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Länderprofil Südkorea. (PDF)

ERSCHEINUNGSDATUM: 11/2014
FORMAT: DIN A4
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Südkorea ist der neuntgrößte Energieverbraucher der Welt. Aufgrund fehlender eigener Energieträger ist das Land zu 97 Prozent von Energieimporten abhängig. Der Stromverbrauch lag im Jahr 2011 bei 470,6 TWh. Größtes Verbrauchssegment ist die Industrie. Der 3rd Basic Plan for Technology Development of New and Renewable Energy legt dabei die Ziele im Bereich Erneuerbare-Energie-Technologien fest. In die staatliche und privatwirtschaftliche Förderung grüner Technologien sollen bis 2030 111,5 Bill. KRW (75,7 Mrd. EUR) investiert werden. Auch mit dem National Strategy for Green Growth hat Südkorea einen langfristigen Plan geschaffen, der die Richtung der nachhaltigen Entwicklung Südkoreas bis 2030 bzw. 2035 festlegt. Danach soll z.B. der Anteil erneuerbarer Energien an der Primärenergieversorgung bis 2035 auf elf Prozent ansteigen. Mit dem seit März 2012 gültigen Renewable Portfolio Standard hat man zusätzlich ein probates Förderinstrument für die Zielerreichung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien etabliert. Dieses bietet Unternehmen laut Marktexperten ein hohes Maß an Planungssicherheit. Aktuell am höchsten gefördert werden PV-Anlagen, Offshore-Windanlagen, Brennstoffzellen und Gezeitenkraftwerke. Solar- (5,4 GW bis 2027) und Windkraft (17,1 GW bis 2027) werden den Großteil des Kapazitätszubaus in den nächsten Jahren ausmachen.Die Zubau-Prioritäten resultieren zum einen aus einem hohen Potenzial der Windenergie auf Grund der in Südkorea hohen bestehenden Windgeschwindigkeiten. Dem Ausbau an Land sind wegen der  hohen Bevölkerungsdichte dabei Grenzen gesetzt, weshalb der Entwicklung der Offshore-Windenergie viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Südkorea ist daher v.a. für Solartechnologie, Offshore-Windkraft und innovative Wasserkraftlösungen bei der energetischen Nutzung von Meeresgezeiten ein außerordentlich interessanter Markt. Zur Nutzung von Bioenergie importiert das Land z.Z. große Mengen an Biomasse. Hier gilt es innovative Lösungen in Nischenmärkten zu bedienen, um Abhängigkeiten zu vermindern, z.B. durch die energetische Nutzung von Lebensmittelabfällen.

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