Im Gespräch

„Wichtig sind uns neue Technologien, innovative Produkte und Auslandsinvestitionen“

Ein Interview mit der stellvertretenden Energieministerin von Belarus Olga Prudnikova.

„Wir haben großes Interesse an den europäischen Erfahrungen bei der Digitalisierung der Energiewirtschaft, bei der Gestaltung von „Smart Cities“.“

Olga Prudnikova, Stellvertretende Energieministerin von Belarus

Frau Prudnikova, welche sind die Hauptaufgaben, wenn es um die Modernisierung der Energieversorgung und insbesondere der Wärmeversorgung geht?

Zu den Arbeitsschwerpunkten der belarussischen Experten gehören die Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz innerhalb des gesamten Zyklus der Energieversorgung − von der Erzeugung über den Transport bis hin zum Verbrauch von Wärmeenergie.

Wie kann Belarus dabei von der länderübergreifenden Dialogplattform „Urbane Energieinfrastruktur in Osteuropa und Zentralasien“ profitieren?

Die Zusammenarbeit mit der dena und die laufenden gemeinsamen Projekte sind sehr wichtig für uns. Im Rahmen der Dialogplattform haben unsere Experten die Möglichkeit, aktuelle Fragen rund um Energiewirtschaft, Effizienzsteigerung und Umweltschutz zu diskutieren. Die Workshops eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung des Energiesektors, der in Belarus eine wichtige Rolle spielt. So können sie sich für die Herausforderung wappnen, eine nachhaltige urbane Energieversorgung zu etablieren. Außerdem können sie Erfahrungen in der Entwicklung von „Smart Cities“ in osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern austauschen.

Was erwarten belarussische Partner von deutschen Unternehmen?

Die gemeinsamen Projekte zielen darauf ab, die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen belarussischen und deutschen Unternehmen langfristig zu stärken. Wichtig sind uns dabei vor allem die Einführung neuer Technologien, die Entwicklung innovativer Produkte und Auslandsinvestitionen in Belarus.

In welchen Bereichen wären deutsch-belarussische Kooperationsprojekte besonders sinnvoll?

Gute Aussichten für eine Zusammenarbeit sehe ich in der Entwicklung des nationalen Energie- und Bausektors sowie in der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft. Wir interessieren uns zum Beispiel für europäische Erfahrungen bei der Digitalisierung der Energiewirtschaft, bei der Gestaltung von „Smart Cities“ und der Nutzung elektrischer Energie für die Wärmeversorgung. Auch die Harmonisierung mit europäischen Energiespar- und Energieeffizienzstandards sowie eine nachhaltige Entwicklung des Energiesektors sind wichtige Aspekte für Belarus.