09.12.2020

Digitales dena-Symposium: Systemdienstleistungen 2030 – Ein Ausblick

Beim Abschlusssymposium der dena-Plattform Systemdienstleistungen wurde die Entwicklung der Systemdienstleistungen bis 2030 in den Blick genommen.

Gleich zu Beginn der kommenden Dekade stehen richtungsweisende energiepolitische Weichenstellungen an, die unser zukünftiges Energiesystem und die Systemdienstleistungen entscheidend prägen werden: Ambitioniertere EU-Klimaziele könnten den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und mit weiteren Maßnahmen zur höheren Auslastung der Netze den Bedarf an Systemdienstleistungen erhöhen, die marktliche Beschaffung von Blindleistung startet mit dem neuen Jahrzehnt, die Diskussion von Flexmärkten wird uns weiter begleiten und politische Festlegungen wie die Novellierung des §14a EnWG werden den regulatorischen Rahmen verändern.

Angefangen mit der dena-Studie Systemdienstleistungen 2030 hat die dena-Plattform Systemdienstleistungen über die vergangenen 6 Jahre die Brücke zwischen Technik, Wissenschaft und Politik geschlagen. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die Zukunft der Systemdienstleistungen in einer erneuerbaren Energiewelt analysiert, diskutiert und konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Zum Abschluss der Plattformarbeit sind wir nun noch einmal zu unseren Anfängen zurückgekommen und haben den Blick auf 2030 und den Weg dorthin vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse gerichtet.

Jakob Willke (dena), der das Projekt zuletzt geleitet hat, stellte die zentralen Erkenntnisse der Plattformarbeit der vergangenen 6 Jahre und die Stellungnahme der Plattform „Langfristige Ausgestaltung der Systemsicherheit“ vor, die Empfehlungen zur Untersuchung der langfristigen Bedarfe und Erbringungsoptionen für Vorleistungen im Projekt SDL-Zukunft macht. Im Anschluss stellte Thorsten Lenck (Agora Energiewende) die zu erwartenden Auswirkungen neuer politischer Ziele wie Klimaneutralität und dem Green New Deal auf das Stromsystem dar. Prof Dr. Christian Rehtanz (TU Dortmund) ging schließlich auf die Herausforderungen, Lösungswege und offenen Fragen der fortschreitenden technischen Transformation des Stromsystems ein. Zum Abschluss stellte Wolfgang Fritz (consentec GmbH) die Rolle neuer Märkte für Systemdienstleistungen vor und ordnete ein, unter welchen Bedingungen marktliche Lösungen effizient eingesetzt werden können.

Weitere Informationen zur dena-Plattform Systemdienstleistungen finden Sie hier.

Die Präsentationen zur Veranstaltung stehen Ihnen nachfolgend zur Verfügung