Start Ups

Wie Start Ups Energiewende und Klimaschutz voran bringen – und was die dena damit zu tun hat

Mit ihren innovativen Geschäftsmodellen nehmen Start Ups bei der Energiewende und Klimaschutz eine Schlüsselrolle ein. Die dena fördert junge Unternehmen daher jetzt mit einem internationalen Award. Damit schafft sie zugleich ein weltweites Netzwerk für Gründer, Investoren und andere Partner.

Abends noch eine Waschmaschine laufen lassen, nachts das Handy laden: Immer mehr Haushalte in Deutschland nutzen dafür Strom, den sie tagsüber in ihrer Solaranlage erzeugt haben. Über 40.000 Batteriespeicher haben die Bundesbürger mittlerweile installiert. Die Akkupakete versorgen sie auch bei Dunkelheit mit hausgemachter Sonnenenergie.

Doch die Speicher können noch mehr: Einige Unternehmen haben damit begonnen, Solarbatterien miteinander zu vernetzen, um damit am Strommarkt teilzunehmen. Das gibt Haushalten die Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit ihrer Speicher zu verbessern. Etwa durch das Bereitstellen von Regelenergie: Die Netzbetreiber können den Akkuverbund nutzen, um das Stromnetz zu stabilisieren. Dafür bezahlen sie eine Vergütung, die sich die Unternehmen und die Haushalte teilen. Manche Anbieter organisieren sogar einen Stromhandel innerhalb des Netzwerks. Wenn ein Anlagenbetreiber mehr Energie als benötigt erzeugt und sein Speicher voll ist, kann er den Strom an andere Mitglieder des Verbunds verkaufen.

Start Ups mit innovativen Geschäftsmodellen

Energiewende und Klimaschutz als Nährboden für neue Geschäftsmodelle

Ein innovatives Konzept – und zugleich ein Beispiel dafür, wie der globale Umbau der Energiesysteme Raum schafft für neue, attraktive Geschäftsmodelle. Denn mit der Dekarbonisierung der Energieversorgung werden die Rollen neu verteilt: Die klassische Trennung von Stromerzeuger und -verbraucher gilt nicht mehr. Auch die Schranken zwischen Strom- und Wärmeversorgung, Verkehr und Industrie fallen. Damit einher geht eine umfassende Digitalisierung des gesamten Energiesystems. Solche tief greifenden Umbrüche sind ein idealer Nährboden für frische Ideen und mutige Konzepte – ohne die Energiewende und Klimaschutz nicht gelingen kann.

Oft kommen die neuen Lösungen von Start Ups. Denn sie verfügen über ein hohes Maß an Innovationskraft, Flexibilität und Kreativität – wichtige Eigenschaften, um wirksame Instrumente für den klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung entwickeln zu können. Dabei haben die jungen Unternehmen der etablierten Energiewirtschaft etwas Entscheidendes voraus: Klimaschutz und Energiewende sind Teil ihrer DNA. Kulturwandel? Ist für sie kein Thema, weil sie sich schon immer in diesem Feld bewegt haben. Deshalb kommt ihnen in der neuen Energiewelt eine Schlüsselposition zu.

Internationaler Start-Up-Award fördert Innovationen bei Energiewende und Klimaschutz

„Ziel unserer Initiative ist es, Vordenker und Enabler der globalen Energiewende zusammenzubringen.“

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung

Gute Gründe für die dena, den internationalen Wettbewerb „Start Up Energy Transition“ ins Leben zu rufen – ein neuer Award, mit dem die dena vielversprechende Geschäftsmodelle für die Energiewende und Klimaschutz aus aller Welt auszeichnet. Zugleich schafft die dena mit dem Award eine Plattform für den Dialog zwischen Start Ups, Konzernen, Investoren, Think Tanks und anderen Akteuren, die der Kampf gegen den Klimawandel verbindet.

Startschuss für den internationalen Wettbewerb „Start Up Energy Transition“ auf dem dena-Kongress am 22.11.2016 in Berlin. Foto: dena / Sebastian Greuner

„Ziel unserer Initiative ist es, Vordenker und Enabler der globalen Energiewende zusammenzubringen und ein internationales Netzwerk aus Unternehmen, Start Ups und nachhaltig wirtschaftenden Organisationen zu etablieren“, erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Damit ist der „Start Up Energy Transition“-Award der einzige weltweite Wettbewerb dieser Art, bei dem Vernetzung und Kooperation im Vordergrund stehen.

Der Award wird im Rahmen eines Tech Festivals am Vortag des Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) im März 2017 in Berlin verliehen. Hier haben die Gründer Gelegenheit, sich intensiv mit Investoren und anderen hochrangigen Entscheidern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Renommierte Partner aus aller Welt

dena launcht Start Up Energy Transition Award, mit Thorsten Herdan (Abteilungsleiter BMWi, 2.v.r) und Andreas Kuhlmann (Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, 1.v.r.). Foto: dena / Maurice Weiss

Dem „Start Up Energy Transition”-Netzwerk haben sich bereits mehr als siebzig Partner aus über 25 Ländern auf allen Kontinenten angeschlossen, darunter eine Reihe von Tech Hubs und Venture-Capital-Fonds. Sie eint ein Ziel: Innovationen für die Energiewende und Klimaschutz zu fördern. Das gilt auch für die zahlreichen renommierten Persönlichkeiten, die diese Initiative der dena unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel die Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) Patricia Espinosa, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) Adnan Z. Amin, der Executive Director der Internationalen Energie-Agentur (IEA) Fatih Birol, der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Hans-Joachim Schellnhuber und Jules Kortenhorst, CEO des Rocky Mountain Institute.

Für den Zugang zur etablierten Wirtschaft sorgen Sponsoren wie Envision Energy, innogy Innovation Hub, die KfW Bankengruppe, wilo sowie der österreichische Energieversorger Verbund. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier sind Schirmherren der Initiative.

Patricia Espinosa, Executive Secretary (UNFCCC) für den Start Up Energy Transition

Bewerbungsphase erfolgeich abgeschlossen

Porträt dena Mitarbeiter

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Leo Hille

T: 49 (0)30 72 61 65 - 864

hille@dena.de

Der Wettbewerb ist in sechs Kategorien aufgefächert. Sie decken alle wesentlichen Ansatzpunkte für die Energiewende und Klimaschutz ab:

  • „The Urban Energy Transition“ für Beiträge zur digitalisierten und nachhaltigen Stadt
  • „Cleantech against Climate Change“ für Technologien, die in den unterschiedlichsten Sektoren helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren
  • „Future of Production and Manufacturing“ für digitale Lösungen in der Industrie
  • „Mobility meets Energy Transition“ für nachhaltige Mobilitätskonzepte
  • „Platforms and Communities“ für den Aufbau von Netzwerken
  • Sonderpreis „Start Up SDG 7“ für Unternehmen, die mit ihrem Projekt zum 7. Ziel für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) beitragen: bezahlbare und saubere Energie für alle.

Die dena lädt die drei vielversprechendsten Start Ups aus den einzelnen Kategorien zum Tech Festival und dem Berlin Energy Transition Dialogue in die Bundeshauptstadt ein. Flüge und Unterkunft werden übernommen. Zudem erhalten die Gewinner ein attraktives Preisgeld.

Über 500 Start Ups aus 58 Ländern haben sich für den Award beworben. Bei der Abendveranstaltung des Energiewende-Gipfels Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) am 20. März wird er verliehen.

Detaillierte Informationen zum  „Start Up Energy Transition Award“ finden sich auf der Website von Start Up Energy Transition.

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