100 Jahre Viessmann: dena gratuliert

Hightechlabor und Ideenschmiede: Viessmann weiht Technikum ein

Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Andreas Kuhlmann hat die Viessmann Group an ihrem Stammsitz in Allendorf (Eder) ihr neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eingeweiht.

Kanzlerin Merkel und eine Gruppe weiterer Personen stehen in einer Werkshalle mit Maschinen und Arbeitern
Kanzlerin Angela Merkel beim Rundgang im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum "Technikum" von Viessmann

Im Rahmen seines 100-jährigen Unternehmensjubiläums hat Viessmann in Allendorf (Eder) sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eingeweiht. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, gratulierte dem Unternehmen zum neuen Hightechlabor, das künftig innovative Projekte zur Energieeffizienz im Fokus hat. In seinem Grußwort betonte er die zentrale Frage sei, wie es in der integrierten Energiewende gelinge, aus vielfältigen Komponenten ein großes Ganzes zu gestalten.

„Die Energiewende braucht Treiber, die mit Begeisterung vorangehen: Unternehmen wie Viessmann, die die Augen offenhalten und nach Partnern und Unternehmen suchen, die Innovation voranbringen, weil sie es können – und weil ihnen Energiewende ein Herzensanliegen ist“, sagte Kuhlmann. „Das sind Unternehmen, für die Tradition nicht das Bewahren der Asche ist, sondern darin besteht, das Feuer weiterreichen.“

Digitalisierung und Dezentralisierung seien dominierende Faktoren bei der integrierten Energiewende, sagte Kuhlmann weiter. „Der Mensch rückt bei Energiewende in den Mittelpunkt. In Zukunft geht es stärker darum, wie wir leben, welches Auto wir fahren, wie wir heizen. Und wie wir die Menschen aktivieren, damit sie sich zum Beispiel eine energieeffiziente Heizungsanlage kaufen.“
Im Anschluss stellte Viessmann sein neues Forschungs- und Entwicklungslabor vor.

Andreas Kuhlmann am Rednerpult

„Digitalisierung und Dezentralisierung sind dominierende Faktoren der integrierten Energiewende.“

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung

Das Technikum von Viessmann

Das neu eröffnete Forschungs- und Entwicklungszentrum soll die neue Keimzelle für Innovationen des Unternehmens Viessmann werden. Für den Bau des Technikums investierte das Familienunternehmen 50 Millionen Euro. In dem Hightechlabor sollen Prototypen wie Öl- oder Gas-Brennwertkessel oder Batteriespeicher-Systeme zur Serienreife entwickelt werden. Zudem sollen neue intelligente Hybridgeräte für mehr Energieeffizienz bei Wärmeerzeugern sorgen. Die Entwickler im Technikum wollen auch durch die Analyse von Nutzer- und Gebäudedaten das Thema Energieeffizienz weiter vorantreiben.

100 Jahre Viessmann

Die Viessmann Group stellt Heiz-, Industrie- und Kühlsysteme her und feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Das 1917 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 12.000 Mitarbeiter und ist mit 22 Produktionsgesellschaften in elf Ländern sowie Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in 74 Ländern international ausgerichtet. Als Umweltpionier und technologischer Schrittmacher der Heizungsbranche liefert Viessmann seit Jahrzehnten besonders schadstoffarme und energieffiziente Heizsysteme für Öl und Gas sowie Solarsysteme, Holzfeuerungsanlagen und Wärmepumpen. Viessmann ist zuletzt gewachsen und konnte laut der im März vorgestellten Bilanz für 2016 den Umsatz um 1,4 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro steigern.

Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)

Vor gut fünf Jahren hat die dena mit Viessmann und weiteren Akteuren die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) gegründet, einen branchenübergreifenden Zusammenschluss führender Unternehmen, Verbänden und Organisationen im Bereich Bauen und Energie mit inzwischen mehr als 30 Partnern. Sie bündelt damit die Expertise und Positionen führender Anbieter aus der Bau- und Energiewirtschaft, Handwerk und Wissenschaft und entwickelt darauf aufbauend eine einheitliche Strategie, um den Sanierungsstau aufzulösen. Die geea will die Rahmenbedingungen für eine deutliche Intensivierung der energetischen Gebäudesanierung verbessern. Eine zentrale Aufgabe der geea besteht darin, den verschiedenen Branchenakteuren – beispielsweise der Anlagentechnik, des Handwerks, der Dämmstoff- und Fensterindustrie etc. – eine einheitliche Stimme gegenüber der Politik zu verleihen. Denn das Gelingen einer ganzheitlichen Energiewende hängt maßgeblich von den richtigen Weichenstellungen in Ordnungsrecht und Förderung für Effizienzmaßnahmen ab.

Live-Tweets von der Veranstaltung