Energieeffiziente Technologien für Industrie und Gewerbe

In Industrie und Gewerbe gibt es viele Optionen, den Energieverbrauch zu reduzieren – durch Anlagen, neue Verfahren sowie intelligente Steuerungsmethoden, die Einsparungen erlauben, kurz: durch energieeffiziente

Technologien. Das Potenzial für ihren Einsatz in Unternehmen ist groß. Die dena erhöht die Bekanntheit von Energiesparprojekten, sodass diese als Vorbilder für andere Unternehmen fungieren.

Energieeffiziente Technologien

Wege zum Energiesparen in Unternehmen

Energieeffizienzmaßnahmen in Betrieben amortisieren sich häufig schon innerhalb von drei Jahren. Industrie und Gewerbe erreichen hier gleich drei Ziele: Energiesparen senkt Kosten, trägt zum Klimaschutz bei und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit.

Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien spielt derzeit auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle – nicht umsonst gilt sie als „zweite Säule“ der Energiewende. Die Bundesregierung unterstrich dies mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) Ende 2014 sowie der Auflage eines Energieeffizienzfonds zur Förderung der rationellen und sparsamen Energieverwendung. Diese Maßnahmen unterstützen hocheffiziente Querschnittstechnologien, sprich: Anlagen, Verfahren und Steuerungsmethoden, die verglichen mit dem aktuellen Stand oder der Verbreitung der Technik signifikant weniger Energie benötigen.

Mithilfe von Spezialisten wie Energieberatern – zu finden sind diese unter www.energie-effizienz-experten.de – oder qualifizierten unternehmensinternen Experten lassen sich Einsparpotenziale, Synergieeffekte sowie passende Technologien ermitteln und in die betriebsinternen Prozesse integrieren. Dies kommt nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Unternehmen selbst zugute, denn mit den Energiekosten sinken auch die Produktionskosten. Dank der Energieeffizienzmaßnahmen erlangen die Betriebe Wettbewerbsvorteile, zugleich punkten sie bei Kunden und Geschäftspartnern durch ein umweltfreundliches Image.

Richtiger Umgang mit Abwärme steigert Energieeffizienz

Die Optimierung einzelner Prozesse in Unternehmen bietet ein beträchtliches Einsparpotenzial. Deutlich wird dies am Beispiel der Wärmeversorgung. Fast jeder verarbeitende Betrieb nutzt Wärme: zur Dampf- oder Warmwassererzeugung, für Brennöfen sowie für Trocknungsanlagen. 1.670 Petajoule bzw. 460 Terrawattstunden Energie werden jährlich für die Wärmeproduktion aufgewendet. 64 Prozent des industriellen Endenergieverbrauchs entfallen dabei auf die Prozesswärme, den mit Abstand energieintensivsten Bereich. Insgesamt lassen sich bei den thermischen Prozessen bis zu zehn Prozent Energie einsparen, was die Betriebskosten spürbar senkt.

Um das hohe Potenzial der Nutzung und Vermeidung von Abwärme sichtbar zu machen und Unternehmen aller Branchen zum Energiesparen zu motivieren, hat die dena das Projekt „Leuchttürme energieeffiziente Abwärmenutzung“ ins Leben gerufen. Die Bundesregierung stellt überdies spezielle Fördermittel bereit. 

Großes Potenzial zum Energiesparen

Die wirtschaftlichen Einsparpotenziale sind hoch und variieren je nach Technologie. So lassen sich bei der Beleuchtung bis zu 70 Prozent Energie einsparen, im Bereich Druckluft liegt das Potenzial bei etwa 50 Prozent. Bei Pumpensystemen, Kälte- und Kühlwasseranlagen sowie der Wärmeversorgung kann der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Bei Lüftungsanlagen sind es immerhin bis zu 25 Prozent. Weitere Bereiche, in denen die Prozessoptimierung der Schlüssel zum Energiesparen ist, sind Klimatisierung, Motoren und Antriebssysteme, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Anlagendämmung.

dena verhilft energieeffizienten Technologien zu mehr Sichtbarkeit

Unterm Strich ist es wichtig, die Erfolge im Bereich Energieeffizienz sichtbar zu machen, damit andere Unternehmen dem Beispiel folgen können. Im Idealfall entsteht so eine Dynamik, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten kann. Die dena sieht es als ihre Aufgabe, Erfolgsgeschichten rund um die Energieeffizienz einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Beispiel hierfür ist neben dem oben erwähnten „Leuchtturm“-Projekt der Energy Efficiency Award, der einmal jährlich verliehen wird. Siehe: www.EnergyEfficiencyAward.de.