25.02.2021

dena Mobility Talk: "Revision der CO2-Emissionsstandards für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge: Eine Chance für Klimaschutz und zukunftsgewandte Industriepolitik?"

Der erste dena Mobility Talk am 25. Februar 2021 brachte Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um über die bevorstehenden Revision der CO2-Emissionsstandards für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu diskutieren.

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Der erste dena Mobility Talk fand am 25.02.2021– vollständig digital – zu dem Thema der Revision der EU-weiten CO2-Flottengrenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge statt.

Bei tiefgreifenden Veränderungsprozessen wie der Verkehrswende und der derzeitigen Revision klimapolitischer gesetzlicher Bestimmungen im Rahmen des European Green Deal ist es zentral, dass die Meinungen und Bedürfnisse der betroffenen und beteiligten Akteure gehört und berücksichtigt werden. Die Veranstaltungsreihe der dena Mobility Talks verfolgt das Ziel, einen solchen Austausch voranzubringen - aus diesem Grund freuen wir uns sehr, dass die Auftaktveranstaltung, gemessen an den über 150 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und der lebhaften Diskussion, viel Zuspruch fand.

Nach einleitenden Worten von Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin der dena, sowie des parlamentarischen Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr und digital Infrastruktur Steffen Bilger, stellte zunächst Michael Zähringer von Frontier Economics in einem Kurzvortrag einen Vorschlag für ein freiwilliges Anrechnungssystem für erneuerbare Kraftstoffe im Rahmen der EU-CO2-Emissionsstandards für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vor. Mit dem Anrechnungssystem sollen insbesondere vergleichbare Wettbewerbsbedingungen für die verschiedenen Technologien zur Emissionsreduzierung sichergestellt werden. Ziel des Vorschlags ist es, die Emissionen des Straßenverkehrssektors effektiv und effizient zu senken.

In den darauffolgenden Impulsverträgen stellten Herr Prof. Dr. Lahl, Amtschef im Verkehrsministerium Baden-Württemberg,  Dr. Marco Warth, Director Corporate Advanced Engeneering bei Mahle sowie Christian Schultze, Director Research & Innovations bei Mazda, jeweils die Strategien und Positionen ihrer Organisationen zu einer effizienten Reduzierung der CO2-Emissionen über die EU-Flottengrenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge dar.

In der anschließenden virtuellen Podiumsdiskussion, moderiert von Norman Wendt, Teamleiter Nachhaltige Mobilität bei der dena, entwickelte sich zwischen den Referentinen und Referenten Franziska Müller-Langer vom Deutschen Biomasseforschungszentrum, Jekaterina Boening von Transport & Environment, Stefan Gerwens vom ADAC, Johannes Lehken von Neste und Björn Noack von Bosch schließlich eine lebhafte Debatte zu möglichen CO2-Minderungseffizienzen und dem Markthochlauf alternativer Antriebe sowie zur Anrechnung erneuerbarer Kraftstoffe auf die Emissionsstandards. Dabei wurde insbesondere intensiv über die Frage diskutiert, welche  Antriebsformen oder Kraftstoffe sich zur Erreichung der Klimaziele am besten eignen und welcher Energiemix hierfür zur Verfügung stehen wird.

Mit einer Q&A-Fragerunde, bei der die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, aus dem Chat heraus Fragen an die Referentinnen und Referenten zu richten, wurde die Veranstaltung abgeschlossen.

Die dena bedankt sich herzlich bei allen Referentinnen und Referentenfür ihre Teilnahme und hofft in der Zukunft auf weitere spannende Impulse und Debatten. Der erste dena Mobility Talk soll keineswegs der letzte sein: Für das Jahr 2021 sind weitere Events der Reihe mit aktueller verkehrspolitischer Relevanz geplant. Hierüber werden wir in gewohnter Weise rechtzeitig informieren.

 

Die Präsentationen zur Veranstaltung stehen Ihnen nachfolgend zur Verfügung: