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Länderprofil Myanmar. (PDF)

ERSCHEINUNGSDATUM: 07/2014
FORMAT: DIN A4
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Nach rund 50-jähriger politischer und wirtschaftlicher Abschottung wendet sich Myanmar seit dem Antritt der aktuellen Regierung in 2011 mehr und mehr demokratischen Prinzipien und wirtschaftlicher Entwicklung zu. Noch gilt Myanmar als eines der ärmsten Länder Südostasiens, allerdings wächst die Wirtschaft derzeit mit mehr als sieben Prozent. Das Land leidet unter Energiearmut und einer unterentwickelten Infrastruktur. Das Potenzial für eine weiter wachsende wirtschaftliche Entwicklung scheint jedoch gegeben. Die Grundlage hierfür bilden die bedeutenden Energieressourcen Myanmars an fossilen Energieträgern, vor allem Erdgas, aber auch an erneuerbaren Energien. Bisher haben lediglich 26 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität.

Bedingt durch seine Lage in der Region des Mekong besitzt Myanmar ein gewaltiges Wasserkraftpotenzial. Daneben bieten aber auch andere Formen der erneuerbaren Energien Potenzial. Die Windenergie bspw. ist vielversprechend, ihre Nutzung befindet sich derzeit aber noch in einem frühen Erprobungsstadium. PV-Kleinstanlagen zur Elektrifizierung von Haushalten und Dorfgemeinschaften sowie die Straßenbeleuchtung und Wasserpumpen finden zunehmend Verbreitung. Da die vorherrschende Brennholznutzung zur Abholzung der natürlichen Wälder Myanmars führt, versucht die Regierung hier Alternativen zu finden und die Energieeffizienz zu verbessern. Die Bioethanolproduktion, vorrangig aus Zuckerrohr, bietet Potenziale zur Reduzierung der Importabhängigkeit bei Erdölprodukten und schafft zugleich Einkommen im ländlichen Raum. Eine Beimischung von Bioethanol zu Benzin bzw. der Ersatz von fossilen Treibstoffen durch Bioethanol auf lokaler Ebene wird ebenfalls angestrebt.

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