dena setzt sich für Gebäudesektor auf der COP26 ein und startet Initiative für Powerfuels

Auf der 26. UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow hat die dena das Themenfeld Gebäude und Urbane Energiewende vertreten. Erstmals gab es hierzu einen eigenen Themen-Pavillon. Die Global Alliance Powerfuels gab den Startschuss für eine Initiative zu erneuerbaren, strombasierten Energieträgern und Rohstoffen.

Berlin, 16.11.2021. Nach intensiven Verhandlungen und einer Verlängerung am Schlusswochenende haben die rund 200 teilnehmenden Nationen der 26. UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow eine Abschlusserklärung verabschiedet. Darin einigte sich die Staatengemeinschaft erstmals darauf, den Ausstieg aus der Kohle vorzubereiten und Subventionen für Kohle, Gas und Öl abzubauen.

Auch die dena war auf der COP26 vertreten, mit Fokus auf dem Gebäude- und Bausektor. Erstmals gab es auf einer COP einen „Building Pavilion“, wo die Rolle von Gebäuden und gebauter Umwelt für Klimaneutralität im Mittelpunkt eines umfassenden Begleitprogramms stand. Organisiert wurde der Pavillon von der „Global Alliance for Buildings and Construction“ (GlobalABC). Die dena vertritt zusammen mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH) die Interessen Deutschlands in dieser Organisation. Neben der Betreuung des Pavillons hat die dena verschiedene Side Events zur urbanen Energiewende und Quartieren mitgestaltet, so im UNFCCC Capacity Building Hub, im Nordic Pavilion und im China Corporate Pavilion. Auf einer eigenen Veranstaltung diskutierte dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann zusammen mit Vertretern von Kommunen, Energiewirtschaft und UNEP „The role of cities in the energy transition – Hydrogen for urban climate neutrality“.

Die Rolle von Wasserstoff auf Basis von erneuerbaren Energien war in einigen Foren der COP ein Diskussionsthema und findet auch Eingang in die Länderstrategien für Klimaneutralität. Erneuerbare, strombasierte Energieträger und Rohstoffe jenseits von Wasserstoff (auch als E-Fuels oder Powerfuels bezeichnet) finden dagegen noch zu wenig Berücksichtigung, so die Einschätzung der Global Alliance Powerfuels (GAP). Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen hat die GAP zum Abschluss der COP26 eine Erklärung veröffentlicht. Sie enthält die Aufforderung an die Politik, Powerfuels zur Priorität zu machen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Lücke zwischen geplanten und realisierten Kraftstoffprojekten zu schließen. Insbesondere fordern sie die politischen Entscheidungsträger auf, die multilaterale Zusammenarbeit zu fördern, um die CO2-Bepreisung sektor- und regionenübergreifend auszuweiten, Anreize auf der Nachfrageseite zu schaffen und eine standardisierte und weltweit anerkannte Zertifizierung einzuführen. Alle Interessierten können sich der Initiative anschließen und die Erklärung mit unterzeichnen (www.powerfuels.org/declaration).

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.powerfuels.org/news/news/on-final-day-of-cop26-global-alliance-powerfuels-resear/