Was Ziegelsteine und Teigtaschen mit Energiemanagement-Systemen zu tun haben

Zwei dena-Experten haben in Kasachstan etwa 20 Teilnehmer zum Thema Energiemanagementsysteme geschult.

Teilnehmer der Schulung waren Ingenieure und Planer aus der Industrie, aber auch Universitätsprofessoren und Masterstudenten aus der Industrieregion Ust-Kamenogorsk in Kasachstan.

Bei eisigen Temperaturen haben sich Mitte Februar rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer dena-Schulung in Ust-Kamenogorsk in Kasachstan getroffen. Zwei Experten der Deutschen Energie-Agentur leiteten das Training für Führungskräfte und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Branchen der kasachischen Industrieregion, das die dena im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) veranstaltete.

Themen der Schulung waren dabei weder die Produktion von Ziegelsteinen noch die Herstellung von Teigwaren – tatsächlich ging es um Energiemanagementsysteme. Unseren dena-Experten gelang es von Anfang an, die Teilnehmer in ein Rollenspiel einzubeziehen, dessen Basis konkrete Unternehmensbeispiele waren. So konnten verschiedene Aspekte des Energiemanagements aus der Perspektive einer Bäckerei, einer Getreidemühle, eines Ziegelwerks und einer Schule untersucht werden. Unter den Teilnehmern waren Ingenieure und Planer aus der Industrie, aber auch Universitätsprofessoren und Masterstudenten. Sie alle brachten unterschiedliche Erfahrungen im Bereich Energieeffizienz und Energiemanagement mit: Erfahrene Energiemanager tauschten sich mit angehenden Energieberatern aus.

Nach der Schulung erhielten die Teilnehmer ihre Zertifikate und zogen ein klares Fazit: „Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Energieeffizienzmaßnahmen“ war das Top-Thema. Foto: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Durch interaktive Lehrmethoden mit Gruppenarbeit und moderierten Diskussionen wurden Synergien in der Gruppe erzeugt. Die praktischen Beispiele überzeugten auch „alte Hasen“ aus der Industrie davon, dass ein intelligent aufgestelltes Energiemanagementsystem kaum Investitionen bindet, aber neben anderen Faktoren die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigert.

Nach der Auswertung der Ergebnisse wurde „Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Energieeffizienzmaßnahmen“ zum Top-Thema erklärt. Weitere Aspekte bei künftigen Schulungen werden sein:

  • die Vorbereitung und Organisation von Energieaudits sowie
  • die Methodik und Anwendung des Energiemanagementsystems.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten, nach der Schulung besser verstanden zu haben, wie Energiemanagementsysteme in der Praxis umgesetzt werden. Für viele waren die Erkenntnisse zu diesen Themenbereichen neu und deswegen so wichtig. Und das ganz egal, ob ein Ziegelstein oder eine Teigtasche als Beispiel dienten.