Gebäude energieeffizient gestalten

Energieeffiziente Gebäude sind ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Die dena setzt sich daher für günstige Marktbedingungen,

energieeffiziente Dienstleistungen und Technologien ein und hilft dabei, Gebäude fit für die Zukunft zu machen.

Zahlen & Fakten

21
Millionen Gebäude
gibt es in Deutschland
35 %
beträgt der Anteil von Gebäuden
am gesamten deutschen Endenergieverbrauch
Um 80 %
soll der Primärenergiebedarf
von Gebäuden bis Ende 2050 reduziert werden
73
Milliarden Euro gaben die Nutzer
von Wohn- und Nichtwohngebäuden 2014 für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung aus
Gebäude

Keine Energiewende ohne Wärmewende

Die dena setzt sich für energetisches Bauen und Sanieren von Gebäuden und damit für den Erfolg der Energiewende ein.

Etwa 35 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf Gebäude. Insgesamt wenden die Deutschen für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung in Wohn- und Nichtwohngebäuden rund 73 Milliarden Euro auf. Der größte Anteil des Energieverbrauchs in Gebäuden entfällt auf Wohnhäuser: In Ein- und Zweifamilienhäusern werden 39 Prozent der gesamten Energie genutzt, Mehrfamilienhäuser schlagen mit 24 Prozent zu Buche. Die restlichen 37 Prozent am Gebäudeenergieverbrauch gehen auf das Konto der Nichtwohngebäude.

Gebäude bieten hohe Energieeinsparpotenziale

Der Gebäudebereich bietet große Energieeinsparpotenziale. Etwa 63 Prozent der Wohngebäude in Deutschland wurden vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1979 errichtet. Folglich sind die Effizienzpotenziale bei älteren Häusern besonders hoch: Sie verbrauchen bis zu fünf Mal mehr Energie als nach 2001 errichtete Neubauten, die einen Energieverbrauch von durchschnittlich ca. 85 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) aufweisen.

Gebäude müssen energieeffizienter werden

Als Teil ihrer ambitionierten Energieeffizienzziele hat die Bundesregierung beschlossen, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Bis 2050 soll der Primärenergiebedarf um 80 Prozent reduziert werden, der Gebäudebestand soll dann nahezu klimaneutral sein. Dafür ist es unabdingbar, die energetische Gebäudesanierungsrate von derzeit etwa ein auf mindestens zwei Prozent zu verdoppeln.

dena treibt Energiewende voran

Die dena engagiert sich dafür, dass die Energiewende auch im Gebäudebereich vorankommt. Dabei belegt sie mit ihren Pilotprojekten die Praxistauglichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen und setzt sich für eine Stärkung der Qualität bei Planung, Umsetzung und Monitoring von Effizienzmaßnahmen ein. Zudem entwickelt und betreut die dena Kommunikationsplattformen und -strategien, Kampagnen, politische Initiativen und Veranstaltungen. An der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft ist sie national und international aktiv für mehr Energieeffizienz.

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Sanierung

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Projekte zum Thema Gebäude

Build Up Skills II – QUALITRAIN

Das EU-Projekt „Qualitrain“ hat die Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung von am Bau Beschäftigen in Hinblick auf Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in den Mittelpunkt gestellt.

Überblick

  • Projektbeginn: 2013
  • Projektdauer: 32 Monate
  • Projektpartner: ZDH, FBH, HPI, BIBB, ZWH, ZdB
  • gefördert durch: Europäische Kommission im Rahmen des Intelligent-Energy-Europe-Programms

Bund-Länder-Dialogangebot Contracting

Energie-Contracting ist ein wirksames Instrument, um die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern. Contracting senkt die Energiekosten, sorgt für einen geringeren Energieverbrauch und niedrigere CO2-Emissionen. Somit ist es ein wichtiges Instrument für das Gelingen der Energiewende. Um die Contracting-Potenziale bundesweit zu erschließen, betreibt die dena mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Kompetenzzentrum Contracting für Gebäude.

Überblick

  • Projektbeginn: 2002
  • mehr als 30 erfolgreich initiierte Energiespar-Contracting-Projekte in Bundesliegenschaften
  • dabei Einspargarantien von etwa 15 – 60 Prozent der Gebäudeenergiekosten (durchschnittlich 39 Prozent) und durchschnittlich 37 Prozent CO2-Minderungen
  • 2010: Gründung des Kompetenzzentrums Contracting
  • etablierter Expertenkreis aus Landesenergieagenturen, Landesbehörden und -betrieben 

COHERENO

Beim EU-Projekt COHERENO stand die Sanierung von Einfamilienhäusern aus einer Hand im Fokus. Dafür wurde die Zusammenarbeit aller am Bauprozess Beteiligten gefördert und neue Geschäftsmodelle auf dem Weg zum Niedrigstenergiehaus entwickelt und europaweit etabliert.

Überblick

  • Projektbeginn: 2013
  • Projektdauer: 3 Jahre
  • Projektpartner: TU Delft, VITO, VCB, ÖGUT, PHP, Segel, Sintef, BPIE
  • gefördert durch: Europäische Kommission im Rahmen des Intelligent-Energy-Europe-Programms sowie BMWi

Concerted Action

Das EU-Projekt „Concerted Action“ (CA) fördert die Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Einsparziele der EU. Die dena ist seit 2005 aktiv in die Aktivitäten der CA eingebunden.

Überblick

  • Projektbeginn: 2005
  • im Fokus: die europäische EU-Gebäuderichtlinie für energieeffizientere Gebäude
  • dena bis 2010 deutscher Koordinator, seither aktiv beteiligt
  • Concerted Action erhält EU-Fördermittel aus dem Horizon 2020 Programme