dena steigert Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um mehr als 15 Prozent

Die Deutsche Energie-Agentur hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 deutlich verbessert.

Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Millionen Euro auf 20,1 Millionen Euro. Der auch durch Sondereinflüsse geprägte Jahresüberschuss beträgt 1,1 Millionen Euro. Mit zahlreichen neuen und innovativen Projekten gelang es der dena, ihre Position deutlich zu stärken. Das geht aus dem Jahresabschlussbericht der dena hervor.

Aktivitäten im Jahr 2016

Erstmals bot die dena dreißig Start-ups aus dem Raum Berlin die Möglichkeit, nach Essen zur Energiemesse E-world zu fahren, um dort Kontakte zur klassischen Energiewirtschaft zu knüpfen und neue Ideen für die Energiewende vorzustellen und zu entwickeln. Zudem lobte die dena zum ersten Mal den „Start Up Energy Transition Award“ aus, um engagierten Start-ups aus aller Welt in der klimapolitischen Debatte eine Stimme zu geben.

Seit Herbst 2016 berät die dena gemeinsam mit 14 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in energiepolitischen Fragestellungen. Der BMWi-Rahmenvertrag umfasst die Unterstützung bei ökonomischen, technischen und rechtlichen Fragen, unter anderem in den Themenbereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung sowie Abwärme.

Im Geschäftsbereich Energiesysteme und Energiedienstleistungen erstellte die dena unter anderem einen Potenzialatlas zum Thema Power to Gas. Neu gestartet wurden die Plattform Digitale Energiewelt sowie das Projekt „DIGI4E – Analysen und Dialogprozesse zur Unterstützung der Digitalisierung im Bereich Energie, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.“ Gemeinsam mit 23 Partnern wurde die dena-Netzflexstudie angestoßen, die den marktorientierten Einsatz von Speichern und anderen Flexibilitätstechnologien untersucht. Außerdem konnten die Pilotprojekte zu Demand-Side-Management in Bayern und Baden-Würrtemberg erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Bereich Energieeffiziente Gebäude setzte die dena mit den Projekten „Expertenservice-Portal“ und „Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“ wichtige Akzente bei der Qualifizierung und Weiterbildung von Experten. Außerdem entwickelte sie den individuellen Sanierungsfahrplan und setzte erste Praxistests um. Mit dem „Sanierungshelden“-Wettbewerb schuf die dena viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für das Thema energetisches Sanieren.

Im Bereich Erneuerbare Energien und energieeffiziente Mobilität unterstützte die dena die Exportinitiative Energie der Bundesregierung. Das EU-Projekt WISE Power, das die soziale Akzeptanz von Onshore-Windenergie in Europa stärken soll, wurde im Herbst erfolgreich abgeschlossen. Im Auftrag der EU-Kommission erarbeitete die dena eine Studie zur transparenten Preisauszeichnung von Kraftstoffen an Tankstellen. Zum ersten Mal organisierte die dena das umfangreiche Rahmenprogramm zur internationalen Energiewendekonferenz der Bundesregierung „Berlin Energy Transition Dialogue“ (BETD) mit Besichtigungstouren, Workshops und Business-to-Government-Dialogen. Im Herbst 2016 erhielt die dena gemeinsam mit dem Agenturnetzwerk Edelman.ergo einen mehrjährigen Rahmenvertrag für die internationale Kommunikation der Energiewende.

Die Auslandsaktivitäten

Im Jahr 2016 übernahm die dena die Präsidentschaft des Europäischen Netzwerks der Energieagenturen (European Energy Network, EnR), einem Bündnis von derzeit 24 nationalen Energieagenturen aus Europa und angrenzenden Ländern. Im Mittelpunkt der dena-Präsidentschaft stand die Arbeit an praxisorientierten Beiträgen zur europäischen Energieunion und insbesondere zu den Energie- und Klimazielen 2030.

Die Energieeffizienz in Gebäuden konnte die dena international durch Projekte in der Ukraine, in China und in Iran vorantreiben. Im Rahmen des dena-Renewable-Energy-Solutions-Programm wurden sieben Projekte, unter anderem in Usbekistan, Kenia, Namibia und Japan, erfolgreich abgeschlossen. Außerdem wurde im Auftrag des Auswärtigen Amts auf dem Dach der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom eine 80kWp-Photovoltaik-Anlage errichtet. Die dena verantwortete die Ausschreibung und technische Umsetzung.

dena-Kongress diskutiert über die Zukunft der Energiewende

Mehr als 800 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten auf dem 7. dena-Kongress in Berlin die Frage nach der Zukunft der Energiewende. Zum ersten Mal wurden zahlreiche Start-ups aus der Energiebranche in das Programm eingebunden, um einen Dialog zwischen etablierten und Jung-Unternehmern anzustoßen. In diesem Jahr findet der dena-Kongress am 20. und 21. November im Berlin Congress Center (bcc) statt.

Über die dena

Die Deutsche Energie-Agentur ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Als „Agentur für angewandte Energiewende“ trägt sie zum Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung bei. Die dena wurde im Herbst 2000 mit Sitz in Berlin gegründet. Die dena agiert als GmbH kosten- und leistungsorientiert. Sie finanziert ihre Projekte durch öffentliche Zuwendungen und Einnahmen aus der Privatwirtschaft. Die Gesellschafter der dena sind seit 1. Januar 2017 die Bundesrepublik Deutschland und die KfW Bankengruppe, zuvor hielten auch die Deutsche Bank AG, DZ Bank AG und Allianz SE Geschäftsanteile.

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