Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Durch Kooperation mit anderen Marktteilnehmern kann es Unternehmen leichter gelingen, ihre Energieeffizienz zu steigern. Daher sind Energieeffizienz-Netzwerke wichtiger Bestandteil des Nationalen Aktionsplans 

Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung. Unternehmen können ihre Energiekosten senken, Energietransparenz im eigenen Betrieb herstellen, Know-how ausbauen und Energie-Audits vorbereiten.

Zahlen & Fakten

500
neue Energieeffizienz-Netzwerke
sollen bis Ende 2020 eingerichtet werden.
75 PJ
Primärenergie sollen durch Energieeffizienz-Netzwerke
bis Ende 2020 eingespart werden.
5
Mio. Tonnen CO2-Emissionen
sollen durch Energieeffizienz-Netzwerke bis Ende 2020 eingespart werden.
21
Wirtschafts- verbände und die Bundesregierung
tragen die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke.
Energieeffizienz-Netzwerke

Gemeinsam zu mehr Energieeffizienz

In einem Energieeffizienz-Netzwerk tauschen Unternehmen ihre Erfahrungen und Ideen aus. Ziel ist es, freiwillig und gemeinsam ihre Energieeffizienz zu steigern.

Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ist wichtiger Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Die Idee: Mehrere Unternehmen einer Region und/oder einer Branche schließen sich freiwillig zu einem informellen Netzwerk zusammen, um gemeinsam über einen Zeitraum von mehreren Jahren ihre Energieeffizienz zu steigern. Die beteiligten Unternehmen unterstützten sich gegenseitig durch einen systematischen und zielgerichteten, aber unbürokratischen Erfahrungs- und Ideenaustausch. Damit senken die Mitglieder nicht nur ihre Energiekosten und CO2-Emissionen, sondern sichern auch ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Der Netzwerkprozess

Startpunkt für den Netzwerkprozess ist in der Regel eine qualifizierte Energieberatung, in deren Rahmen eine Bestandsaufnahme über die jeweiligen Einsparpotenziale erfolgt. Dann setzen sich die Teilnehmer für die Laufzeit des Netzwerks je ein eigenes, unverbindliches Einsparziel und formulieren aus den Zielen aller Unternehmen ein Einsparziel für das gesamte Netzwerk.

Auf dieser Grundlage beginnt der Erfahrungsaustausch: Während einer vereinbarten Laufzeit treffen sich die Energieexperten aus den beteiligten Unternehmen regelmäßig, um untereinander und gegebenenfalls mit externen Fachleuten konkrete Themen und Entwicklungen zu diskutieren. Auf Wunsch finden auch gegenseitige Betriebsbesichtigungen statt. Diese Expertenrunden schaffen die Grundlage, auf der Unternehmen Investitionen zur Energiekostenersparnis beschließen.

Vorteile für Mitglieder im Energieeffizienz-Netzwerk

Deutschlandweit sollen bis Ende 2020 insgesamt 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke entstehen. Teilnehmende Unternehmen profitieren von dem Engagement, indem sie ihre Energiekosten dauerhaft senken, Transparenz über ihren Energieverbrauch herstellen, Know-how im eigenen Haus weiter ausbauen, Effizienz-Förderprogramme akquirieren, von Synergien profitieren und nicht zuletzt Flagge beim Thema Energieeffizienz zeigen. Darüber hinaus ist eine Mitgliedschaft bei einem Energieeffizienz-Netzwerk für größere Unternehmen (Nicht-KMU) eine große Hilfe bei der Vorbereitung auf die gesetzlich verpflichtenden Energie-Audits im Vier-Jahres-Rhythmus.

Evaluierungen bisheriger Netzwerke zeigen, dass Netzwerkpartner ihre Energieeffizienz im Schnitt deutlich stärker erhöhen konnten als vergleichbare Unternehmen, die sich nicht in Netzwerken zusammengeschlossen hatten. So können Unternehmen, die sich an einem Effizienz-Netzwerk beteiligen, spürbar ihre Energiekosten senken.

dena leitet Geschäftstelle der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Die dena betreibt seit Dezember 2015 die Geschäftsstelle der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke und übernimmt die fachliche und organisatorische Begleitung der Initiative. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle zählen die Entwicklung und Verteilung von Informationsmaterialien sowie die Unterstützung der Initiative bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Außerdem ist die Geschäftsstelle Ansprechpartnerin für Unternehmen, die sich für eine Mitgliedschaft in einem Energieeffizienz-Netzwerk interessieren, sowie für die Träger der Netzwerke. Auch die Information der allgemeinen Öffentlichkeit über das Konzept und die Ziele von Energieeffizienz-Netzwerken ist Teil ihrer Aktivitäten.

Empfohlene Publikation

Projekte zum Thema

Energieeffizienz-Netzwerke

Die Bundesregierung hat im Rahmen der Initiative mit 20 Verbänden und Organisationen der Wirtschaft vereinbart, gemeinsam rund 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke bis zum Jahr 2020 zu initiieren.

Überblick

  • Startjahr: 2015
  • Partner: BMWi und BMUB + 21 Wirtschaftsverbände
  • Projektdauer: 26 Monate (4.12.2015 – 31.1.2018) plus Option auf ein weiteres Jahr
  • Projektvolumen: 845.834 Euro (plus Option 394.164 Euro)
  • Projektziel: 500 Netzwerke bis 2020
  • Projektziel: 75 PJ Primärenergieeinsparung
  • Projektziel: 5 Mio. Tonnen Einsparung Treibhausgasemissionen

Energy Efficiency Award

Mit der bundesweiten Kampagne Initiative EnergieEffizienz unterstützt die dena Unternehmen und Institutionen bei der Erschließung der vorhandenen Energie- und Kosteneinsparpotenziale.

Überblick

  • Projektstart: 2007
  • 661 eingereichte Energieeffizienzprojekte
  • 8 Terrawattstunden Energieeinsparung pro Jahr
  • 44 Länder
  • 32 verliehene Awards
  • 30.000 Euro Preisgelder
  • 1 Fachjury

Geschäftsstelle Plattform Energieeffizienz

Die Plattform Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) versammelt wesentliche Stakeholder, um gemeinsam Instrumente und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Überblick

  • Projektstart: Januar 2015
  • Laufzeit: bis 30.11.2016
  • Auftraggeber: Bundeswirtschaftsministerium
  • Im Konsortium mit dem Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart