Sanierungsstrategien für große Gebäudeportfolios

Wirtschaftlichkeit ist bei der energetischen Sanierung großer Gebäudeportfolios ein zentraler Faktor. Die dena unterstützt die Wohnungswirtschaft, Kommunen und

Betreiber größerer Liegenschaften bei der Analyse ihrer Gebäudebestände und der Entwicklung der richtigen Strategie.

Sanierung größerer Gebäudebestände

Auf Wirtschaftlichkeit kommt es an

Mit diversen Hilfen erleichtert die dena Eigentümern und Verwaltern größerer Gebäudeportfolios die energetische Sanierung: Sanierungsfahrpläne etwa ermöglichen eine realistische Einschätzung darüber, wie, in welchem Zeitraum und zu welchen Kosten der Bestand sinnvoll saniert werden kann.

Wenn die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung – bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Gesamtgebäudebestand – erreicht werden sollen, müssen alle Energieeinsparpotenziale gehoben werden. Die Eigentümer und Betreiber größerer Gebäude- und Liegenschaftsbestände in Ländern und Kommunen stellt dies vor große Herausforderungen. Dies betrifft ebenso die Wohnungswirtschaft. Ein wichtiger Faktor dabei: Die energetischen Sanierungsmaßnahmen müssen wirtschaftlich, bedarfsgerecht und sozialverträglich umgesetzt werden können.

Die dena bietet Wohnungsunternehmen und Liegenschaftsverwaltern der öffentlichen Hand Know-how und Beratung. Gerade für große Liegenschaftsbestände mit zum Teil mehreren tausend Objekten ist die Entwicklung langfristig angelegter Sanierungsstrategien empfehlenswert.

Der Sanierungsfahrplan weist den Weg

Mit sogenannten Sanierungsfahrplänen (SFP) lassen sich ganze Gebäudebestände analysieren. Anhand vorab festgelegter Kriterien wie Energieeinsparung und Investitionskosten wird der Sanierungsbedarf jedes Gebäudes ermittelt. Die SFP zeigen detailliert auf, welche Objekte zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt modernisiert werden sollten und welche bereits auf einem vergleichsweise hohen Niveau sind. Eigentümer und Verwalter erhalten so einen Überblick, wie und in welchem Zeitraum sie ihren Bestand sinnvoll sanieren können, welche Kosten dabei auf sie zukommen und welche Einsparungen möglich sind.

Service rund um Contracting und Kommunen

Wer die Energieeffizienz seiner Gebäude mithilfe externer Dienstleister verbessern möchte, findet beim Kompetenzzentrum Contracting für Gebäude kompetente Beratung. Und das Energie- und Klimaschutzmanagement der dena für Kommunen hilft öffentlichen Verwaltungen dabei, eigene Schwerpunkte und Strategien zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz zu entwickeln.

Branchen und Quartiere im Fokus

Aktuell hat die dena ein branchenspezifisches Modellvorhaben gestartet, das die energetische Sanierung von Hotels und Herbergen vorantreiben soll. Zudem wird es zukünftig immer wichtiger, über die Grenzen einzelner Gebäude hinauszudenken und Quartiere, Stadtteile und sogar ganze Städte energetisch zu entwickeln. Auch diese Ziele behält die dena im Blick.

Empfohlene Publikationen

Projekte zum Thema

Bund-Länder-Dialogangebot Contracting

Energie-Contracting ist ein wirksames Instrument, um die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern. Contracting senkt die Energiekosten, sorgt für einen geringeren Energieverbrauch und niedrigere CO2-Emissionen. Somit ist es ein wichtiges Instrument für das Gelingen der Energiewende. Um die Contracting-Potenziale bundesweit zu erschließen, betreibt die dena mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Kompetenzzentrum Contracting für Gebäude.

Überblick

  • Projektbeginn: 2002
  • mehr als 30 erfolgreich initiierte Energiespar-Contracting-Projekte in Bundesliegenschaften
  • dabei Einspargarantien von etwa 15 – 60 Prozent der Gebäudeenergiekosten (durchschnittlich 39 Prozent) und durchschnittlich 37 Prozent CO2-Minderungen
  • 2010: Gründung des Kompetenzzentrums Contracting
  • etablierter Expertenkreis aus Landesenergieagenturen, Landesbehörden und -betrieben 

dena-Sanierungsfahrpläne für große Gebäudeportfolios

Die landes- und bundespolitischen Energieziele stellen die Eigentümer und Betreiber von Landesliegenschaften vor große Herausforderungen. Durch die besondere Vorbildfunktion der öffentlichen Hand entsteht für diese Institutionen ein besonderer Handlungsdruck. Die dena erstellt daher langfristig angelegte Sanierungsfahrpläne für große Liegenschaftsbestände.

Überblick

  • systematische Erhebung und Bewertung aller Daten, die für energetische Sanierungen relevant sind
  • dena hat Sanierungsfahrpläne erstellt für: Deutsche Annington, Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA)

Energieeffiziente Kommune

Eine Kommune, die weniger Energie verbraucht, spart Geld und macht sich stark für den Klimaschutz. Mit dem Projekt „Energieeffiziente Kommune“ möchte die dena Kommunen in Deutschland dazu motivieren, ein systematisches Energie- und Klimaschutzmanagement einzuführen. Kommunen, denen dies erfolgreich gelungen ist, bietet die dena eine Zertifizierung als dena-Energieeffizienz-Kommune an.

Überblick

  • Projektbeginn: 2009
  • dena veranstaltet bundesweite Beratungsreihen in zahlreichen Kommunen
  • drei zertifizierte dena-Energieeffizienz-Musterkommunen

Modellvorhaben Check-in Energieeffizienz

Die dena zeigt im Modellvorhaben die Energieeinsparpotenziale im Beherbergungswesen und deren Erschließung auf. Konkrete Sanierungsobjekte sollen als Beispiele dafür dienen, wie ein wirtschaftlich, ökologisch und sozial tragbares Konzept für die Herberge der Zukunft aussieht.

Überblick

  • Projektbeginn: 2015
  • Zahl der Teilnehmer: 30
  • Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Partner: Viessmann, Daikin
  • Medienpartner: Hotel & Technik, Superior Hotel