Berlin

Resilientes Stromsystem – neue Störszenarien aufgrund von Komplexität und IKT?

Im Rahmen der Veranstaltung „Resilientes Stromsystem – neue Störszenarien aufgrund von Komplexität und IKT?“ sind am 21. März 2018 potenzielle Handlungsfelder für die Ausgestaltung eines resilienten Stromsystems erarbeitet worden.

Systemstabilität und Versorgungsicherheit werden als wichtige Bestandteile eines resilienten Stromsystems bereits heute durch die Übertragungsnetzbetreiber umfassend adressiert. Durch die  voranschreitende Dezentralisierung wird das Stromsystem allerdings immer komplexer – die Anzahl der Akteure und Komponenten in Stromnetzen und –märkten steigt, die räumliche Verteilung von Anlagen nimmt zu und die Stromerzeugung findet vermehrt in unteren Spannungsebenen statt.

Um den steigenden Koordinations- und Kommunikationsbedarf zu beherrschen, werden von der Stromvermarktung über die Erbringung von Systemdienstleistungen bis hin zur Betriebsführung von Stromnetzen vermehrt IKT-Lösungen eingesetzt. Als wichtige Voraussetzung für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung stellen solche Systeme gleichzeitigt ein Einfallstor für Angriffe von außen und eine neue Fehlerquelle dar. Damit auch in Zukunft die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann, müssen Strategien für ein resilientes Stromsystem mit der Dezentralisierung und der Digitalisierung der Energieversorgung Schritt halten.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die beteiligten Akteure bereits zahlreiche Strategien entwickelt haben, um trotz der Entwicklungsdynamik von Energiewende und Digitalisierung auch in Zukunft ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten zu können.

Dennoch bestand unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einigkeit, dass weitere Handlungsfelder bestehen und sich in Zukunft auftun werden. Beispiele dafür sind die theoretische Möglichkeit, Aggregation zur Destabilisierung des Systems einzusetzen, und die Notwendigkeit, IKT auf den unteren Netzebenen schwarzfallfest auszugestalten.

Beispiele für das Meinungsbild auf der Veranstaltung zeigen auch folgende Auszüge aus einer Umfrage, die im Kreis der anwesenden Energie- und IT-Expertinnen und -Experten durchgeführt wurde:

Vor diesem Hintergrund diskutierten im Rahmen der Veranstaltung „Resilientes Stromsystem – neue Störszenarien aufgrund von Komplexität und IKT?“ am 21. März 2018 in Berlin rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die potenziellen Handlungsfelder für die Ausgestaltung eines resilienten Stromsystems.

Vorab informierten Impulsvorträge darüber, mit welchen Maßnahmen und Instrumenten möglichen Fehlerquellen heute bereits begegnet wird und welche neuen Störszenarien sich aus der steigenden Komplexität und der Verbreitung von IKT-Systemen im Stromsystem in Zukunft ergeben können.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der dena-Plattform Systemdienstleistungen statt.

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