Pressemitteilung, Berlin

Bad Orb, Birkenfeld und Geestland sind dena-Energieeffizienz-Kommunen

Klimaschutz-Engagement von Birkenfeld und Geestland bereits zum zweiten Mal ge-würdigt / Bad Orb erste hessische Kommune mit dena-Auszeichnung

Die Städte Bad Orb und Geestland sowie die Verbandsgemeinde Birkenfeld sind von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als dena-Energieeffizienz-Kommunen ausgezeichnet worden. Mit dem Titel würdigt die dena die Einführung bzw. Fortführung eines Energie- und Klimaschutzmanagementsystems (EKM) in den drei Kommunalverwaltungen. Bad Orb ist Hessens erste Kommune mit dieser Auszeichnung. Mit Geestland und Birkenfeld wurden erstmals Kommunen für den zweiten erfolgreichen Durchlauf des EKM-Kreislaufs rezertifiziert.

Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin der dena, übergab die Auszeichnungen am Dienstag im Rahmen des dena-Kongresses in Berlin virtuell an die Bürgermeister der drei Kommunen. „Das dena-Managementsystem hilft Kommunen, systematisch Energie und Kosten zu sparen und so zum Klimaschutz beizutragen. Alle drei Kommunen sind Vorbilder für andere Kreise, Städte und Gemeinden, die ihre Energieeffizienz verbessern wollen. Sie verdeutlichen die großen Potenziale auf kommunaler Ebene. Ihr Beitrag wird zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele benötigt. Kommunen übernehmen damit aber auch eine Vorbildfunktion für die Bürgerinnen und Bürger. Wir freuen uns sehr über dieses Engagement“, so Haverkamp.

Bad Orbs Bürgermeister Roland Weiß sagt: „Die Einführung des dena-Systems und die Verabschiedung unseres ersten Klimaschutzkonzepts im Jahr 2015 waren die Grundsteine, um die Klimaschutzpotenziale von Bad Orb systematisch und nachhaltig zu erschließen." Bad Orb hat das EKM auf eigene Initiative ohne externe Unterstützung eingeführt. Birkenfeld und Geestland nutzen das System bereits seit ihrer Teilnahme an Seminarreihen zum EKM, welche die dena gemeinsam mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen in den Jahren 2015-2016 durchführte. Für diese Konsequenz erhielten sie die Auszeichnung nun bereits zum zweiten Mal.

Birkenfelds Bürgermeister Dr. Bernhard Alscher erklärt: „Das dena-EKM hat uns die Arbeit als Masterplankommune wesentlich erleichtert. Seine Fortführung mit dem Ziel der Rezertifizierung war daher für uns, auch auf Grundlage der erzielten Einsparerfolge im Energiebereich und der damit einhergehenden Reduzierung der CO2-Emissionen, selbstverständlich." Geestlands Bürgermeister und Botschafter für Nachhaltigkeit des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Thorsten Krüger, betont: „Wir freuen uns, als eine der ersten beiden Kommunen erneut mit dem dena-Titel ausgezeichnet zu werden. Der ganzheitliche Managementansatz hilft uns beim Erreichen unserer ehrgeizigen Klimaschutzziele sehr".

Zahlreiche Effizienzmaßnahmen senken Energieverbrauch

Über die Einführung des Managementsystems hinaus müssen die zertifizierten Kommunen konkrete Effizienzmaßnahmen nachweisen. So treibt Bad Orb insbesondere die energetische Modernisierung der Straßenbeleuchtung und städtischer Gebäude wie beispielsweise die der König-Ludwig-Stiftung voran. Zusammen mit weiteren Einzelmaßnahmen hat die Stadt bereits einen großen Teil der angestrebten 13 Prozent Energie eingespart.

Birkenfeld konnte die CO2-Emmissionen gegenüber 2015 bereits um rund 24 Prozent senken. Dafür wurden u. a. die Heizungsanlagen auf die Versorgung mit Holzpellets umgestellt und städtische Gebäude an das vorhandene Bioenergie-Nahwärmenetz angeschlossen. Mit dem Masterplankonzept aus dem Jahr 2017 hat sich Birkenfeld unter anderem eine konsequente Umsetzung des Energiemanagements in kommunalen Liegenschaften sowie den Ausbau der nachhaltigen Mobilität, insbesondere die Stärkung des Radverkehrs, vorgenommen. Für die nächsten drei Jahre plant Birkenfeld eine Reduzierung ihrer Energieverbräuche um neun Prozent und ihrer CO2-Emmissionen um 8,5 Prozent. 

Geestland hat von 2014 bis 2019 rund zehn Prozent CO2-Emissionen eingespart. Dazu trugen die elektronische Steuerung der Straßenbeleuchtung und das Wärmecontracting in den kommunalen Liegenschaften bei. Zu den wichtigsten Maßnahmen des gerade beschlossenen neuen Energie- und Klimaschutzprogramms gehören ein Energiewerk auf Basis erneuerbarer Energien zur Versorgung der Moor-Therme und einer Schule, die Fortsetzung des Wärmecontractings sowie energetische Sanierungen von zwei Sporthallen und weiteren Liegenschaften. Damit sollen die Energieverbräuche um weitere drei Prozent und die CO2-Emissionen sogar um weitere 24 Prozent sinken. 

Energiesparen mit System: Energie- und Klimaschutzmanagement

Das Managementsystem der dena ermöglicht Kommunen, systematisch Energiesparpotenziale zu identifizieren und ihre CO2-Emissionen langfristig zu senken. Berücksichtigt werden dabei Effizienzpotenziale im gesamten Energiesystem, bei Gebäuden, der Stromnutzung sowie im Verkehrsbereich. In der Regel können Kommunen mit einem Energie- und Klimaschutzmanagement zehn bis 15 Prozent Energie einsparen. Ausgezeichnete Kommunen erhalten neben der Urkunde eine Plakette mit dem Zertifizierungslogo. Nach drei Jahren sollen die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft werden. Bundesweit gibt es insgesamt sechzehn Kreise, Städte und Gemeinden, die von der dena als Energieeffizienz-Kommunen zertifiziert wurden – zwei davon nun zum wiederholten Mal.

Nähere Informationen zum dena-EKM sowie zur Zertifizierung unter www.energieeffiziente-kommune.de.

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