Ordnungsrecht für Energieeffizienz

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) macht bindende Vorgaben für energetisches Bauen und Sanieren. Sie regelt die Anforderungen an die Energieeffizienz 

eines Hauses sowie die Ausstellung und Verwendung des Energieausweises.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Richtig energetisch bauen und sanieren

Soll die Energiewende ein Erfolg werden, bedarf es verbindlicher Regelungen. Die dena setzt sich dabei für ein unkompliziertes und einheitliches Ordnungsrecht ohne Zwänge ein.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein zentrales Instrument der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik. Mit ihrer Hilfe sollen die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung erreicht werden – insbesondere ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 sowie etwa 60 Prozent Endenergieeinsparung durch Effizienzmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik im Vergleich zu 2010. Sie formuliert bauliche und heizungstechnische Anforderungen an Gebäude und legt die energetischen Standards für Neu- und Bestandsbauten bei Sanierungen fest. Die EnEV basiert auf dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und wird in ihrer Wirkung von weiteren Normen und Gesetzen wie dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) unterstützt.

Einfaches und einheitliches Ordnungsrecht

Für den Neubau ist mit der Energieeinsparverordnung ein verlässlicher Orientierungsrahmen für Gebäudeeigentümer und Planer gesetzt. Im Gebäudebestand setzt die EnEV größtenteils auf Freiwilligkeit. Wichtig ist dabei - wie im NAPE skizziert - die ordnungspolitischen Vorgaben zu vereinfachen und die Förderung flankierend dazu noch attraktiver zu gestalten.

Dass Ordnungspolitik planbare und zuverlässige Perspektiven schafft, ist im Sinne der dena. Sie setzt sich dafür ein, dass das Ordnungsrecht klare Ziele definiert, dabei aber technologieoffen sowie energieträgerneutral bleibt und größtmögliche Freiheiten gewährt. Die dena unterstützt daher ein (bundes-) einheitliches und möglichst einfaches Ordnungsrecht.

In diesem Sinne organisiert die dena unter anderem Fachdialoge und Expertentische für Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Damit begleitet sie die Weiterentwicklung der rechtlichen Anforderungen wie etwa der EnEV sowohl inhaltlich als auch politisch.

Energieeffizienz steigern durch Aufklärung

Akzeptanz für energieeffizienzsteigernde Maßnahmen im Gebäudebereich sind durch umfassende Information, kompetente Beratung sowie fachgerechte Planung in Kombination mit gezielter staatlicher Förderung zu erreichen. Bestehende Instrumente in Ordnungsrecht, Förderung und Marktgestaltung sollten deshalb gezielt weiter ausgebaut und gestärkt werden. Zudem sollte auf Basis einer unabhängigen, qualifizierten Energieberatung ein individuelles Konzept erarbeitet werden, in dem passend zum Gebäude der richtige Energieträger und die geeignete Technologie ausgewählt werden.

EnEV-Sprechstunde für Energieberater

Damit eine qualifizierte Energieberatung gewährleistet ist, bietet das dena-Team im Rahmen des Expertenservices eine Sprechstunde für Fachleute an: Bei Fragen zu speziellen Projekten im Zusammenhang mit der EnEV bzw. der Bilanzierung können sich Energieberater montags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr telefonisch und online per Kontaktformular an das dena-Team wenden. Weitere Informationen zu EnEV, Normen und Gesetzen finden Fachleute im dena-Expertenservice.

Unsere Publikationen

Projekte zum Thema

Expertenservice

Der Expertenservice unterstützt Architekten und Energieberater bei ihrer täglichen Arbeit. Infos zu wichtigen Fachthemen werden zielgruppenspezifisch aufbereitet, Arbeitshilfen und Marketinginstrumente zur Verfügung gestellt.

Überblick

  • Projektbeginn: 2014
  • umfangreiches Online-Portal für Experten im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren
  • im Fokus: leicht verständliche Information
  • integriertes Infoportal und Hotline zu Fragen rund um EnEV, Energieausweis und Bilanzierung
  • gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

geea – die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz

Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss führender Unternehmen und Verbände aus dem Bereich Energieeffizienz im Gebäudesektor.

Überblick

  • Projektbeginn: 2011
  • Positionen und Dialog für mehr Gebäude-Energieeffizienz
  • Durchführung zahlreicher Veranstaltungen
  • Beteiligung an verschiedenen Dialogformaten
  • 2016: 5-jähriges Jubiläum
  • 2016: fast 40 Mitglieder

Informationskampagne „zukunft haus“

Was 2003 primär als Portal zur Information und Motivation der Eigentümer gedacht war, hat sich inzwischen zu einer breiten Informationskampagne und einer festen Instanz auch für Stakeholder aus Wirtschaft und Politiker sowie für die Presse entwickelt.

Überblick

  • Projektbeginn: 2003
  • Über 9.000 Newsletter-Abonnenten
  • ca. 30.000 Presseberichte mit einer Gesamtreichweite (Auflage) von 1,2 Milliarden
  • Absatz von mehr als 6,3 Millionen Informationsbroschüren
  • Kostenfreie Hotline: über 100.000 Fragen zu Energieeffizienz in Gebäuden
  • Internet: zielgruppengenaue (Verbraucher-)Informationen, rund 8 Millionen Besucher auf zentraler Internetplattform