehlungen an. Nicht zuletzt informiert die dena Verbraucher, indem sie Anwendungsfälle und Praxiserfahrungen dokumentiert, bewertet und veröffentlicht. 

Mehr zum Thema

Smart-Meter-Studie

Die dena hat unter Einbindung von Verteilnetzbetreibern in Deutschland eine Studie durchgeführt, deren Gegenstand die Ermittlung der ökonomischen Kosten des flächendeckenden Rollouts von Smart-Meter-Technologie, deren unmittelbare Nutzeneffekte (Netzdienlichkeit) und der Anforderungen an den regulatorischen Rahmen ist.

Überblick

  • Projektlaufzeit: Juli 2014
  • Partner der Studie: 11 Unternehmen (Schwerpunkt Netzbetrieb und Energieversorgung)
  • Forschungspartner: Ludwig Einhellig (Deloitte & Touche GmbH), Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz (TU Dortmund/ef. Ruhr), Prof. Dr. Gert Brunekreeft (Jacobs University Bremen)